FAQ: Das ändert sich für die deutschen MotoGP-Zuschauer 2019 im TV

geteilte inhalte
kommentare
FAQ: Das ändert sich für die deutschen MotoGP-Zuschauer 2019 im TV
14.02.2019, 11:01

Alle Rennen kostenlos, dafür aber nicht mehr alle Sessions live: Das ändert sich für die deutschen Zuschauer 2019 mit dem Rechtewechsel von Eurosport zu ServusTV

2019 bricht eine neue Zeitrechnung für die MotoGP-Zuschauer in Deutschland an. Nachdem die TV-Rechte für die Motorrad-Weltmeisterschaft seit 2015 bei Eurosport lagen, übernimmt ab diesem Jahr ServusTV für die kommenden fünf Jahre. Dadurch ändert sich für die deutschen Fans einiges, denn der österreichische Sender verfolgt ein anderes Sendekonzept als Eurosport in den vergangenen Jahren. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wo ist die MotoGP 2019 zu sehen?

Einfache Antwort: Alle 19 Grands Prix laufen auf ServusTV. Dadurch wird es für den Zuschauer deutlich übersichtlicher. Anders als bei Eurosport, wo die MotoGP regelmäßig zwischen Free-TV (Eurosport 1) und Pay-TV (Eurosport 2) wechselte und es zudem alle Sessions im kostenpflichtigen Eurosport-Player zu sehen gab, setzen die Österreicher ab 2019 komplett aufs Free-TV. ServusTV ist in Deutschland kostenlos empfangbar.

Werden wieder alle Sessions gezeigt?

Nein, auch hier unterscheidet sich das Programm von ServusTV und Eurosport. Während im vergangenen Jahr alle Sessions live gezeigt wurden (im TV oder Stream), steigt ServusTV mit der Übertragung erst am Samstagmittag ein. Am Freitag gibt es zwar einen englischsprachigen Livestream auf servusmotogp.com, dieser ist allerdings nur in Österreich und nicht in Deutschland empfangbar (Geo-Sperre).

Warum ist der Livestream nur in Österreich verfügbar?

ServusTV hat für den österreichischen und deutschen Markt unterschiedliche Rechtepakete gekauft. In Österreich besitzt man das komplette Rechtepaket (TV und online), während man in Deutschland nur die Free-TV-Rechte erworben hat. Eurosport verfügte in der Vergangenheit ebenfalls über das komplette Paket, weshalb man alle Sessions im Eurosport-Player anbieten konnte.

Gibt es also keine Möglichkeit, den Freitag und Samstagvormittag in Deutschland zu sehen?

Doch, allerdings kostet das etwas. Die einzige legale Möglichkeit, in Deutschland 2019 alle Sessions zu sehen, ist der Videopass auf motogp.com. Dieser kostet 19,99 Euro monatlich oder 139,99 Euro für die komplette Saison 2019. Dafür gibt es dann aber nicht nur alle Sessions live, zudem erhält man unter anderem Zugriff auf das umfangreiche Videoarchiv der MotoGP.

Gibt es im kostenpflichtigen Videopass auch einen deutschen Kommentar?

Nein, das Angebot ist weiterhin nur mit englischem Kommentar verfügbar. Ursprünglich war geplant, ab 2019 auch ein deutsches Kommentatorenteam einzusetzen. 'Motorsport.com' weiß, dass es im Winter unter anderem auch schon konkrete Gespräche zwischen der Dorna und mehreren Kommentatoren beziehungsweise Experten des ehemaligen MotoGP-Teams von Eurosport gab.

Die Rennen hätten dabei aus den Dorna-Studios in Barcelona kommentiert werden sollen. Letztendlich entschied man sich bei der Dorna allerdings dagegen, das Projekt bereits 2019 an den Start zu bringen, weil das Konzept noch nicht komplett ausgereift war. Aktuell liegen die Pläne auf Eis, es könnte allerdings sein, dass man 2020 - dann mit etwas mehr Vorlaufzeit - einen neuen Anlauf wagt.

Unterscheiden sich die ServusTV-Übertragungen in Österreich und Deutschland?

Nein, ServusTV zeigt im österreichischen und deutschen Fenster das identische Programm. Daher setzt man auch 2019 weiterhin auf bekanntes Personal. Kommentiert werden die Rennen von Christian Brugger und Alex Hofmann, Andrea Schlager und Neuzugang Eve Scheer stehen als Moderatorinnen vor der Kamera, und die Expertenrolle übernehmen in der Regel Stefan Bradl und Gustl Auinger.

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.

Massimo Rivola: MotoGP darf nicht die Fehler der Formel 1 machen

Vorheriger Artikel

Massimo Rivola: MotoGP darf nicht die Fehler der Formel 1 machen

Nächster Artikel

Schnellere Entscheidungen: Suzuki-Rennabteilung künftig autonomer

Schnellere Entscheidungen: Suzuki-Rennabteilung künftig autonomer
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Hier verpasst Du keine wichtige News