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Ducati: Rea-Crewchief kann Doviziosos Frust "zu 100 Prozent nachvollziehen"

Exklusiver Kommentar: Laut Kawasaki-Crewchief Pere Riba vernachlässigt Ducati die Aussagen der Fahrer und ordnet diese den Datenaufzeichnungen unter

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Ducati: Rea-Crewchief kann Doviziosos Frust "zu 100 Prozent nachvollziehen"

Bereits in der MotoGP-Saison 2019 deutete sich an, dass Andrea Dovizioso mit der Entwicklung bei Ducati unzufrieden ist. Der Italiener wurde nicht müde, immer wieder das Kurvenverhalten der Desmosedici als große Schwäche anzuprangern.

Ducati-Corse-Chef Luigi Dall'Igna verfolgte bei der Entwicklung offensichtlich einen anderen Weg und konzentrierte sich auf die Datenaufzeichnungen und weniger auf die Aussagen seines Topfahrers. In der Saison 2020 ging die Zusammenarbeit von "Dovi" und Ducati zu Ende.

Pere Riba, der Crewchief von Superbike-Rekord-Weltmeister Jonathan Rea, kann sich gut in die Lage von Dovizioso versetzen. Riba war vor seiner Karriere als Kawasaki-Crewchief selbst Fahrer und kann gut nachvollziehen, mit welchen Problemen Dovizioso am Ende seiner Ducati-Zeit zu kämpfen hatte.

Jonathan Rea

Erfolgsduo: Pere Riba feierte mit Jonathan Rea sechs WSBK-Titel in Folge

Foto: LAT

"Ich kann es zu 100 Prozent nachvollziehen", stellt Riba im Gespräch mit 'Motorsport.com' klar. "'Dovi' war in den Jahren zuvor immer ziemlich gut. Doch 2020 ging es hoch und runter. Das ist ein Desaster. Er kämpfte gegen Ducati und versuchte, ihnen mitzuteilen, dass er kein Gefühl aufbauen kann."

Laut Riba hat Ducati einen Fehler gemacht, indem man nicht auf die Aussagen des Fahrers hörte und sich stattdessen auf die Datenaufzeichnungen konzentrierte. "Man muss verstehen, wie man ihm in dieser Situation helfen kann. Es geht nicht immer nur um die Daten", kommentiert Riba.

Schlussendlich war Doviziosos Selbstvertrauen angekratzt, vermutet Riba. Anstatt mit Ducati um den ersten WM-Titel seit Casey Stoners Erfolg in der MotoGP-Saison 2007 zu kämpfen, fuhr Dovizioso bei vielen Rennen nur im Mittelfeld.

"Wenn ein Fahrer ein großes Selbstbewusstsein hat, dann ist es sehr schwierig, ihn aufzuhalten", erklärt der Spanier und betont: "In meinen Augen ist 'Dovi' ein Spitzenfahrer."

Aktuell arbeitet Dovizioso an seinem MotoGP-Comeback 2022 (mehr Infos). Für die Saison 2021 erhielt der dreimalige Vize-Weltmeister kein gutes Angebot. Testfahrer-Jobs lehnte der Italiener ab. Dovizioso plant, in der Saison 2021 semiprofessionelle Motocross-Rennen zu bestreiten.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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