Erhält Joan Mir einen neuen MotoGP-Platz? Er kündigt "Neuigkeiten" an
Kein Angebot von Honda, aber Kontakt zu anderen Teams - Joan Mir deutet an, dass sich seine Situation seit dem Spanien-GP entscheidend verändert hat
Joan Mir ist zuversichtlich, dass er auch 2027 MotoGP fährt
Foto: Getty Getty
Über die MotoGP-Zukunft der beiden aktuellen Honda-Fahrer Luca Marini und Joan Mir sind noch keine Details bekannt. Beide erhielten auch vor zwei Wochen beim Europa-Auftakt in Jerez kein Angebot von Honda. Beide betonten beim Grand Prix von Spanien, dass sie "beim Honda-Werksteam bleiben wollen".
Honda schlägt allerdings eine andere Richtung ein. Vier Fahrer haben bereits einen Vertrag für 2027 unterschrieben. Das sind im Werksteam Fabio Quartararo und David Alonso, auch wenn ihre Verpflichtungen noch nicht offiziell gemacht wurden.
Diogo Moreira und Johann Zarco haben bereits im vergangenen Jahr von Honda Verträge erhalten, die auch 2027 gelten. Honda hat auf Moreira zudem eine Option für 2028, weshalb der Brasilianer immer von einem Dreijahresvertrag spricht.
Ob Honda mit Tech3 ein zweites Satellitenteam haben wird, ist noch nicht entschieden. Jedenfalls steht Ex-Weltmeister Mir auch mit anderen Teams in Kontakt. Seit Jerez soll sich für ihn eine MotoGP-Zukunft ergeben haben.
"Ich befinde mich in einer Position, in der ich das tun werde, was mein Herz mir sagt", sagt Mir gegenüber Motorsport.com Frankreich, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.
"Ich werde meinen Gefühlen treu bleiben. Ich bleibe dem treu, was ich wirklich will. Das ist das Einzige, was ich sagen kann. Aber wir werden es bald wissen." Mir hofft auf eine Entscheidung "so schnell wie möglich".
Vor allem aber auf eine Entscheidung, an der er keinen Zweifel haben wird: "Es ist wichtig, dass die Entscheidung, die ich treffe, wirklich die ist, die ich will. Das ist wichtig."
"Wenn man etwas jünger ist, kann man Situationen akzeptieren, die man wahrscheinlich nicht will, und sagt sich, dass man das mit der Zeit in Ordnung bringen wird."
"Ich befinde mich jetzt nicht in dieser Situation", weiß der 28-Jährige. "Ich bin froh, weil die Entscheidung, die ich treffe, etwas sein wird, das ich wirklich will und das mich glücklich machen wird."
Der Mallorquiner erklärte in Le Mans außerdem in seiner Gesprächsrunde mit spanischen Journalisten, dass sich seine Situation in den vergangenen Tagen verändert habe. Er könne aber noch nichts verraten.
"Es gibt Neuigkeiten zu meiner Zukunft, aber es ist noch nichts beschlossen", so Mir. "Ich denke, alles entwickelt sich gut. Es sieht mehr danach aus, dass ich in der MotoGP weiterkämpfen werde."
Auf Nachfrage räumte Mir ein, dass er "nächstes Jahr wahrscheinlich noch hier kämpfen" werde. Er rechnet mit einem Verbleib in der Königsklasse, denn es gibt noch einige freie Plätze - namentlich bei KTM und Trackhouse.
Trackhouse-Aprilia-Teamchef Davide Brivio hatte vor zwei Wochen in Jerez erklärt, er sucht als Nachfolger von Ai Ogura, der zu Yamaha wechselt, einen erfahrenen Fahrer und keinen Rookie. Mir könnte Teamkollege von Raul Fernandez werden.
Als Raul Fernandez, der auch noch keinen neuen Vertrag in der Tasche hat, in Le Mans gefragt wurde, ob er sich zwei weitere Jahre bei Trackhouse vorstellen könnte, antwortete er: "Ja, warum nicht?"
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