Ducati in Silverstone: Bagnaia happy, Miller frustriert

Für Francesco Bagnaia markiert starkes Qualifying den vorläufigen Höhepunkt seines Silverstone-Wochenendes - Jack Miller schiebt großen Frust auf die Reifen

Ducati in Silverstone: Bagnaia happy, Miller frustriert

Zu Beginn des MotoGP-Wochenendes in Silverstone hatte Francesco Bagnaia nicht damit gerechnet, im Qualifying am Samstag mit seiner Werks-Ducati in die erste Startreihe zu fahren. Genau das aber ist ihm gelungen.

Auf die Zeit von Überraschungs-Polesetter Pol Espargaro (Honda) fehlten "Pecco" in Q2 mit seiner Zeit von 1:58.911 Minuten lediglich 0,022 Sekunden. Und den aktuellen WM-Spitzenreiter und Qualifying-Spezialisten Fabio Quartararo (Yamaha) hielt Bagnaia sogar knapp hinter sich.

"Ich freue mich sehr", bekennt Bagnaia und erklärt: "Das liegt vor allem daran, weil wir als Team an diesem Wochenende sehr gut arbeiten. Anfangs hatte ich ein paar Probleme, aber Session für Session sind uns Fortschritte gelungen. Im FT4 war ich sehr zufrieden mit meinem Bike und hatte viel Vertrauen. Ich denke, für das Rennen sollten wir gut aufgestellt sein, auch wenn Fabio ein bisschen schneller war."

 

In Anspielung darauf, dass in der Endphase des Qualifyings zunächst Jorge Martin mit vermeintlichem neuem Streckenrekord von 1:58.008 Minuten als Polesetter geführt wurde, dann aber die Runde aberkannt bekommen hat, bemerkt Bagnaia: "Als ich diese Zeit gesehen habe, war ich ein bisschen enttäuscht. Es war mir aber eigentlich klar, dass es unmöglich war, eine solche Zeit zu fahren. Und letzten Endes wurde sie ja auch gestrichen."

"Hier aus der ersten Reihe zu starten, ist richtig gut für uns", unterstreicht Bagnaia seine Zufriedenheit am Samstag und macht seinen Optimismus für das 20-Runden-Rennen am Sonntag nochmals deutlich, indem er sagt: "Ich mag die Strecke wirklich, hatte hier aber immer ein bisschen Probleme. Umso mehr freut es mich, dass ich in diesem Jahr stark und konkurrenzfähig bin. Ich glaube, für uns ist ein richtig gutes Rennen möglich."

Miller schimpft nach Startplatz sieben auf die Reifen

Während Bagnaia nur knapp die Pole verpasst hat, lief es für Ducati-Teamkollege Jack Miller im Qualifying überhaupt nicht nach Plan. Der Australier qualifizierte sich mit einer knappen halben Sekunde Rückstand auf Polesetter Pol Espargaro und somit ebenfalls fast einer halben Sekunde Rückstand auf Bagnaia nur für den siebten Startplatz.

Jack Miller

Jack Miller war im Qualifying langsamer als im dritten Freien Training

Foto: Motorsport Images

"Wenn du mit einem gebrauchten Reifen eine Rundenzeit fährst, die genauso schnell ist wie es mit einem frischen Reifen im FT3 der Fall war, und du dich dann im Qualifying auch mit zwei frischen Reifen nicht verbessern kannst, dann ist das natürlich zäh", drückt sich Miller zunächst noch gemäßigt aus. Wenig später aber legt er nach.

"Das kotzt dich einfach an. Ich hatte zwei frische Reifen. Tatsache ist aber, dass die nicht so gut funktioniert haben wie der andere", echauffiert sich Miller und meint mit "der andere" jenen frischen Reifen, den er am Vormittag drauf hatte, als er im dritten Freien Training Bestzeit fuhr. Seine dabei erzielte Rundenzeit lautete 1:59.288 Minuten. In Q2 am Nachmittag kam er nicht über eine 1:59.368 hinaus.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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