Fehler in Zielkurve kostet erste Reihe: Marquez kann es trotzdem "genießen"

An seinen Pole-Erfolg in Motegi konnte Marc Marquez eine Woche später in Buriram zwar nicht anknüpfen - Trotzdem zieht der Honda-Pilot ein positives Zwischenfazit

Fehler in Zielkurve kostet erste Reihe: Marquez kann es trotzdem "genießen"
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Marc Marquez hatte auf einen Platz in den ersten beiden Startreihen gehofft. Am Ende reichte es im MotoGP-Qualifying von Buriram zwar "nur" für Platz acht. Unzufrieden ist der Honda-Pilot mit seiner Performance aber nicht.

"Das Endergebnis ist ein bisschen schlechter als das, was wir uns heute vorgenommen haben", räumt der Spanier ein, "aber es gibt auch Positives zu berichten: Ich konnte so fahren, wie ich wollte, und ich konnte die Honda richtig pushen."

Am Limit unterwegs führte das allerdings auch zu Rutschern, die ihm ein besseres Ergebnis kosteten. Dabei erwies sich die Zielkurve (Kurve 12) als Knackpunkt. Sowohl im dritten Freien Training als auch in Q2 konnte Marquez die Linie dort nicht halten und verlor die entscheidenden Zehntelsekunden.

Letzte Kurve wird zur Krux für Marquez

Am Vormittag führte das dazu, dass er den Q2-Direkteinzug um eine Hundertstel verpasste. Zwar gelang ihm als Zeitschnellster in Q1 das nachträgliche Weiterkommen. Doch dadurch fehlte dem Honda-Piloten anschließend ein zusätzlicher frischer Reifen.

 

"Das Q2 war wirklich gut - bis zur letzten Kurve", wo er einen Hinterradrutscher abfangen musste. "Aber im Ernst, es war sehr gut. Die Strategie war perfekt, denn es ist immer schwierig, wenn man nur einen frischen Reifen zur Verfügung hat", erklärt Marquez.

"Mit dem ersten, dem gebrauchten Hinterreifen aus Q1, fuhr ich 1:30.5. Als ich dann mit dem frischen Reifen ausrückte, folgten mir ein paar Ducati-Fahrer. Mit ihrem Bike brauchen sie eigentlich keinen Windschatten." Marquez brach seinen ersten Versuch im zweiten Run ab, sodass nur ein Schuss übrigblieb.

"Im letzten Versuch war ich noch einmal schneller unterwegs, aber dann passierte mir wie schon im dritten Freien Training ein Fehler in der letzten Kurve. Es war mehr oder weniger der gleiche Fehler. Wir wissen, was passiert ist, und werden das für morgen beheben. Aber in Q2 ist uns das leider nicht gelungen."

 

Bis zu besagtem Fehler lag Marquez auf Kurs in die erste Startreihe, verlor im letzten Sektor aber zu viel. Die Zeit stoppte bei 1:30.133 Minuten, was Platz acht entsprach. Auf die Pole von Marco Bezzecchi aus dem VR46-Ducati-Team fehlten 0,462 Sekunden.

Marquez kann Bike besser kontrollieren

Auf die Frage, ob er bei einem Q2-Direkteinzug besser abgeschnitten hätte, sagt Marquez: "Mit zwei frischen Hinterreifen hat man natürlich mehr Möglichkeiten. Dann kannst du dir Q2 frei einteilen. So habe ich es das ganze Wochenende über gemacht. Ich fuhr meine Runden allein und andere folgten mir."

"Aber wenn das Limit des Motorrads erreicht ist, kann man nicht viel tun. Um trotzdem noch etwas zu finden, ist ein Windschatten natürlich hilfreich. Mit einem Reifen hast du nur eine Chance. Es war eine gute Runde, aber dann passierte eben der Fehler."

Trotz dieses Wermutstropfens ist der Spanier positiv gestimmt. Er sieht eine Steigerung von einem Rennwochenende zum nächsten, und das sei das Wichtigste, wenngleich Marquez zugeben muss: "Gestern fühlte ich mich besser als heute. Und ich weiß, dass ich mich morgen schlechter fühlen werden als heute."

"Aber ich weiß auch, dass ich mich nächste Woche entspannen werde und dann den nächsten Schritt machen kann." Auf dem Motorrad fühle er sich schon jetzt wohler: "Ich kann mehr pushen und mit dem Bike spielen. Es ist lange her, dass das so war."

Angesprochen auf das Wetter in Buriram, betont Marquez, dass es ihm egal sei, ob es trocken bleibt oder regnet. "Im Trockenen fühle ich mich nicht schlecht. Nicht, dass ich deshalb aufs Podium fahren kann. Dafür sind wir noch nicht bereit", sagt er.

"Aber ich kann es wieder genießen. Ich habe keine Schmerzen und kann kleinere Fehler am Vorderrad ausbügeln. Das ist für mich das Wichtigste. Wie das Wetter wird, spielt keine Rolle. Klar ist alles offener, wenn es regnet. Aber wenn es trocken bleibt, wird das für meine körperliche Verfassung nützlicher sein."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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