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"Es ist frustrierend": Dovizioso kämpft weiter mit seinem Bremsstil

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"Es ist frustrierend": Dovizioso kämpft weiter mit seinem Bremsstil
Autor:
Co-Autor: Lewis Duncan

Andrea Dovizioso kommt in Misano 2 nicht über Platz acht hinaus, behält aber die WM-Führung - Auch zur Saisonhälfte hadert er noch mit dem neuen Hinterreifen

Wie schon in der Woche zuvor hatte Andrea Dovizioso auch beim zweiten MotoGP-Rennen in Misano nichts mit dem Kampf um die Podestplätze zu tun. Nach dem Dienstagstest war die Hoffnung seitens Ducati groß, etwas gefunden zu haben, um sich zu steigern. Doch mehr als Platz acht war für Dovizioso nicht drin.

"Ich fühlte mich etwas konstanter und besser als in Misano 1, aber ich hatte einfach nicht den Speed, um die Situation zu verbessern. Das ist natürlich enttäuschend", gibt der Italiener zu Protokoll. Schon in der Vorwoche wurde er nur Siebter.

"Eine Erkenntnis aus dem Rennen ist: Nach zwei Dritteln, als der Reifen wirklich fertig war auf der linken Flanke, fuhr ich 1:32.9/1:33.0. Das heißt, wenn der Reifen sich in einem besseren Zustand befindet, bin ich nicht schnell genug. Das müssen wir verstehen", sagt er. Denn mit frischen Reifen war Dovizioso nicht besser unterwegs.

Dovizioso verliert in Runde eins viele Plätze

Schon am Start verlor er einige Positionen: "Ich habe in den ersten zwei Kurven Plätze eingebüßt und bin in Kurve 8 noch weiter zurück gefallen, nachdem Aleix (Espargaro; Anm. d. R.) gestürzt war. Damit lag ich weit zurück und hatte nicht Pace, um mich davon zu erholen - wie etwa (Joan) Mir." Während dieser sich am Ende sogar aufs Podest vorkämpfen konnte, blieb Dovizioso auf dem achten Platz hängen.

Dabei profitierte er zudem von einigen Ausfällen vor ihm. Die Erklärung für die magere Performance sieht er wie so oft in den Reifen. Vor allem die neue Hinterreifen-Konstruktion von Michelin bereitet ihm seit Saisonbeginn Kopfzerbrechen.

 

"Der Hinterreifen hat sehr viel mehr Grip, insbesondere auf der Bremse. Deshalb müssen wir das Set-up des Motorrads komplett umstellen und völlig anders bremsen. Aber es ist so schwierig, das umzusetzen. Man muss gegen seinen Instinkt arbeiten. Normalerweise bremse ich sehr hart, doch das funktioniert nicht mehr", erklärt Dovizioso.

Bagnaia punktet mit einem anderen Bremsstil

Der 34-Jährige gibt zu: "Es ist frustrierend. Wir versuchen, uns auf der Bremse anzupassen, aber ich fühle mich noch immer nicht wohl. In den Daten ist klar zu sehen, woran es liegt, aber es ist schwierig, das auf der Strecke zu ändern." Einer, dem das auf der Ducati deutlich besser gelingt, ist Pramac-Pilot Francesco Bagnaia. Bis zu einem Sturz in Runde 21 führte er das zweite Misano-Rennen souverän an.

"Pecco ist in der Lage später zu bremsen, aber mit weniger Druck, damit stoppt er das Bike besser", analysiert Dovizioso. Doch damit, auf der Bremse weniger aggressiv zu sein und das Motorrad trotzdem ausreichend zu verlangsamen, tut er sich schwer.

Dennoch hat der Ducati-Pilot in der WM-Gesamtwertung weiterhin die Führung inne, wenn auch mit nur einem Punkt Vorsprung denkbar knapp: "Zum Glück sind wir, was die WM betrifft, in einer guten Position, insofern arbeiten wir weiter. Mit Sicherheit werden wir nicht aufgeben, denn jede Strecke erzählt eine neue Geschichte."

Petrucci diesmal immerhin in den Punkterängen

Darauf hofft Dovizioso auch beim nächsten Stopp in Barcelona, einer Strecke mit anderem Layout und anderen Gripverhältnissen. "Ich denke, das Griplevel wird viel niedriger als in Misano sein. Ich weiß allerdings nicht, ob das für uns besser sein wird. Aber die Situation wird sich in jedem Fall anders darstellen", blickt er voraus.

Danilo Petrucci

Danilo Petrucci erkennt zwar Fortschritte, doch noch überwiegen die Probleme

Foto: Motorsport Images

Sein Teamkollege Danilo Petrucci kam in Misano 2 als Zehnter ins Ziel - eine Steigerung im Vergleich zur Vorwoche, als er als 16. die Punkteränge verpasste. Trotzdem resümiert Petrucci: "Es war ein weiteres hartes Rennen. Ich hatte von Anfang an nicht das Gefühl, das ich in den Trainings hatte. Ich bin gut gestartet, aber ich hatte kein Selbstvertrauen fürs Vorderrad und konnte die Maschine nicht stoppen."

Doch der Ducati-Pilot übt sich in Zweckoptimismus: "Ich bin zufrieden mit den Fortschritten, die wir im Vergleich zu den vorherigen Rennen machen konnten, aber es ist klar, dass uns noch etwas fehlt. Glücklicherweise werden wir schon nächste Woche in Barcelona wieder auf die Strecke gehen und versuchen, uns weiter zu steigern."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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