Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Kimi Antonelli: Weniger Unterstützung in Italien wegen Ferrari?

Formel 1
Kimi Antonelli: Weniger Unterstützung in Italien wegen Ferrari?

MotoGP schließt Verlegung des Katar-Grand-Prix auf andere Strecke nicht aus

MotoGP
Lusail
MotoGP schließt Verlegung des Katar-Grand-Prix auf andere Strecke nicht aus

Warum McLaren das Potenzial der Mercedes-Powerunit nicht ausschöpft

Formel 1
Warum McLaren das Potenzial der Mercedes-Powerunit nicht ausschöpft

Offiziell: Rio de Janeiro richtet Launch-Event für MotoGP-Saison 2027 aus

MotoGP
Offiziell: Rio de Janeiro richtet Launch-Event für MotoGP-Saison 2027 aus

Wie Honda mit dem Upgrade in Zandvoort den Anschluss schaffen will

Formel 1
Wie Honda mit dem Upgrade in Zandvoort den Anschluss schaffen will

Yamaha in Silverstone: Fabio Quartararo hadert mit "ganz schlechtem Gefühl"

MotoGP
Silverstone
Yamaha in Silverstone: Fabio Quartararo hadert mit "ganz schlechtem Gefühl"

Preining-Rücktrittsdrohung nicht nur aus Frust? "Viel über Zukunft nachgedacht"

DTM
Nürburgring
Preining-Rücktrittsdrohung nicht nur aus Frust? "Viel über Zukunft nachgedacht"

Honda-Fahrer erklären: Warum Silverstone der RC213V nicht gut liegt

MotoGP
Silverstone
Honda-Fahrer erklären: Warum Silverstone der RC213V nicht gut liegt

"Es ist verrückt": Jorge Martin von WM-Führung überrascht

Überraschend an der WM-Spitze: Jorge Martin kämpft in Assen mit Rückenproblemen und einer Aprilia, die noch nicht optimal auf ihn abgestimmt ist

"Es ist verrückt": Jorge Martin von WM-Führung überrascht

Jorge Martin hat in Assen die WM-Führung übernommen

Foto: Getty Getty

Jorge Martin hat beim zehnten Rennwochenende der MotoGP-Saison 2026 erstmals die WM-Führung übernommen. In Assen eroberte er seine erste Poleposition als Aprilia-Fahrer. Im Sprint wurde er Fünfter und im Grand Prix stand er nach langer Rennführung als Dritter auf dem Podest.

Da gleichzeitig sein Teamkollege Marco Bezzecchi durch einen Sturz ausschied und an den vergangenen drei Rennwochenenden lediglich 13 WM-Punkte sammelte, übernahm Martin mit sieben Punkten Vorsprung die WM-Führung.

Dass er jetzt an der Spitze der Tabelle steht, kommt für ihn überraschend: "Ja, es ist verrückt, in welcher Situation wir uns befinden. Ich mache mir nicht wirklich etwas daraus, Erster, Zweiter oder Dritter zu sein."

"An diesem Punkt der Meisterschaft ist das nicht so wichtig. Erster zu sein ist natürlich besser als Fünfter, das ist klar. Aber ich bin körperlich nicht bei 100 Prozent. Ich hatte an diesem Wochenende erhebliche Rückenprobleme."

"Mit dem Motorrad bin ich auch noch nicht bei 100 Prozent", so Martin. Er hat in Barcelona durch die Kollision mit Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) und als Auslöser des Startunfalls im Balaton Park viele WM-Punkte liegen gelassen.

Martin wurde vor allem für den Crash in Ungarn von Aprilia-Chef Massimo Rivola kritisiert: "Fehler machen wir alle. In Ungarn habe ich gesagt, dass ein Weltmeister diese Fehler nicht macht, weil er weiß, wie man um einen WM-Titel kämpft."

Dafür gibt es für Martins Assen-Wochenende lobende Worte von Rivola: "Er hat eine Poleposition herausgefahren, die nur er hätte fahren können. Und im Rennen war er ausgezeichnet."

"Er hatte einen guten Start, fuhr weg, und als die Trackhouse-Fahrer aufholten, ging ist er keine verrückten Risiken ein, sondern hat erkannt, dass ein dritter Platz positiv war."

"Das ist die Einstellung, die ein Fahrer haben muss, der weiß, wie man eine Weltmeisterschaft gewinnt", betont Rivola. Martin führte in Assen die ersten 16 von 26 Runden an, hatte aber Fernandez ständig im Nacken sitzen.

Jorge Martin

Jorge Martin konnte zunächst lange Raul Fernandez in Schach halten

Foto: Getty Images Europe

"Als ich sagte: Okay, lass uns pushen, hat er mich überholt. In diesem Moment dachte ich: Nein, keine Chance. Ich bin komplett am Limit und er ist schneller", schildert Martin die entscheidende Phase.

"Ich habe mein Bestes gegeben und versucht, bei Raul zu bleiben, aber kurz darauf hat mich auch Ai überholt. Ich bin meiner Meinung nach recht gut gefahren, ziemlich flüssig, aber die schnellen Kurven sind gerade ein großes Problem für mich."

"Also halte ich einfach den Kopf unten und versuche, diese körperliche Verfassung und das Gefühl mit dem Motorrad zu finden. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo das Limit liegt."

Warum Martin nicht an den WM-Titel denkt

Martin hat noch nicht das optimale Set-up für sich gefunden. Er spürt, dass er sich gemeinsam mit den Aprilia-Ingenieuren noch im Prozess befindet, das Motorrad optimal auf seine Bedürfnisse abzustimmen.

"Ich konzentriere mich wirklich auf mich selbst, versuche, mein Gefühl zu verbessern, und gute Ergebnisse sind die Folge davon", betont der Weltmeister von 2024 seine Herangehensweise.

"Ich schaue nicht so sehr auf die Ergebnisse, sondern mehr darauf, wie ich mich fühle und wie ich mich von diesem Rennen zum Sachsenring verbessern kann. Der Sachsenring ist eine Strecke, die ich wirklich mag."

"Es ist natürlich schön, die WM-Führung zu übernehmen, aber es ist noch ein langer Weg. Wir müssen Rennen für Rennen vorgehen, und wie ich schon gesagt habe: Wenn wir am Ende die Chance haben, werde ich dafür kämpfen."

"Für mich war es wichtig, gut in die Sommerpause zu gehen. Das ist das Wichtigste, weil ich weiß, dass die zweite Saisonhälfte normalerweise sehr stark für mich ist." Im Juli findet nur der Grand Prix von Deutschland statt.

Eine ähnliche Herangehensweise wie Martin verfolgt momentan auch Titelverteidiger Marc Marquez. Mit seinen Siegen in Ungarn und Tschechien meldete sich der Ducati-Werksfahrer im WM-Kampf zurück.

Das Assen-Wochenende verlief für Marquez mit den Plätzen sechs und sieben schwieriger. In der WM-Tabelle hat er 40 Punkte Rückstand auf Martin. "Ja, ich habe das Gefühl, ich bin nicht der Stärkste und nicht der Schnellste", sagt Marquez. "Im Moment gibt es fünf Namen in der Weltmeisterschaft, die in jedem Rennen dabei sind."

Vorheriger Artikel "Wenn die Zahlen ja sagen, dann ja": Ai Ogura sieht sich als WM-Kandidat
Nächster Artikel Reifendruckstrafe macht Brad Binder wütend: "Verdammt noch mal unfair"

Aktuelle News