Ducati GP17 vs. GP18: Warum Miller und Rabat auftrumpfen

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Ducati GP17 vs. GP18: Warum Miller und Rabat auftrumpfen
Autor: Gerald Dirnbeck
Co-Autor: Matteo Nugness
15.05.2018, 16:48

Ist die Ducati GP18 deutlich besser als Vorgängermodell GP17? Danilo Petrucci erkennt Nachteile, glaubt aber an das größere Potenzial des neuen Motorrads.

Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Tito Rabat, Avintia Racing
Tito Rabat, Avintia Racing
Tito Rabat, Avintia Racing
Danilo Petrucci, Pramac Racing
Danilo Petrucci, Pramac Racing
Danilo Petrucci, Pramac Racing

Hat Ducati mit der GP18 einen Schritt nach vorne gemacht? Jorge Lorenzo war sich bisher nicht sicher und merkte an, dass für seinen Fahrstil einige positive Aspekte der GP17 verschwunden sind. Teamkollege Andrea Dovizioso bemängelte bisher keine entscheidenden Schwachpunkte. Zuletzt beim privaten Mugello-Test probierte Lorenzo erstmals ein Chassis aus, das Dovizioso seit Saisonbeginn verwendet.

Danilo Petrucci, der im Pramac-Team eine GP18 fährt, glaubt, dass das neue Motorrad ein Fortschritt ist. Aber es gibt auch Zweifel. "Nach dem ersten Test in Katar war das Gefühl sehr ähnlich. Mit der GP17 brauchte man zwei bis drei Runden, um ein gutes Gefühl zu finden. Mit der GP18 hat man nach der ersten oder zweiten Runde das richtige Gefühl", beschreibt Petrucci. "Dann begannen in Argentinien die ersten Probleme und die GP17 war sehr konkurrenzfähig. Miller und Rabat waren schneller als Dovizioso und ich."

Viel hängt vom optimalen Set-up ab

"Dann war Austin für mich ein Desaster. Wir hatten Mühe, für die GP18 ein gutes Set-up zu finden. Für die GP17 kennen alle die Abstimmung, man kennt dieses Motorrad sehr gut", vergleicht der Italiener. "Momentan ist der Unterschied nicht groß, aber vielleicht hat die GP17 einen Vorteil, weil man schon weiß, welche Richtung man damit einschlagen muss." Da ausreichend Daten vorliegen und sich Miller, Rabat und Co. nicht um Entwicklungsteile kümmern müssen, liegt der Fokus ausschließlich darauf, die Performance zu maximieren.

Obwohl Miller auf der erfolgreichen Ducati des Vorjahres sitzt, sind dem Australier auch schon Nachteile aufgefallen: "Der Topspeed! Jedes Motorrad ist auf der Geraden schneller geworden, auch die GP18. Honda, Suzuki und auch die Aprilia sind in diesem Jahr sehr schnell, auch die Yamaha. Wenn man auf einem Motorrad aus dem Vorjahr sitzt, fehlt die letzte Entwicklung. Aber wenn ich es mit meinem Motorrad vom Vorjahr vergleiche, dann will ich mich bezüglich Topspeed nicht beklagen."

In Jerez präsentierte sich das Ducati-Werksteam bis zum unglücklichen Unfall mit Dani Pedrosa konkurrenzfähig. Da lediglich die Strecken Termas de Rio Hondo und Austin schwierig waren, steht eine Rückkehr zur GP17 nicht zur Diskussion. "Nein, darüber haben wir nicht gesprochen", hält Petrucci fest. "Für mich war die GP18 in Sepang, in Thailand und in Katar besser. Die GP18 ist konkurrenzfähig, aber in Austin haben wir vielleicht beim Set-up etwas falsch gemacht."

In der vergangenen Woche testeten die Ducati-Werksfahrer einen Tag in Mugello, bevor Testfahrer Michele Pirro die Arbeit mit der GP18 fortsetzte. In der WM hält Miller nach vier Rennen mit der GP17 den achten Platz, Rabat ist Zehnter. Nur Alvaro Bautista hat noch Mühe, sich mit diesem Motorrad zurecht zu finden und ist nur an der 15. Stelle zu finden. Karel Abraham und Xavier Simeon fahren mit der Ducati Jahrgang 2016.

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Rennserie MotoGP
Fahrer Danilo Petrucci, Jack Miller, Tito Rabat
Teams Pramac Racing
Urheber Gerald Dirnbeck
Artikelsorte News