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Ducati-Sportdirektor Ciabatti: "Es gab angespannte Momente"

Die Kritik von Andrea Dovizioso wegen zu geringer Fortschritte hatte bei Ducati für Spannungen gesorgt - Laut Paolo Ciabatti ist die Atmosphäre wieder in Ordnung

Ducati-Sportdirektor Ciabatti: "Es gab angespannte Momente"

Ducati wird auch in der MotoGP-Saison 2019 nicht Fahrerweltmeister, wobei Chancen bestehen, die Teamwertung zu gewinnen. Bei fünf noch ausstehenden Rennen hat das italienische Werksteam 24 WM-Punkte Vorsprung auf Honda. In der Fahrerwertung ist der Rückstand im Vergleich zu den vergangenen Jahren größer geworden.

2017 kämpfte Andrea Dovizioso bis zum Finale gegen Marc Marquez um den Titel. Im vergangenen Jahr betrug "Dovis" Rückstand auf Marquez nach Aragon 72 WM-Punkte. Aktuell liegt der Italiener 98 Zähler zurück. 2017 gewann Dovizioso sechs Rennen und im Vorjahr nur noch vier. Dazu kamen 2018 drei Siege von Jorge Lorenzo. In der laufenden Saison hat Dovizioso zweimal gewonnen und Danilo Petrucci einmal.

Schon im Sommer äußerte Dovizioso kritische Worte, dass Ducati bei der Weiterentwicklung keine entscheidenden Fortschritte geschafft hat. Untersteuern ist in den Kurven immer noch ein großes Thema. Der Rückstand auf die Kombination Marquez/Honda ist insgesamt größer geworden, während Yamaha und Suzuki Fortschritte gemacht haben.

Marquez erinnert Ciabatti an Stoner

Vor allem im Sommer soll die Atmosphäre in der Ducati-Box nicht die Beste gewesen sein, als es im Hintergrund zur Posse rund um eine Rückholaktion von Jorge Lorenzo gegeben hat. "Ich streite nicht ab, dass es angespannte Momente gegeben hat", wird Sportdirektor Paolo Ciabatti von 'GPOne.com' zitiert. "Aber das ist erledigt. Wie in jeder guten Familie gibt es manchmal Meinungsverschiedenheiten, aber intelligente und professionelle Leute können das lösen."

Paolo Ciabatti

Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti erlebte nicht die beste Saison

Foto: LAT

"Das Ziel von Ducati ist es, in jedem Rennen um das Podium zu kämpfen. Das gilt auch für 'Dovi'", so Ciabatti. Aber um Marquez in dessen gegenwärtiger Form besiegen zu können, reichen Podestplätze alleine nicht aus. "Um den Titel gegen Marquez zu gewinnen, der entweder das Rennen gewinnt oder Zweiter wird, muss man auf diesem Level sein. Marc erinnert mich an Stoner, aber er hat weniger Schwächen. Wir müssen mit äußerster Hingabe arbeiten und mehr machen."

"Das perfekte Motorrad existiert nicht. Momentan müssen alle mit einem Fahrer umgehen, der ein komplett anderes Level zeigt", sagt Ciabatti über Marquez. "Er ist auf allen Strecken und bei allen Bedingungen konkurrenzfähig. Man muss sich nur die Performance der anderen Honda-Fahrer ansehen, um zu verstehen, dass Marquez den Unterschied ausmacht." Gäbe es Marquez nicht, könnte Dovizioso theoretisch in diesem Jahr zum dritten Mal Weltmeister werden.

Im nächsten Jahr stockt Ducati auf, denn neben Dovizioso, Petrucci und Jack Miller wird auch Francesco Bagnaia eine aktuelle GP20 haben. "Wenn Miller und Bagnaia konkurrenzfähig sind, können sie strategische Elemente für die Weltmeisterschaft sein", denkt Ciabatti an ein Szenario, um gegen Marquez zu kämpfen. "Je mehr Fahrer wir in Toppositionen haben, desto größer ist die Chance, Marquez stören zu können."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Gerald Dirnbeck