Ducati stolz auf die eigene Stärke: "Mit mehreren Fahrern konkurrenzfähig"

Mit 24 Podestplätzen war 2021 ein erfolgreiches Jahr für Ducati - Gigi Dall'Igna ist stolz darauf, dass die Desmosedici mit mehreren Fahrern konkurrenzfähig ist

Ducati stolz auf die eigene Stärke: "Mit mehreren Fahrern konkurrenzfähig"

2021 war eines der besten MotoGP-Jahre für Ducati. Drei Fahrer gewannen sieben Rennen. Insgesamt wurden 24 Podestplätze gesammelt. Höhepunkt war das Saisonfinale in Valencia, wo erstmals in der Geschichte drei Ducati-Fahrer auf dem Podium standen. Ducati hat die Konstrukteurswertung und die Teamwertung gewonnen.

"Ich bin sehr zufrieden mit unserer Arbeit in all diesen Jahren", sagt Motorsportchef Gigi Dall'Igna. "Als ich gekommen bin, war Ducati nicht so konkurrenzfähig, aber Jahr für Jahr haben wir unsere Performance verbessert. Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen in diesem Jahr."

"In Valencia haben wir das komplette Podest belegt. Das heißt, das unser Motorrad mit verschiedenen Fahrstilen funktioniert. Wir haben das finale Ziel noch nicht erreicht, aber wir sind sehr zufrieden mit unserer Technologie."

Trotz der Erfolge hat es Ducati wieder nicht geschafft, die Fahrer-WM zu gewinnen. Der WM-Titel 2007 mit Casey Stoner bleibt der einzige Erfolg. Francesco Bagnaia hatte in der Endabrechnung 26 WM-Punkte Rückstand auf Yamaha-Speerspitze Fabio Quartararo.

"Es ist schwierig, nach so einer Saison etwas zu bedauern, denn es war eines der besten Jahre in Ducatis Geschichte", meint Dall'Igna. "Ich kann aber nicht sagen, dass ich es endlich geschafft habe. Das kann ich erst sagen, wenn wir unser Ziel erreicht haben."

Gigi Dall'Igna

General Manager Gigi Dall'Igna ist stolz auf die Fortschritte seines Teams

Foto: LAT

"Das haben wir in diesem Jahr nicht geschafft. Trotzdem bleibt für mich die Tatsache, dass ich zur Entwicklung eines Fahrers beigetragen habe, der in den kommenden Jahren eine führende Rolle übernehmen kann", spricht der Italiener Bagnaia an.

"Ich habe ein Paket aus Motorrad und Fahrer zusammengestellt, das ein Rolle spielen kann. 'Pecco' ist ein Fahrer, der sich von Jahr zu Jahr verbessert hat. Wen man glaubt, dass er ein hohes Level erreicht hat, macht er den nächsten Schritt. Er hat mich am meisten überrascht."

Zum Gewinn der Marken-WM haben Bagnaia, Jack Miller, Johann Zarco, Jorge Martin und Enea Bastianini beigetragen. Ducati ist breit aufgestellt. Im Gegensatz zu Honda und Yamaha haben die Italiener mehrere konkurrenzfähige Fahrer.

"Wir haben auch schon in der Vergangenheit mit mehreren Fahrern gewonnen", hält Dall'Igna fest. "Wir haben mit Lorenzo, mit Petrucci, mit Iannone gewonnen. Auch andere Fahrer waren mit unserem Motorrad gut unterwegs, zum Beispiel Bautista."

"Es ist nicht so, dass wir erst in diesem Jahr das Licht angeknipst haben. Ein langer Prozess hat uns dorthin gebracht. Es spricht für das Motorrad, das zu vielen Strecken und Fahrern passt. Es war unser Ziel, dass wir ein Motorrad bauen, das nicht nur einem Fahrer passt."

Turning-Schwäche weitgehend ausgemerzt

In den vergangenen Jahren war das Kurvenverhalten, das Umlenken am Scheitelpunkt die große Schwäche der Desmosedici. Mit Siegen auf Strecken wie Jerez und Valencia hat Ducati gezeigt, dass man diesen Aspekt verbessert hat.

Francesco Bagnaia, Jorge Martin, Jack Miller

In Valencia standen erstmals drei Ducati-Fahrer auf dem Podest

Foto: Motorsport Images

"Wir haben in dieser Saison gute Performance gesehen, aber in anderen Bereichen nicht", sagt Dall'Igna selbstkritisch. "Zum Beispiel am Eingang von schnellen Kurven wie in Assen und Katar. Dort wollen wir unser Motorrad verbessern."

"Es ist nicht nur eine Sache. Viele Dinge haben uns geholfen, das Turning zu verbessern. Wie gesagt, ich bin noch nicht ganz zufrieden und will das weiter verbessern, denn auf manchen Strecken hatten wir am Kurveneingang Probleme. Das wollen wir lösen."

Ducati hat an vielen Aspekten gearbeitet, um das Handling zu verbessern. Es gab nicht die eine Universallösung: "Schritt für Schritt haben wir das Motorrad jedes Jahr verbessert. Vielleicht haben wir in diesem Jahr den größten Schritt gemacht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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