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MotoGP Sepang

"Einfach nur verblüffend": Andrea Iannone staunt beim MotoGP-Comeback

In seiner ersten MotoGP-Session nach fünf Jahren Pause fährt Andrea Iannone direkt in die Top 10 und ist vom Handling der Ducati GP23 absolut beeindruckt

"Einfach nur verblüffend": Andrea Iannone staunt beim MotoGP-Comeback

Andrea Iannone in Sepang auf der Ducati GP23 des VR46-Teams

Foto: LAT Images

Das MotoGP-Comeback von Andrea Iannone nach fünf Jahren Pause ließ sich gut an. Als Ersatz für Fabio Di Giannantonio im VR46-Team von Valentino Rossi klassierte sich Iannone am Freitag in Sepang (Malaysia) im ersten Freien Training am Vormittag direkt in den Top 10. Auf P9 sorgte der mittlerweile 35-Jährige für Aufsehen, ließ er doch mehr als die Hälfte des Feldes der MotoGP-Stammpiloten hinter sich.

Im Nachmittagstraining rutschte Iannone dann auf P21 im Klassement ab, wenngleich er seine Rundenzeit im Vergleich zum Vormittag um eine ganze Sekunde steigerte. Das bislang letzte MotoGP-Wochenende von Iannone war das Saisonfinale 2019 in Valencia. Anschließend musste er seine vierjährige Dopingsperre absitzen. Im aktuellen Jahr 2024 war er auf Vollzeitbasis in der Superbike-WM am Start und hat dort Ende September im MotorLand Aragon einen Sieg errungen.

Auch für 2025 ist Iannone in der Superbike-WM im Ducati-Kundenteam GoEleven gesetzt. Für das nun laufende MotoGP-Wochenende in Sepang wurde er von VR46-Ducati-Teambesitzer Valentino Rossi persönlich gebeten, für Stammpilot Fabio Di Giannantonio einzuspringen, weil sich "Diggia" an diesem Wochenende planmäßig in Italien an der linken Schulter operieren lässt.

"Ich bin wirklich happy", so Iannones erster Satz nach den beiden Freitagstrainings in Sepang. "Das Motorrad ist beeindruckend. Es ist einfach etwas ganz anderes, wirklich unglaublich", schwärmt der Italiener, der einst beim Grand Prix von Österreich 2016 in Spielberg für Ducati eine sechsjährige Phase ohne MotoGP-Sieg beendete.

Andrea Iannone

In fünf Jahren, die Iannone kein MotoGP-Bike fuhr, hat sich viel verändert

Foto: Motorsport Images

Seinen Rückstand von 1,9 Sekunden, den er am Freitag in Sepang sowohl vormittags als auch nachmittags auf Ducati-Werkspilot Francesco Bagnaia aufwies, bezeichnet Iannone als "nicht so schlecht". Nachgefragt, was die Ducati Desmosedici GP23, wie sie ihm VR46-Team zum Einsatz kommt, am stärksten unterscheidet von den MotoGP-Bikes, wie er sie bis 2019 pilotierte, antwortet Iannone: "Bremspunkt, Kurveneingang, Kurvengeschwindigkeit sind die größten Unterschiede."

"Es ist einfach nur unglaublich und es ist wirklich schwierig, überhaupt an das Limit zu kommen, weil das Limit so weit oben angesiedelt ist. Ich glaube nicht, dass ich es 25 Runden lang überhaupt erreicht habe. Ich habe einfach von Runde zu Runde immer noch mehr probiert und trotzdem habe ich das Limit noch nicht gespürt", staunt der MotoGP-Rückkehrer.

Für sein Comeback wurde Iannone ins kalte Wasser geworfen, weil er im Vorfeld keinerlei Testmöglichkeit hatte. "Es ist einfach nur verblüffend", kommt er aus dem Schwärmen über die moderne MotoGP-Ducati gar nicht mehr heraus und unterstreicht: "Ich bin wirklich happy."

Beim direkten Vergleich mit der Ducati Panigale V4R, wie er sie in der Superbike-WM fährt, ist Iannone aufgefallen, dass die körperliche Belastung auf der GP23 "einzig beim Bremsen" viel extremer ist. "Insgesamt liegt das Motorrad viel ruhiger. Es verhält sich beim Fahren nicht so nervös, weil es viel mehr Stabilität gibt. Das hat zur Folge, dass die Kurveneingänge viel einfacher von der Hand gehen. Es ist einzig das Bremsen, dass dich regelrecht zerstört, wenn du nicht wirklich extrem fit bist."

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