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Warum schlagen die Satelliten-Ducatis aktuell die Werksbikes? Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio liefern differenzierte Antworten auf eine komplexe Frage

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Die Ducati-Fahrer der Satellitenteams haben die Nase aktuell vorn

Foto: Getty Getty

Die Diskussion um die Leistungsunterschiede innerhalb des Ducati-Lagers sorgt weiterhin für Gesprächsstoff im MotoGP-Paddock. Besonders auffällig: In dieser MotoGP-Saison scheinen die Satelliten-Bikes der Italiener phasenweise konkurrenzfähiger als die Werksmaschinen zu sein.

Doch eine einfache Erklärung dafür liefern weder Alex Marquez (Gresini) noch Fabio Di Giannantonio (VR46). "Schwer zu beantworten", räumt Marquez ein und verweist auf die starke Abhängigkeit von Strecke und Rennverlauf.

Zwar habe sein Bruder Marc Marquez mehrfach seine Klasse gezeigt, auch Francesco Bagnaia habe "einige Highlights" gehabt. Gleichzeitig sei Di Giannantonio bisher der Fahrer gewesen, der die Pace am konstantesten habe halten können.

Insgesamt, so Marquez, bewege sich das Ducati-Quartett mit der aktuellen Werksspezifikation auf einem "ziemlich ähnlichen Niveau". Der Unterschied liege eher darin, wer das vorhandene Potenzial zu Saisonbeginn besser abrufen konnte.

"Fabio und Marc konnten dieses Potenzial am Anfang besser nutzen, während Pecco und ich etwas mehr Probleme hatten", erinnert sich der Gresini-Pilot. Mit Blick auf die kommenden Rennen erwartet er aber weitere Verschiebungen im Kräfteverhältnis. Er selbst feierte in Jerez zuletzt seinen ersten Saisonsieg.

Di Giannantonio schlägt in dieselbe Kerbe und stimmt Marquez in seiner Einschätzung zur internen Hackordnung bei Ducati zu: "Alex hat die perfekte Antwort gegeben."

Ducati vs. Aprilia: Wer hat die Nase jetzt vorn?

Ein weiteres Thema im Fahrerlager ist die Performance von Ducati im Vergleich zu Aprilia, insbesondere in schnellen Kurven. Jorge Martin hatte zuletzt angemerkt, Ducati sei in diesem Bereich in Jerez überraschend stark gewesen. Di Giannantonio relativiert diesen Eindruck jedoch aus seiner eigenen Erfahrung.

Er sei einige Runden hinter Martin gefahren und habe dabei einen anderen Eindruck gewonnen: "Ehrlich gesagt war er in den schnellen Kurven sehr stark." Möglicherweise habe auch der Wind eine Rolle gespielt: "Wenn man vorne oder hinten fährt, verändert das vielleicht ein wenig die Wahrnehmung der Geschwindigkeit."

Noch deutlicher wird seine Einschätzung im direkten Vergleich mit Marco Bezzecchi, dessen Tempo er vor allem am Ende des Rennens nicht mehr wirklich mitgehen konnte.

"In der letzten Runde hatte ich die größten Schwierigkeiten und beschloss, etwas langsamer zu fahren, weil ich Mühe hatte, in diesen Kurven mit seinem Tempo mitzuhalten", gesteht Di Giannantonio, der in Jerez Dritter hinter Bezzecchi wurde.

Sein Fazit fällt entsprechend differenziert aus: "Vielleicht war ich ein bisschen besser als Jorge, aber ein bisschen schlechter als Bezzecchi." Die Frage nach der klar überlegenen Maschine lässt er bewusst offen. "Vielleicht liegt es an der Interpretation, am Set-up oder am Fahrer. Ich würde nicht sagen, dass unser Bike besser war."

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