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Espargaro zu Zarco-Entschluss: "Schock, aber das Beste für beide Seiten"

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Espargaro zu Zarco-Entschluss: "Schock, aber das Beste für beide Seiten"
Autor:
Co-Autor: Lewis Duncan
22.08.2019, 15:34

Johann Zarco steht zur Entscheidung, KTM Ende 2019 zu verlassen und erntet Respekt von Teamkollege Espargaro - Wer wird Nachfolger und wie geht's mit Zarco weiter?

Johann Zarco und KTM haben mit der einvernehmlichen Auflösung ihres zweiten Vertragsjahres unmittelbar nach dem Grand Prix von Österreich die Schlagzeilen auf dem MotoGP-Transfermarkt bestimmt. Zarco war es, der den ersten Schritt gemacht hatte, weil er "da raus wollte", wie er später zugab.

Nun, da die Entscheidung seit einigen Tagen publik ist, offenbart der Franzose, auf der KTM stets das Gefühl zu haben, "mit angezogener Handbremse zu fahren" und dass er sich aus Angst um seine weitere Karriere zu dem Schritt entschieden hat, 2020 einen anderen Weg einzuschlagen.

"Hätte ich weitergemacht, hätte ich auch im nächsten Jahr keine besseren Ergebnisse eingefahren", ist Zarco überzeugt. "Meine größte Sorge war, dass ich nicht nur in diesem Projekt, sondern auch in meiner Karriere versage. Deshalb ziehe ich es vor, die Chance zu haben, nächstes Jahr etwas anderes zu machen", so der Franzose am Donnerstag in Silverstone.

Johann Zarco

Zarco hatte Angst um seine Karriere und hat die Notbremse gezogen

Foto: LAT

Zarcos Schritt wird von vielen als mutig bezeichnet. Max Biaggi ist nur einer, der diese Sichtweise vertritt. Zarcos KTM-Teamkollege Pol Espargaro sieht es genauso und findet, dass die einvernehmliche Trennung zwischen dem Franzosen und dem österreichischen Werksteam für beide Seiten der richtige Schritt ist.

"Wie alle wurde auch ich sehr davon überrascht", so Espargaro. "Zwar wusste ich es ein bisschen früher als andere, aber ich war natürlich geschockt. Letzten Endes war es ein mutiger menschlicher Schritt von Johann. Er fühlte sich einfach nicht wohl auf dem Motorrad und hat das erkannt. Das Ergebnis ist wohl für beide Seiten das Beste, aber es ist trotzdem ein Schock, keine Frage."

Der Spanier bezeichnet die ganze Situation um Zarco als "sehr seltsam", da der Franzose "ein sehr guter und talentierter Fahrer ist, der einfach nur das offensichtliche Problem hatte, dass er mit diesem Bike nicht klarkam". Trotzdem sei Zarco dem KTM-Team mit seiner Erfahrung eine große Hilfe gewesen, wie Espargaro anmerkt.

Wer wird Zarcos Nachfolger: Oliveira oder Pedrosa?

Bei der Frage, wen sich Espargaro als neuen Teamkollegen für 2020 wünscht, weicht der Spanier aus: "Ich habe keine Ahnung. Das Problem ist halt, dass alle großen Namen schon einen Vertrag haben." Ein Name drängt sich aber doch auf, jener von Miguel Oliveira, der aktuell im KTM-Satellitenteam Tech 3 eine überzeugende Rookie-Saison hinlegt und zuletzt in Österreich starker Achter wurde.

Miguel Oliveira

Miguel Oliveira hat als Tech-3-Pilot Vertrag mit KTM und würde "natürlich annehmen"

Foto: LAT

Oliveira selbst kann sich mit dem Gedanken des vor wenigen Wochen noch völlig unverhofften Aufstiegs in das Werksteam durchaus anfreunden: "Aktuell habe ich für 2020 natürlich eine Verpflichtung gegenüber Tech 3. Dass Zarco im nächsten Jahr nicht für das [Werks-]Team fahren wird, ist ein großer Verlust für dieses Projekt. Für mich könnte das eine Chance sein."

"Die Entscheidung liegt aber nicht bei mir. Ich bleibe zunächst mal hier bis mir jemand etwas anderes sagt", so der Portugiese mit Blick auf seinen aktuellen Arbeitgeber Tech 3.

Allerdings fügt Oliveira für den Fall, dass die Anfrage aus dem Werksteam kommt, vielsagend hinzu: "Abgesehen von mir selbst sehe ich momentan niemanden, der für diesen Platz logisch wäre. Aber noch einmal: Die Entscheidung liegt nicht bei mir. Wir werden sehen, was passiert. Ich habe einen Vertrag mit KTM und sehe daher keinen Grund, abzulehnen. Wenn die Anfrage kommt, werde ich natürlich annehmen." Direkt mit dem Werksteam gesprochen habe Oliveira aber noch nicht, wie er sagt.

Daniel Pedrosa

Dani Pedrosa auf die KTM von Zarco? Zumindest Pol Espargaro glaubt nicht dran

Foto: KTM

Daran, dass der aktuelle KTM-Testfahrer Dani Pedrosa seinen Job wieder gegen den eines Rennfahrers eintauscht und 2020 die RC16 von Zarco übernimmt, glaubt zumindest Zarcos Teamkollege Espargaro nicht so recht: "Ich würde natürlich gerne an der Seite von Dani fahren. Das wäre unglaublich."

"Er leistet für KTM aber richtig gute Arbeit als Testfahrer und ich denke, das wird er auch weiterhin tun, weil er sich so entschieden hat", so Espargaro über Pedrosa, um anzumerken: "Letzten Endes geht es darum, was man will. Dani hat sich für das entschieden, was er momentan tut. Ich glaube daher nicht an einen Aufstieg, aber ich weiß es nicht."

Zarcos Zukunft: Moto2 oder Superbike-WM?

Und wie wird es mit Zarco nach Ablauf der Saison 2019 weitergehen? "Ich möchte in dieser Welt, in diesem Fahrerlager bleiben, selbst wenn das bedeutet, dass ich in die Moto2-Klasse zurückwechseln muss", ist sich der Franzose für einen Abstieg nach drei Jahren Königsklasse nicht zu schade. Eine Entscheidung ist diesbezüglich aber noch nicht getroffen, denn er merkt auch an, dass ein Wechsel in die Superbike-WM "noch nicht möglich" ist, sich das aber "noch ändern könnte".

Auf die Frage, ob er beim Rückblick auf seine zehn Monate im KTM-Team auch Positives erkennt, zögert Zarco kurz. Dann aber sagt er mit entschlossener Stimme: "Ja, das Positive ist, dass ich immer noch verrückt genug bin, um eine Entscheidung zu treffen, die wahrscheinlich kein anderer getroffen hätte. Und das braucht es manchmal einfach, wenn man an sich selbst glaubt und an das, was man wirklich will."

Mit Bildmaterial von LAT.

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