Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Warum Barcelona die MotoGP-Piloten zum Zusammenschluss zwingen könnte

MotoGP
Barcelona
Warum Barcelona die MotoGP-Piloten zum Zusammenschluss zwingen könnte

Kein Hype für Madrid? Kritische Stimmen für dem Formel-1-Debüt

Formel 1
Kein Hype für Madrid? Kritische Stimmen für dem Formel-1-Debüt

Nur ein Cadillac-Sticker? So profitiert das neue Team von GM

Formel 1
Nur ein Cadillac-Sticker? So profitiert das neue Team von GM

"Furchterregend": Zarco beschreibt Startunfall - OP noch nicht möglich

MotoGP
Barcelona
"Furchterregend": Zarco beschreibt Startunfall - OP noch nicht möglich

Nach Horror-Start: Wie Honda den Aston Martin retten will

Formel 1
Montreal
Nach Horror-Start: Wie Honda den Aston Martin retten will

Keine Chance für Kimi Antonelli? Experte warnt vor Monaco

Formel 1
Keine Chance für Kimi Antonelli? Experte warnt vor Monaco

F1 Academy: Susie Wolff über den harten Kampf hinter den Kulissen

Formel 1
F1 Academy: Susie Wolff über den harten Kampf hinter den Kulissen

Lotus 72: Fittipaldi schwärmt vom "besten Auto" seiner Karriere

Formel 1
Lotus 72: Fittipaldi schwärmt vom "besten Auto" seiner Karriere

Erster WM-Punkt für Toprak Razgatlioglu: Aber richtig glücklich ist er nicht

Erster WM-Punkt, beste Yamaha, trotzdem unzufrieden - Toprak Razgatlioglu zieht nach Austin ein nüchternes Fazit - Viel Lob gibt es dafür von Fabio Quartararo

Erster WM-Punkt für Toprak Razgatlioglu: Aber richtig glücklich ist er nicht

Toprak Razgatlioglu war in Austin der beste Yamaha-Fahrer

Foto: Getty Getty

Toprak Razgatlioglu hat seinen ersten Meilenstein in der MotoGP geschafft. Beim Grand Prix der USA in Austin sammelte der Türke als 15. seinen ersten WM-Punkt. Bemerkenswert an diesem Ergebnis war, dass Razgatlioglu damit auch bester Yamaha-Fahrer war. Pramac-Teamkollege Jack Miller und Ex-Weltmeister Fabio Quartararo kamen direkt hinter ihm ins Ziel.

Dabei hatte das Wochenende auf dem Circuit of The Americas, wo Razgatlioglu bereits im Jahr 2013 im Red Bull Rookies Cup gefahren war, alles andere als gut begonnen. Nach dem Freitagstraining war er verärgert, weil die Yamaha nicht richtig bremste.

"Ich mache in den Kurven 11 und 12 immer wieder denselben Fehler, weil das Motorrad dort nicht bremst. Ich weiß nicht warum. Wir versuchen zu verstehen, warum das Motorrad dort nicht bremst. In Kurve 12, nach der langen Geraden, blockiert der Vorderreifen beim Bremsen immer."

"Das ist sehr seltsam. Nur in diesen zwei Kurven. Wenn ich diese zwei Kurven in den Griff bekomme, wird die Rundenzeit deutlich besser. Ich wäre vielleicht in den Top 10 gelandet oder auf Position 11 - ich weiß es nicht. Aber ich bin sehr wütend auf das Motorrad."

Auf dem anspruchsvollen COTA wurde auch ein weiteres Defizit der neuen V4-Yamaha deutlich. "Auf der Geraden folge ich Aprilia", schildert Razgatlioglu und vergleicht: "Die machen 0,2, vielleicht 0,3 Sekunden Vorsprung. Unglaublich."

Im Qualifying landete der amtierende Superbike-Weltmeister auf Startplatz 17. Ihm fehlten nur zwei Zehntelsekunden auf Quartararo. Im Sprint kämpften die Yamaha-Fahrer wieder gegeneinander am Ende des Feldes.

Razgatlioglu musste mit technischem Defekt aufgeben. Laut Angaben des Pramac-Teams lag offenbar ein elektronisches Problem vor. Razgatlioglu meinte nach dem Sprint, dass er "versuche, die Motivation aufrechtzuerhalten".

