Frage an die MotoGP-Fahrer: Ist eine Fahrervereinigung notwendig?

Sollte es auch in der MotoGP eine Fahrervereinigung geben, vielleicht mit Valentino Rossi als Vorsitzendem? - Fahrer betonen die Wichtigkeit der Sicherheitskommission

Frage an die MotoGP-Fahrer: Ist eine Fahrervereinigung notwendig?
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In der MotoGP gibt es einerseits die Herstellervereinigung MSMA und die Teamvereinigung IRTA sowie den Weltverband FIA und Promoter Dorna. Aber es gibt keine Fahrervertretung. Anders ist das in der Formel 1, wo es die GPDA seit Jahrzehnten gibt.

Vorsitzender der GPDA ist derzeit Ex-Rennfahrer Alexander Wurz. Die weiteren Direktoren sind Sebastian Vettel und George Russell. In der GPDA können sich die Fahrer bei wichtigen Themen untereinander abstimmen und Forderungen mit einer Stimme auf den Tisch legen.

Sollte es so eine Fahrervereinigung auch in der Motorrad-WM geben? Eventuell mit Valentino Rossi als Vorsitzenden? "Meiner Meinung nach", sagt Routinier Andrea Dovizioso, "ist die Sicherheitskommission sehr gut. Sie hat viele Vorteile gebracht."

"Logischerweise kann man es immer besser machen. Auch die Sicherheitskommission kann verbessert werden, aber sie ist produktiv. Es stimmt, dass wir keine Managertreffen haben und auch nicht immer über wichtige Dinge sprechen. Manchmal sprechen wir nur als Fahrer."

"Wir könnten es besser machen, aber meiner Meinung nach ist die Sicherheitskommission immer sehr positiv und produktiv gewesen." Dass Rossi mit seiner Erfahrung und seinem Einfluss als Sprachrohr der Fahrer fungieren könnte, war in den vergangenen Jahren immer wieder ein Thema.

Rossi lehnte zu seiner aktiven Zeit aber immer ab. "Ich kann Valentino verstehen", meint Dovizioso. "Ich kann verstehen, dass er macht worauf er Lust hat, um Spaß zu haben. Mit solchen Dingen hält er sich nicht auf."

Andrea Dovizioso

Andrea Dovizioso zählt zu den Stammgästen der Sicherheitskommission

Foto: Motorsport Images

An jedem Rennwochenende tagt die Sicherheitskommission am späten Freitagnachmittag. Anwesenheitspflicht herrscht nicht. Manche Fahrer sind regelmäßig dabei, andere seltener. So ein Treffen einer Sicherheitskommission gibt es zum Beispiel in der Formel 1 nicht.

"Ich denke", meint Pol Espargaro, "wir sind in einer besseren Position als die Formel 1. Wir haben die Sicherheitskommission. Ich glaube nicht, dass die Formel-1-Fahrer etwas zu sagen haben. Wir sind viel mehr involviert. Ich weiß nicht, ob es eine gute Idee wäre, die Formel 1 zu kopieren."

"Es wäre natürlich gut, wenn die Meisterschaft eine Führungsfigur hätte, die die Probleme der Fahrer versteht. Es geht nicht darum, sich zu beschweren, sondern mit einer Stimme zu sprechen. Das wäre schön."

Laut Marc Marquez wäre das in der Praxis aber ein "komplexes" Thema: "Es wäre schwierig, dass wir alle die gleiche Meinung haben. Jemand muss natürlich Entscheidungen treffen. Wir haben die Sicherheitskommission, in der wir uns besprechen können."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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