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MotoGP Barcelona-Test

Enea Bastianini will Qualifying-Strategie ab Silverstone umstellen

Weil die Zahlen auf der Hand liegen, plant Ducati-Pilot Enea Bastianini für zweiten Teil der MotoGP-Saison 2024 die Rückkehr zur Qualifying-Strategie vom Saisonbeginn

Enea Bastianini will Qualifying-Strategie ab Silverstone umstellen

In puncto Rennergebnissen läuft es für MotoGP-Pilot Enea Bastianini in seiner zweiten und letzten Saison im Ducati-Werksteam besser als in seiner ersten. Nach neun von 20 Rennwochenenden der Saison 2024, die er alle neun komplett bestritten hat, belegt der Italiener den vierten Platz der WM-Tabelle.

Auf das Podium ist Bastianini in dieser Saison bislang viermal gefahren - Portimao, Austin, Mugello, Assen - wenngleich er noch nicht gewonnen hat. Hinzu kommen für ihn noch zwei vierte und zwei fünfte Plätze. Das heißt: Mit einer einzigen Ausnahme (Barcelona) ist "Bestia" im bisherigen Saisonverlauf an den Sonntagen immer in den Top 5 ins Ziel gekommen.

Trotzdem glaubt er, dass noch mehr drin gewesen wäre. Zum Vergleich: Teamkollege Francesco Bagnaia hat sechs der neun bisherigen Grands Prix 2024 gewonnen, davon zuletzt vier hintereinander. Dass Bastianini kurz vor Halbzeit der Saison fast 70 weniger als Bagnaia auf dem Konto hat, das führt er auf seine Qualifyings zurück.

Mit zweimal Startreihe 1, darunter die Pole in Portimao, begann Bastianini die Saison 2024 auch im Qualifying stark. Seither aber hat er es zweimal in Startreihe 2 geschafft, mehr nicht. Startpositionen in der dritten oder sogar vierten Reihe, womit er sich die Rennen selber schwer macht, waren zuletzt eher die Regel als die Ausnahme.

"Ich war in den Qualifyings in dieser Saison nicht sehr konstant", legt Bastianini den Finger in die Wunde und erklärt: "Immer dann, wenn ich anderen Fahrern gefolgt bin, um noch ein bisschen mehr herauszuholen, war das Ergebnis im Endeffekt schlechter."

Maverick Vinales, Enea Bastianini

Auf Windschatten - hier hinter dem künftigen Teamkollegen Vinales - will "Bestia" verzichten

Foto: Motorsport Images

Für den zweiten Teil der Saison, beginnend mit Silverstone am ersten August-Wochenende, will Bastianini seine Qualifying-Strategie umstellen, indem er möglichst auf Windschattenfahren verzichtet: "Ich glaube, dass es in Zukunft besser ist, wenn ich alleine fahre. Auf diese Weise ist mir beispielsweise auch die Pole in Portimao gelungen."

Denn eines weiß der Ducati-Werkspilot im zweiten und letzten Jahr genau: "Wenn du um den Sieg mitfahren willst, dann musst du aus der ersten, maximal aus der zweiten, Reihe starten. Darin liegt momentan einfach der Schlüssel."

Für die MotoGP-Saisons 2025 und 2026 wird Bastianini im Ducati-Werksteam durch Marc Marquez abgelöst. Der Crewchief bleibt dabei der gleiche wie bisher: Marco Rigamonti, der einst bei Pramac-Ducati für Johann Zarco zuständig war und der seit 2023 im Werksteam mit Bastianini arbeitet, wird ab 2025 der Crewchief für Marc Marquez sein.

Bastianinis eigene Zukunft ist ebenfalls geklärt. Der Italiener hat für 2025/26 bei Tech3-KTM unterschrieben und wird dort Teamkollege von Maverick Vinales, der von Aprilia kommt. Wie das Crewchief-Aufgebot im zweiten KTM-Team aussehen wird, das wurde noch nicht verlautbart.
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