Viel Lob von Fabio Quartararo

Schließlich gelang ihm im Grand Prix das Erfolgserlebnis. Bereits im Warm-up deutete Razgatlioglu mit Platz fünf seine gute Form an. Im Rennen hielt er Miller in Schach und konnte im letzten Rennviertel noch Quartararo überholen.

Der Franzose zeigt sich von Razgatlioglu beeindruckt: "Ja, wirklich! Und zwar nicht nur im Rennen, sondern das ganze Wochenende. Also ja, ich bin beeindruckt, und ich denke, das ist großartig für ihn. Die Art, wie er fährt und was er macht, ist gut."

Fabio Quartararo, Toprak Razgatlioglu

Die vier Yamaha-Fahrer am Ende des MotoGP-Feldes

Foto: Getty Images North America

Ist Quartararo etwas aufgefallen, als er hinter dem Superbike-Weltmeister fuhr? "Mein Problem war, dass meine Reifen in den letzten fünf Runden massiv nachgelassen haben und er etwas konstanter geblieben ist."

"Er ist wirklich flüssig gefahren, richtig in seinem Stil, wie man es aus der Superbike kennt: immer quer. Und ja, ich denke, ich war wirklich beeindruckt von seiner Leistung." Razgatlioglu bescherte damit auch dem Pramac-Team den ersten WM-Punkt des Jahres.

Routinier Miller musste sich dahinter anstellen. "Toprak macht einen fantastischen Job", lobt auch er den MotoGP-Neuling. "Ich sah, wie er und Fabio ein schönes Duell hatten, und ja, ich hoffte, dass sie sich vielleicht gegenseitig aufhalten würden - aber er hat das ziemlich gut gemanagt."

Razgatlioglu selbst ist weniger glücklich

Razgatlioglu selbst wollte nach seinem ersten WM-Punkt jedoch keine Euphorie aufkommen lassen: "Ich bin glücklich, aber nicht wirklich. Wir haben bei Yamaha gut gearbeitet, aber insgesamt, mit über 25 Sekunden Rückstand, ist das nicht wirklich gut. Wir müssen uns noch mehr verbessern."

"Im Rennen gebe ich immer mein Bestes, wie immer. Vor allem am Anfang habe ich versucht, Fabio zu überholen. Aber Fabio ist in der Kurve nach der langen Geraden besonders stark. Wie er sein Motorrad bremst, verstehe ich nicht, weil mein Vorderreifen beim Bremsen immer blockiert."

Marc Marquez, Toprak Razgatlioglu

Zwei amtierende Weltmeister: Marc Marquez und Toprak Razgatlioglu

Foto: Getty Images South America

"Ich versuche nicht, noch später zu bremsen, weil das Motorrad einfach nicht bremst. Aber am Ende haben auch seine Reifen angefangen nachzulassen. Ich habe ihn dann in einer anderen Kurve überholt und danach einfach versucht, meinen Rhythmus zu finden."

"Jedenfalls habe ich meinen Punkt geholt", nennt Razgatlioglu den positiven Aspekt. "Das ist gut, mein erster Punkt. Aber insgesamt bin ich nicht wirklich glücklich, weil wir 25 Sekunden hinter dem Ersten liegen."

"Ich habe aber viel gelernt, weil ich heute viele Runden hinter Fabio gefahren bin. Ich habe etwas gesehen, ich habe viel gelernt und mehr verstanden. Aber wir werden es in Jerez sehen, weil Jerez sehr schwierig ist, denn das letzte Mal bin ich dort Superbike gefahren."

"Mit dem GP-Motorrad habe ich dort einen Test gemacht, aber der Fahrstil und das Motorrad sind komplett anders. Man muss mehr Speed in der Kurve halten. Ich hoffe, ich kann mich schnell an diesen Stil anpassen, weil ich beim Test immer noch wie auf einem Superbike gefahren bin."

"Jedenfalls pusht Yamaha sehr hart, um sich weiter zu verbessern. Wir werden sehen, wann wir große Fortschritte machen. Vielleicht Ende des Jahres, ich weiß es nicht, vielleicht in der Mitte, vielleicht nächstes Jahr. Wir werden es sehen."

Mit neun WM-Punkten aus den ersten drei Rennwochenenden bildet Yamaha mit dem neuen V4-Projekt klar das Schlusslicht in der Herstellerwertung.

Vorheriger Artikel Marc Marquez gesteht ein: "Kann keinen Unterschied machen"
Nächster Artikel Pedro Acosta nach Platz drei: In diesen Bereichen ist Aprilia besser als KTM

Aktuelle News