Ducati-Teammanager mahnt: Was Bagnaia noch besser machen muss

Teammanager Davide Tardozzi spricht die fünf Ausfälle von Francesco Bagnaia an - Inklusive der Sprintrennen wird Konstanz sehr wichtig werden

Ducati-Teammanager mahnt: Was Bagnaia noch besser machen muss
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Francesco Bagnaia hat 2022 die größte Aufholjagd in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft gezeigt. Trotz fünf Ausfällen eroberte der Ducati-Fahrer noch den WM-Titel. Über viele Jahre galt Konstanz als Schlüssel für den Erfolg.

Da des Feld derart konkurrenzfähig geworden und die Abstände minimal sind, ist es selbst für einen WM-Anwärter an einem schwierigen Wochenende fast unmöglich geworden, es noch auf das Podest oder in die Top 5 zu schaffen.

Vizeweltmeister Fabio Quartararo schaffte es in vier Rennen nicht in die WM-Punkteränge. Auch Enea Bastianini ging als WM-Dritter in vier Grands Prix leer aus. Die Top 3 der WM hatten somit bei rund einem Viertel der Rennen kein zählbares Ergebnis.

Ducati-Teammanager Davide Tardozzi mahnt trotzdem die Konstanz ein. Vor allem mit Blick auf die Einführung der Sprintrennen am Samstag, wo die Hälfte der WM-Punkte des Grand Prix vergeben werden. Das kann in der WM eine entscheidende Rolle spielen.

"Es wird mit 42 Rennen ein hartes Jahr", betont Tardozzi bei 'MotoGP.com'. "Wieder die Weltmeisterschaft zu gewinnen, wird nicht einfach. Unsere Gegner sind stark. 'Pecco' muss sich noch in einigen Bereichen verbessern, um perfekt zu sein."

"Er ist einige perfekte Rennen gefahren, aber in anderen hat er Fehler gemacht. Diese muss er abstellen." Bereits in der Sommerpause hat Bagnaia seine Fehler genau analysiert. In der zweiten Saisonhälfte hatte er nur noch in Motegi durch Sturz einen Ausfall.

Bei diesem Japan-Rennen befand sich Bagnaia direkt hinter seinem WM-Gegner Quartararo auf Platz neun. In der letzten Runde wollte er den Franzosen noch angreifen und stürzte. Laut Tardozzi hätte Bagnaia diesen neunten Platz mitnehmen sollen.

Francesco Bagnaia

Die Wahl der Startnummer 1 hält Davide Tardozzi für die richtige Entscheidung

Foto: Ducati

"Manchmal muss er mit einer Platzierung zufrieden sein, die nicht die Nummer 1 ist", sagt der Ex-Rennfahrer. "Um 2023 Weltmeister zu sein, braucht man auch Plätze außerhalb der Top 3. 42 Rennen sind sehr schwierig. Es wird sehr wichtig sein, immer WM-Punkte zu sammeln."

Bagnaia hätte sich gewünscht, dass sein Mentor Valentino Rossi nach dessen Karriereende öfter an der Rennstrecke präsent sein würde. Dann hätte er Bagnaia beobachten und ihm Tipps geben können. Aber Rossi verfolgt seine eigene Karriere im Automobilrennsport.

Die Motorrad-Legende besuchte im Vorjahr nur wenige MotoGP-Rennen. In der Regel hielten Bagnaia und Rossi an einem Rennwochenende über das Telefon Kontakt. Beim wichtigen Finale in Valencia war Rossi vor Ort, um Bagnaia auch mental zu unterstützen.

Mit Erfolg, denn erstmals seit Rossi im Jahr 2009 letztmals Weltmeister war, stammte der Titelträger wieder aus Italien. Und erstmals seit dem Jahr 2012 wird das Motorrad des Weltmeisters wieder die Startnummer 1 zieren.

"Er hat sich das verdient", lobt Tardozzi. "Wenn man Weltmeister ist, dann muss man meiner Meinung nach die Startnummer 1 tragen. Er hat die richtige Entscheidung getroffen." Zum zweiten Mal nach Casey Stoner im Jahr 2008 prangt die Nummer 1 auf der Ducati.

Mit Bildmaterial von Ducati.

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