Ducati: Schneller als 2017 aber ohne Chance auf den WM-Titel?

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Ducati: Schneller als 2017 aber ohne Chance auf den WM-Titel?
Ruben Zimmermann
Autor: Ruben Zimmermann
Co-Autor: Maria Reyer
07.08.2018, 13:23

Andrea Dovizioso betont, dass die Ducati Desmosedici GP18 schneller sei als das Vorgängermodell - In der WM hat man den Anschluss trotzdem längst verloren

1. Andrea Dovizioso, Ducati Team
2. Jorge Lorenzo, Ducati Team
Andrea Dovizioso, Ducati Team
Andrea Dovizioso, Ducati Team
Jorge Lorenzo, Ducati Team
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1. Andrea Dovizioso, Ducati Team, 2. Jorge Lorenzo, Ducati Team

Durchatmen bei Andrea Dovizioso: In Brünn feierte der Italiener seinen ersten Sieg seit dem Auftakt der MotoGP-Saison 2018 in Katar. Der Vize-Champion von 2017, der seitdem unter anderem drei Stürze in vier Rennen verkraften musste, präsentierte sich am Wochenende in Tschechien so stark wie lange nicht mehr. In der WM liegt er aber weiterhin 68 Punkte hinter Spitzenreiter Marc Marquez.

Zu viele Punkte hat Dovizioso bei seinen Stürzen in Jerez, Le Mans und Barcelona auf den Spanier bereits verloren. "Wir sind auf allen Strecken schneller als im vergangenen Jahr", betont "Dovi" nach seinem Sieg in Brünn. Das Wochenende in Tschechien sieht er als "Bestätigung" dafür. Doch weder er noch Teamkollege Jorge Lorenzo waren in dieser Saison konstant genug, um den Anschluss an Marquez in der WM zu halten.

Lorenzo, der in diesem Jahr ebenfalls bereits zwei Siege auf dem Konto hat und in Brünn Zweiter wurde, liegt sogar schon 76 Zähler hinter seinem nächstjährigen Teamkollegen. "Ich denke, Marc ist in diesem Jahr schon etwas weit weg", gesteht der zukünftige Ducati-Werkspilot Danilo Petrucci bei 'ServusTV' und erklärt: "Er hat das ganz gut im Griff und kann die Rennen kontrolliert angehen."

So war der WM-Leader mit Rang drei in Brünn auch nicht unglücklich, weil er dadurch seinen Vorsprung auf den zweitplatzierten Valentino Rossi weiter ausbauen konnte. Rossi, der nur Vierter wurde, liegt nun 49 Punkte hinter Marquez - das sind umgerechnet zwei Rennsiege. Realistisch gesehen ist der amtierende Weltmeister in diesem Jahr wohl nur noch durch eine Verletzung zu stoppen.

Denn bereits neun Rennen vor Schluss ist Marquez der einzige Fahrer, der 2018 noch aus eigener Kraft Weltmeister werden kann. Selbst wenn Rossi ab jetzt jedes Rennen gewinnen sollte, würden Marquez neun zweite Plätze reichen, um sich den Titel zu sichern. "Wir sind hier, um die Meisterschaft zu gewinnen. Daher geben wir natürlich nicht auf. Aber gegen Marc wird es sehr schwierig werden", gesteht der "Doctor".

Noch einmal schlechter ist die Ausgangsposition der beiden Ducati-Werkspiloten. Die sind zwar auch beim kommenden Rennen in Spielberg wieder in der Favoritenrolle, doch im vergangenen Jahr war Marquez bereits ganz dicht an Sieger Dovizioso dran. "Im ersten Jahr war ich recht schnell, im zweiten ganz nah dran. Jetzt, im dritten Jahr, will ich die Revanche", kündigt er an.

"Ich will gewinnen. Aber das wird schwierig. Normalerweise ist Ducati aufgrund der Streckencharakteristik richtig stark in Spielberg. Aber dennoch werde ich positiv herangehen, alles versuchen. Ich hoffe, dass ich vorne mitkämpfen kann", so Marquez. Und sollte das nicht klappen, würde er sich im Zweifelsfalls wohl - wie in Brünn - auch mit einem dritten Platz begnügen. Er kann es sich aktuell leisten.

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