Fabio Quartararo kritisiert MotoGP-Sprints: "Die Intensität ist zu hoch"
Fabio Quartararo kritisiert die MotoGP-Sprints deutlich - Die Belastung sei zu hoch und das Format zu intensiv - Auch die Sicherheit sieht der Ex-Weltmeister kritisch
Seit 2023 gibt es am Samstag das Sprintrennen
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Seit der MotoGP-Saison 2023 wird am Samstag ein Sprintrennen über die Hälfte der Grand-Prix-Distanz ausgetragen. Da der Kalender auf 22 Rennwochenenden erweitert wurde, ergibt das insgesamt 44 MotoGP-Rennen.
Zum Vergleich umfasst der NASCAR-Cup 36 Punkterennen und zwei Einladungsrennen, also insgesamt 38 Rennen. Der Formel-1-Kalender umfasste 2026 ursprünglich 24 Rennwochenenden.
Durch die Absagen von Bahrain und Saudi-Arabien schrumpfte der Kalender auf 22 Rennen. Zudem gibt es bei sechs Rennwochenenden Sprints. Im ursprünglichen Kalender mit 24 Rennwochenenden wären es somit 30 einzelne Rennen.
Das ist immer noch deutlich weniger als die 44 MotoGP-Einzelrennen. "Das Sprintrennen, ich bin überhaupt nicht dafür, auch [heute] noch", sagt Fabio Quartararo seine Meinung zum aktuellen Format.
"Man sieht, dass die Starts, zumindest für mich, der gefährlichste Moment sind: Die Intensität, die sie uns auferlegen, in Bezug auf den Druck, ist etwas, das meiner Meinung nach für die Zukunft abgeschafft werden muss."
"Oder man hat ein paar davon, wie in der Formel 1, aber nicht für den gesamten Kalender. Das ist viel zu intensiv", betont der ehemalige Weltmeister. "Ich hoffe, dass sie das auch verstehen werden."
Der Yamaha-Fahrer schlägt für das Samstagsrennen einen anderen Ansatz vor: "Sprints an Orten anzusetzen, wo es vielleicht etwas weniger Publikum gibt, um mehr Zuschauer anzuziehen, das finde ich einen interessanten Ansatz."
Marquez stimmt zu: Intensität für die Fahrer zu hoch
Die Belastung der Fahrer ist so hoch wie noch nie. 22 Rennwochenenden, die Sprints und das Wochenendformat insgesamt. Denn schon am Freitagnachmittag gibt es praktisch ein Qualifying. Aber auch abseits der Strecke wird es immer stressiger.
Die Fahrer haben immer mehr Verpflichtungen, denn neben Auftritten bei Promotion-Events müssen auch Clips für Instagram und andere Plattformen produziert werden. Für Content werden die Stars ständig von Kameras verfolgt.

Auch neben der Strecke gibt es für die Fahrer viel zu tun
Foto: Getty Images Europe
Marc Marquez versucht deshalb, seinen Kalender so weit wie möglich zu reduzieren: "Derzeit ist es anspruchsvoller als je zuvor auf der Strecke, anspruchsvoller als je zuvor bei Events, in den sozialen Netzwerken, mit den Kameras, bei allem..."
"Am Ende sind wir Menschen, und es ist nicht einfach, ein Wochenende zu bestreiten, an dem man nicht nur ein Motorrad fährt, was sehr riskant und sehr fordernd ist."
"Kaum ist man vom Motorrad gestiegen, folgen zweieinhalb Stunden Events und unterschiedliche Verpflichtungen. Aber das wird sich nicht ändern, wenn die Fahrer nicht zusammenhalten. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt."
"Ich versuche immer, meinen Zeitplan gut anzupassen, denn das ist das Wichtigste, wenn man die Risiken minimieren will. Das Risiko wird da sein, das Risiko ist immer da."
"Aber 44 Starts mit diesen Motorrädern ist nicht die beste Methode, um die Risiken zu reduzieren", schlägt Marquez in die dieselbe Kerbe wie Quartararo. "Es ist gut für das Spektakel, das verstehe ich."
"Aber wir Fahrer, die das Spektakel liefern, gehen große Risiken ein. Meistens passieren alle Stürze, alle gefährlichen Situationen in der ersten Runde oder in den ersten Runden, wenn es eine große Gruppe gibt."
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