"Fortschritt vom Test bestätigt": Yamaha mischt in Silverstone mit

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Autor: Gerald Dirnbeck
Co-Autor: Lewis Duncan
24.08.2018, 18:31

Maverick Vinales fährt im Silverstone-Training Spitzenzeiten und ist sehr zufrieden – Auch Valentino Rossi erkennt einen kleinen Fortschritt bei der Elektronik-Abstimmung

Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Das Yamaha-Werksteam mischte am ersten Trainingstag in Silverstone im Spitzenfeld mit. Maverick Vinales und Valentino Rossi beendeten das Vormittagstraining auf den ersten beiden Plätzen. Im zweiten Training landete Vinales an der dritten Stelle und war praktisch gleich schnell wie die Spitze. Rossi hatte als Achter knappe acht Zehntelsekunden Rückstand. Dieses Bild spiegelte auch die Aussagen beider Fahrer nach dem Misano-Test am vergangenen Sonntag wieder. Dort fühlte sich Vinales etwas wohler als Rossi.

Fotos: MotoGP in Silverstone

"Es ist sehr ähnlich wie beim Test", sagt Vinales, der deutlich besser gelaunt ist als in den vergangenen Wochen. "In Misano gelang uns ein guter Fortschritt. Ich konnte wieder aggressiv und mit meinem Stil fahren. Hier war das auch der Fall. Wir versuchten auch die Elektronik auf diese Strecke abzustimmen, denn nach dem Misano-Test wussten wir nicht, ob sie auch hier gut funktioniert. Ich konnte schnell und präzise fahren. Mein Rhythmus war auch recht gut. Trotzdem müssen wir noch ein paar Dinge verbessern, aber ich bin insgesamt recht zufrieden."

Ergebnisse: MotoGP in Silverstone

Der Spanier, der 2016 in Silverstone mit der Suzuki gewonnen hat, gab zu Protokoll, dass er im Training Spaß auf seinem Bike hatte. Und auch Teamkollege Rossi zieht ein positives Fazit: "Der erste Tag war hier recht positiv, weil unsere M1 auf dieser Strecke gut zu fahren ist. Die Strecke passt besser zu unserem Bike, weil man es hier auf eine gute Weise fahren kann." Die Sektorzeiten zeigten, dass Yamaha in den schnellen und flüssig zu fahrenden Abschnitten stark war. Im engeren Teil mit langsamen Kurven aber Zeit verlor.

"Der Nachmittag war interessant", setzt Rossi seine Analyse fort, "weil ich technisch etwas ausprobiert habe, das Maverick schon in Misano getestet hat. Das scheint positiv zu sein. Meine Pace ist gut, so gut wie bei den Schnellsten." Aber die Zeitattacke gelang dem Italiener nicht optimal. Trotzdem ist er als Achter momentan direkt für Q2 qualifiziert. "Es ist wichtig, dass ich in den Top 10 bin."

Bei diesem Testtag in Misano scheint Yamaha bei der Elektronikabstimmung ein Fortschritt gelungen zu sein. "Das Motorrad ist jetzt von unten heraus sanfter", bestätigt Rossi. "Das ist für uns sehr wichtig." Mit Michele Gadda hat man sich einen Elektronik-Ingenieur vom Superbike-Team geholt. In Brünn und beim Misano-Test war er vor Ort. In Silverstone fehlt Gadda allerdings, weil er beim Superbike-Test in Portugal weilte. Gaddas Priorität soll weiterhin beim Superbike-Team liegen. Er soll aber dem MotoGP-Projekt mit seiner Expertise aushelfen.

Noch wirkt sich Gaddas Einfluss nicht aus. "Wir haben aber gut begonnen", sagt Rossi. "Es ist aber ein weiter Weg. Am Nachmittag fühlte es sich etwas besser an, bei Maverick war das auch der Fall. Das ist positiv." Nachdem Vinales in Österreich überhaupt kein Gefühl für sein Motorrad finden konnte, ist das jetzt besser. Der Spanier kann wieder seinen Fahrstil fahren: "Ich konnte mit dem Vorderrad attackieren. Das gibt mir Selbstvertrauen. Wenn das der Fall ist, kann ich die Rundenzeit fahren. Es war sehr interessant zu verstehen, wie man das Bike fahren muss, um schnell und konstant zu sein."

Und was rechnet sich Yamaha nach dem positiven Auftakt für das weitere Wochenende in Großbritannien aus? "Im Trockenen sind fünf Fahrer sehr stark", sagt Rossi. "Aber wie im Vorjahr ist der Speed über fünf Runden eine Geschichte. Aber um das Rennen gewinnen zu können oder es auf das Podium zu schaffen, muss man die Performance für die letzten fünf Runden verstehen. Und das werden wir nicht bis Sonntag wissen."

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