Flag-to-Flag: Motorradwechsel nach Superbike-Vorbild?

Das Flag-to-Flag-System in der MotoGP ist seit der Umstellung im Spätsommer 2017 weniger heikel, doch man könnte die Wechsel noch sicherer gestalten.

Beim Tschechien-Grand-Prix in Brünn wurde im August 2017 deutlich, dass das Flag-to-Flag-System in der MotoGP riskant ist. Beim verregneten Auftakt der zweiten Saisonhälfte in Tschechien kam es zu einigen heiklen Szenen. Unvergessen ist, wie Andrea Iannone stürzte, nachdem er mit Aleix Espargaro aneinandergeriet. Nachdem es viel Kritik für die Verantwortlichen hagelte, wurde in Silverstone ein neues System getestet. Für die Motorradwechsel galten neue Regeln, die das Losfahren sicherer machten.

Die Phase, in der die Fahrer die Maschinen wechseln, wird von den Teams gefürchtet: "Die Anspannung ist in diesen Momenten immer sehr hoch. Die Fahrer kommen in die Boxengasse und andere verlassen sie wieder", kommentiert Tech-3-Crewchief Nicolas Goyon im Gespräch mit 'Motorsport.com'.

"Die Spannung ist immer sehr hoch. Alles kann passieren. Wir versuchen, es so sicher wie möglich zu gestalten", betont der ehemalige Crewchief von Jonas Folger. Was hält Goyon vom Format der Superbike-WM? Dort gibt es Mindeststehzeiten, da die Mechaniker die Räder wechseln müssen, anstatt komplette Motorräder zu tauschen.

"In meinen Augen ist das keine schlechte Idee. Es wäre gut, wenn man dadurch das Stresslevel in diesen Phasen ein bisschen reduzieren könnte", bemerkt Goyon, der wenig Chancen sieht, dass dieses System in der MotoGP eingeführt wird. "Für die Zuschauer ist es vermutlich weniger spannend, doch mit Blick auf die Sicherheit ist es sicher besser", fasst der Tech-3-Crewchief zusammen.

 
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Artikelsorte News
Tags flag to flag, motogp, sicherheit, superbike