Fabio Quartararo spürt Yamaha-Fortschritte: "Endlich ein gutes Gefühl"
Beim Jerez-Test hat Fabio Quartararo eine Basis für die neue V4-Yamaha gefunden - Das bestätigt sich in Le Mans - Warum er auf die alte Aerodynamik setzt
Fabio Quartararo eroberte bei seinem Heimrennen den sechsten Platz
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"Ich habe in jeder einzelnen Runde alles gegeben", sagt Fabio Quartararo nach seinem Husarenritt beim Heimrennen in Frankreich. Hunderttausend Fans feuerten den Yamaha-Fahrer an, der diese Erwartungen auf der Strecke auch erfüllte.
Von Startplatz sechs wurde Quartararo im Sprint Fünfter. Im Grand Prix gelang ihm ein starker Start, und er war in der ersten Runde kurzzeitig sogar auf dem zweiten Platz. Quartararo kämpfte und brachte Platz sechs ins Ziel.
Ist dieses Wochenende nun ein erster guter Ausgangspunkt mit der neuen V4-Yamaha? "Ich glaube nicht, dass es ein Ausgangspunkt ist. Es ist einfach ein Punkt, an dem wir unsere Basis gefunden haben", meint Quartararo.
"Ich hatte beim Jerez-Test dasselbe Gefühl. Ich war ziemlich konstant, ich fuhr tolle Rundenzeiten, das Gefühl war da. Wir haben alles zweimal getestet und wissen, dass das die Einstellung ist, die am besten funktioniert."
"Also werden wir das Motorrad so belassen und versuchen zu verstehen, wie ich durch meinen Fahrstil schneller werden kann." Optisch sticht bei seinem Motorrad der Frontflügel vom Vorjahr ins Auge, auf den er beim Jerez-Test gewechselt hat.
Neben Quartararo wechselte auch Toprak Razgatlioglu zur alten Aerodynamik. Alex Rins und Jack Miller blieben bei der neuen Verkleidungsvariante mit den Ducati-ähnlichen Winglets.
Mit der alten Aerodynamik hat Quartararo ein deutlich besseres Gefühl für das Vorderrad gefunden: "Andere Fahrer spüren den Unterschied nicht wirklich, aber für mich ist der Unterschied beim Gefühl an der Front ziemlich groß."

Mit der alten Aerodynamik hat Quartararo ein gutes Gefühl für das Vorderrad
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"Es geht nicht um mehr Performance, sondern nur um das Gefühl. Das Feedback, das mir das Motorrad mit dieser Aerodynamik gibt, ist besser." Kann Quartararo nun wieder so fahren, wie er es sich vorstellt?
"Nicht ganz so, wie ich möchte, weil das Turning unseres Motorrads leider sehr schwach ist. Aber das Gute ist, dass ich vorne wirklich hart pushen kann, beim Trail-Braking spüre ich etwas am Motorrad."
"Das ist etwas, das ich dieses Jahr nie gespürt habe, und in Jerez haben wir es gespürt. Wenn man sein Paket, seine Basis hat, muss man sich konzentrieren und einfach das Beste aus dem herausholen, was man hat."
Es ist alles eine Frage des Gefühls
Quartararo wählte als einziger Fahrer für den Grand Prix den weichen Vorderreifen und brachte ihn gut über die Distanz von 27 Runden. Die Wahl war eine bewusste Entscheidung und kein Poker.
"Ich musste sanft bremsen, aber genau dort konnte ich versuchen, den Unterschied zu machen. So ein Gefühl hatte ich seit langer Zeit nicht mehr, auch wenn wir wissen, dass das Potenzial des Motorrads immer noch sehr begrenzt ist."
"Ich konnte zu hundert Prozent pushen, und das war schön, besonders in der ersten Runde, wo alles enger zusammen ist und es einfacher ist, zu überholen. Es ist einfach eine Frage des Gefühls: Ich fühle das Motorrad etwas besser."

Das bunte Sonderdesign für sein Heimrennen in Frankreich
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Aber es bleibt abzuwarten, wie die neue V4-Yamaha am kommenden Wochenende auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya funktionieren wird, wo es eine deutlich längere Gerade gibt.
"Was ich zu hundert Prozent sicher weiß, ist, dass ich pushen kann", nennt Quartararo einen Fortschritt. "In den ersten vier Runden habe ich überlebt, das ist ein großer Unterschied."
"Man konnte beim Qualifying-Versuch in Jerez sehen: Ich war wirklich weit weg von meiner Rundenzeit aus 2025. Dieses Wochenende war ich nur vier Zehntel entfernt. Ich denke, wir können zufrieden sein."
Denn für Quartararo ist der wichtigste Aspekt, dass er jetzt das Limit der neuen Yamaha besser spüren kann. "Ich bin glücklich, weil ich immer ans Limit pushen kann. Die Position spielt keine Rolle, ich pushe immer."
"Ich möchte mich als Fahrer weiterentwickeln und glaube, jedes Mal, wenn ich auf dem Motorrad sitze, lerne ich dazu. Das Wichtigste ist, dass ich diese besondere Motivation nicht verlieren möchte, immer hundert Prozent zu geben."
Rins und Razgatlioglu kamen in Le Mans direkt hintereinander auf den Plätzen zwölf und 13 ins Ziel. Miller sammelte als 15. seinen ersten WM-Punkt in dieser Saison. In der Fahrer-WM belegt Quartararo Platz 16.
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