Erste Saison ohne Concessions für KTM: Hat sich das bisher bemerkbar gemacht?

Zum ersten Mal bestreitet KTM eine Saison ohne Vorteile im Reglement - Miguel Oliveira sieht keinen Unterschied und lobt die Arbeit vom Testteam mit Pedrosa

Erste Saison ohne Concessions für KTM: Hat sich das bisher bemerkbar gemacht?

Dank der Erfolge in der MotoGP-Saison 2020 (drei Siege, fünf dritte Plätze) hat KTM den Status als "Concession-Team" verloren. Das bedeutet, dass in diesem Jahr nur noch sieben statt neun Motoren verwendet werden dürfen. Die Motorspezifikation ist zudem eingefroren.

Außerdem dürfen die Stammfahrer weniger testen. Wildcards sind auch auf drei beschränkt. Nur noch Aprilia kommt in den Vorteil dieser Ausnahmen. KTM ist mit Yamaha, Honda, Suzuki und Ducati gleichgestellt.

Der Schritt vom "Concession-Team" zu einem normalen Team war im Hintergrund von der Organisation und der langfristigen Planung ein großer. Vergangenen Winter hat KTM beim Motor das Augenmerk auf die Standfestigkeit gelegt.

Hat sich in der ersten Saisonhälfte in der Praxis etwas verändert? "Eigentlich nicht", findet Oliveira, der in Barcelona den einzigen Saisonsieg für KTM erobert hat. Der Portugiese nennt einen wichtigen Faktor im Gesamtprojekt: "Das Testteam hat sehr intensiv gearbeitet."

Miguel Oliveira

In Barcelona eroberte der Portugiese den bisher einzigen Saisonsieg von KTM

Foto: Motorsport Images

"Zu unserem Glück ist Dani [Pedrosa] fit, gesund und in sehr guter Form. Er kann viele Testtage absolvieren. Ganz am Anfang hatten wir vielleicht nicht das beste Testteam. Seit einigen Jahren hat KTM dieses Testteam mit Dani aufgebaut."

"Die Kommunikation basiert auf den Berichten der Grand-Prix-Wochenenden. Soweit funktioniert das sehr gut, es gibt keine Misskommunikation. Wir machen solide Fortschritte und können ausdrücken, was unserer Meinung nach das Motorrad braucht."

"Ich glaube, das ist ein Schlüssel für unsere Fortschritte", betont Oliveira. "Die Fabrik steht auch nie still und es gibt immer verschiedene Ideen. Das ist sehr gut, wenn man weiter Fortschritte machen will." Nach schwierigem Saisonstart schaffte KTM ab Mugello die Trendwende.

Brad Binder muss an sich selbst arbeiten

"Das ist eine der Stärken von KTM", lobt Brad Binder. "Zu Saisonbeginn waren wir in Katar nicht in der Position, in der wir sein wollten. Alle haben hart an Updates gearbeitet. Als sie gekommen sind, gab es sofort Ergebnisse. Ich bin sehr glücklich mit KTM."

Die Topresultate eroberte Oliveira. Seine jüngsten Platzierungen lauteten Zweiter in Mugello, Sieg in Barcelona, Zweiter auf dem Sachsenring, Fünfter in Assen. Binder hatte Mühe. Der Sachsenring und Assen waren für ihn mit dem MotoGP-Bike neue Strecken.

Brad Binder

Brad Binder konnte nicht ganz an den Speed seines Teamkollegen anknüpfen

Foto: Motorsport Images

Seit Mugello lauteten die Ergebnisse des Südafrikaners: Fünfter, Achter, Vierter und Zwölfter. "Ich habe persönlich von der ersten Saisonhälfte etwas mehr erwartet", sagt Binder offen. "Es ist klar, dass ich mehr lernen und meine Pace verbessern muss.

"Wenn mir das gelingt, werde ich auch stark sein, weil wir ein sehr gutes Paket haben. Es wird extrem hart gearbeitet. Wir werden über das Jahr stärker und stärker." In der WM muss KTM den verlorenen Boden der ersten Rennen aufholen.

Mit 71 Punkten Rückstand auf Yamaha-Speerspitze Fabio Quartararo ist Oliveira WM-Siebter. Binder folgt auf Rang neun. In der Herstellerwertung ist KTM Dritter. Der Rückstand auf Yamaha beträgt 70 Zähler. Bei den Teams hat sich das Werksteam auf Rang vier nach vor gearbeitet.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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