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Erneute Freitagsbestzeit für Ducati: Bagnaia diesmal klar vor den Kollegen

Francesco Bagnaia sorgt auch in Jerez für eine Ducati-Bestzeit am Freitag, während seine Markenkollegen im direkten Vergleich noch Zeit verlieren

Erneute Freitagsbestzeit für Ducati: Bagnaia diesmal klar vor den Kollegen

Zum vierten Mal am vierten Rennwochenende der laufenden MotoGP-Saison 2021 wird die kombinierte Zeitenliste am Freitag von Ducati angeführt. Nach dem Double-Header in Katar, gefolgt von Portugal, funktioniert die Desmosedici GP21 auch an diesem Wochenende beim Grand Prix von Spanien in Jerez.

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Francesco Bagnaia war es, der im FT2 in Jerez mit 1:37.209 Minuten das Tempo vorgab. "Pecco" war diesmal allerdings der einzige, der im Ducati-Lager schon am Freitag richtig gut zurechtkam. Teamkollege Jack Miller wäre derzeit noch nicht für den direkten Q2-Einzug am Samstag gesetzt. Er wird nach den beiden Freitagstrainings auf P12 geführt. Drei Positionen weiter vorne und damit vorübergehend in der Q2-Gruppe dabei: Johann Zarco, der im Pramac-Team ebenfalls eine aktuelle GP21 fährt.

"Es ist schön zu sehen, dass wir auf dieser Strecke schnell sind", meint Bagnaia in erster Linie für sich selbst gesprochen. "Eigentlich ist das keine der Strecken, die unserem Bike besonders entgegen kommt. Ich persönlich kam aber schon in den vergangenen zwei Jahren richtig gut zurecht hier. Ich habe vor allem für das Vorderrad ein sehr gutes Gefühl und kann mich momentan nicht beschweren."

An seiner Zeitattacke, mit der er in der Schlussphase von FT2 letzten Endes 0,178 Sekunden schneller als Yamaha-Pilot Fabio Quartararo war, hatte Bagnaia "sehr viel Spaß", wie er sagt. Bezogen auf die Longrun-Pace aber sieht der Italiener "noch ein bisschen Arbeit, weil da insbesondere Morbidelli heute richtig stark war".

Miller sucht noch nach perfekter Abstimmung

Wie reagieren Bagnaias Ducati-Kollegen auf die Freitagsbestzeit des Italieners? "Er hat bei seiner Zeitattacke einfach einen rausgehauen", meint Teamkollege Miller und erklärt: "Wenn ich mir die Sektorzeiten anschaue, waren wir für nahezu die gesamte [FT2]-Session ganz ähnlich unterwegs. Am Schluss hat er dann eine richtig starke Runde zusammenbekommen."

Jack Miller

Jack Miller hatte sein Bike am Freitag noch nicht perfekt ausbalanciert

Foto: Motorsport Images

"Meinen Rückstand auf ihn habe ich mir hauptsächlich im vierten Sektor, konkret in den Kurven 11 und 12 eingefangen", verweist Miller auf die beiden schnellen Rechtskurven vor der abschließenden Links-Haarnadel. Mit Veränderungen an der Abstimmung aber glaubt der Australier noch etwas Rundenzeit finden zu können: "Wir probieren noch ein paar Dinge und brauchen einfach noch mehr Runden."

Zarco: Bagnaias Speed zeigt wahres Ducati-Potenzial

Pramac-Pilot Zarco gibt zu: "Den Speed von 'Pecco' habe ich momentan noch nicht." Zwar hätte der Franzose am Nachmittag mit dem weichen Reifen "noch zwei Zehntelsekunden schneller fahren können", hat das aber aus Gründen, die er nicht näher erläutert, nicht geschafft. Aber: "Ich freue mich, dass 'Pecco' so schnell ist. Denn das zeigt das echte Potenzial der Ducati", so Zarco.

Johann Zarco

Johann Zarco verliert in den engen Ecken, wie Kurve 13, Zeit auf Bagnaia

Foto: Motorsport Images

Nachgefragt, an welchen Stellen der Strecke er seine Zeit auf Bagnaia einbüßt, nennt Zarco die drei Haarnadelkurven: "Die Kurven 2, 6 und 13 sind es, wo ich am meisten verliere. In den schnellen Kurven komme ich hingegen gut zurecht. Das gibt mir Zuversicht für das Rennen. An den langsamen Kurven muss ich aber noch arbeiten."

Die zweite Pramac-Ducati wird an diesem Wochenende von Tito Rabat pilotiert. Der Routinier, der für die MotoGP-Saison 2021 eigentlich kein Bike mehr bekommen hatte, springt als Vertretung für den verletzten Rookie Jorge Martin ein. An seinem ersten Tag auf der GP21 klassierte sich Rabat mit 1,8 Sekunden Rückstand auf die Spitze als 23. und damit Letzter. Am Nachmittag hatte er in Kurve 13 einen Sturz, bei dem er unverletzt geblieben ist.

Die Pramac-Ducati von Tito Rabat nach Sturz in Kurve 13

Die Pramac-Ducati von Tito Rabat nach Sturz in Kurve 13

Foto: Motorsport Images

Weiterer Co-Autor: Mark Bremer, Guillaume Navarro. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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