Ezpeleta zur Kalenderplanung: "Geht es spät los, gibt es nicht alle Rennen"

Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta geht mittlerweile davon aus, dass nicht alle MotoGP-Rennen gefahren werden können - Anpassungen sind jederzeit möglich

Ezpeleta zur Kalenderplanung: "Geht es spät los, gibt es nicht alle Rennen"

Aufgrund der immer schärferen Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus ist ungewiss, wann in Europa und weltweit wieder Normalität einkehren wird. Die Chance, dass der Großteil der MotoGP-Rennen im Jahr 2020 stattfinden werden, sinkt von Woche zu Woche.

Jüngst musste der Europaauftakt in Jerez (Spanien) auf unbestimmte Zeit verschoben werden. "Wir tun, was wir können, wollen aber den letzten Teil des Jahres, der ohnehin schon stressig wird, nicht zu stressig gestalten", wird Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta von der spanischen Zeitung 'AS' zitiert. "Wenn wir später etwas ändern müssen, dann werden wir das tun."

"Unsere Philosophie ist es, zu warten bis alle okay sind. Wir sprechen mit den Veranstaltern aller Grands Prix. Das haben wir mit Jerez gemacht und werden es auch mit Le Mans und Mugello tun", spricht Ezpeleta die Absagen beziehungsweise Verschiebungen der weiteren Rennen im Mai an. "Anschließend geht es um Barcelona."

Derzeit muss man abwarten

Klar ist für Ezpeleta aber auch: "Wenn wir die Saison sehr spät starten, dann werden nicht alle Rennen stattfinden können." Es wurde auch schon in den Raum gestellt, dass man eventuell nur eine kurze Saison mit etwa zehn Rennen abhalten könnte, die ausschließlich in Europa stattfinden könnten.

Fabio Quartararo, Petronas Yamaha SRT

Fabio Quartararo, Petronas Yamaha SRT

Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Derzeit ist aber alles Theorie, denn die meisten Länder in Europa haben die Grenzen geschlossen und Ausgangssperren für die Bevölkerung verhängt. Wann diese Maßnahmen gelockert werden, weiß noch niemand. Alle Großveranstaltungen sind weltweit abgesagt beziehungsweise auf einen späteren Termin verschoben.

"Wenn wir wissen, wann wir starten können, werden wir die Saison so gut wie möglich anpassen", blickt Ezpeleta in die Zukunft. "Es hängt viel davon ab, wann wir loslegen können. Es heißt, wir müssen mindestens 13 Rennen haben, damit es eine Weltmeisterschaft ist." Um diese Zahl zu ändern, müssten die FIM und die Dorna diesen Passus im Vertrag anpassen.

Ezpeleta meinte Anfang März noch, dass man notfalls "bis Weihnachten" Rennen fahren könnte. Von dieser Idee rückt der Spanier wieder ab: "Wir können nicht zu weit in den Winter hineingehen, um nicht die Saison 2021 zu beeinflussen. Ich wiederhole, es hängt davon ab, wann wir beginnen können. Vielleicht machen wir eine kurze Saison, damit wir das gesamte nächste Jahr fahren können."

Berücksichtigt werden müssen auch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, denn für den Sport könnte allgemein in Zukunft weniger Geld von Sponsoren zur Verfügung stehen. "Wir werden sehen, wie die folgenden Meisterschaften sein werden, denn die Welt wird nach dieser Krise anders sein", meint Ezpeleta. "Wichtig ist, dass wir uns jetzt davon erholen und es niemandem schlecht geht. Dann können wir weiterarbeiten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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