Francesco Bagnaia: "Ohne VR46 wäre ich nicht in der MotoGP"

Nach einer punktelosen Moto3-Saison bekommt Francesco Bagnaia von der VR46-Akademie eine Chance - Das war die Initialzündung für seinen Aufstieg

Francesco Bagnaia: "Ohne VR46 wäre ich nicht in der MotoGP"

Mit Franco Morbidelli, Francesco Bagnaia und Luca Marini haben es drei Mitglieder der VR46-Nachwuchsakademie von Valentino Rossi in die MotoGP geschafft. Moto2-Weltmeister Enea Bastianini ist nicht Teil dieses Förderprogramms.

Mit Marco Bezzecchi könnte es bald der nächste VR46-Fahrer in die Königsklasse schaffen. Er soll die besten Karten haben, um im nächsten Jahr den Platz neben Marini in Rossis Team zu erhalten. Diese erfolgreichen Nachwuchsfahrer zeigen, wie gut die VR46-Akademie arbeitet.

"Ich denke, dass ich ohne der Akademie nicht in der MotoGP wäre", sagt Ducati-Werksfahrer Bagnaia offen. "In meinem ersten Jahr in der Weltmeisterschaft war ich sehr langsam und auf den letzten Positionen. Das war sehr schwierig."

Der Turiner gewann 2009 die MiniGP-Europameisterschaft. Im Jahr darauf bestritt er die 125er-Mittelmeerserie für das Topteam Monlau von Emilio Alzamora. 2012 trat Bagnaia in der spanischen Moto3-Serie an. In dieser Meisterschaft war das damals die erste Saison mit Moto3-Bikes.

Romano Fenati, Francesco Bagnaia

Moto3 2014: Fenati und Bagnaia treten als erste VR46-Fahrer an

Foto: KTM

Bagnaia wurde hinter Alex Marquez und dem Deutschen Luca Amato Meisterschaftsdritter. 2013 stieg er in die Moto3-WM ein. Im ersten Jahr fuhr Bagnaia für das Team Italia FMI, das vom italienischen Verband finanziell unterstützt wurde. Er war Teamkollege von Romano Fenati.

Mit der FTR-Honda wurde es eine enttäuschende Saison. Bagnaia sammelte keinen einzigen WM-Punkt. Sein bestes Ergebnis war Platz 16 in Sepang. Auch Fenati gelang kein einziger Podestplatz. Für die Moto3-Saison 2014 wurde das VR46-Team aus der Taufe gehoben.

"Sie haben mich unter Vertrag genommen und mir geholfen", erinnert sich Bagnaia an diesen entscheidenden Moment in seiner Karriere zurück. Auch Fenati wurde verpflichtet. Statt auf der nicht konkurrenzfähigen FTR-Honda saßen beide auf einer KTM.

Fenati gewann vier Rennen. Bagnaia eroberte seine ersten Top-10-Plätze und sammelte insgesamt 50 WM-Punkte. Anschließend wurde Bagnaia zwei Jahre im Mahindra-Team platziert. Er blieb aber Mitglied der VR46-Akademie. In Assen 2016 gelang ihm sein erster Moto3-Sieg.

Johann Zarco, Pramac Racing, Aleix Espargaro, Aprilia Racing Team Gresini, Marc Marquez, Repsol Honda Team, Maverick Vinales, Yamaha Factory Racing, Francesco Bagnaia, Ducati Team

Johann Zarco, Pramac Racing, Aleix Espargaro, Aprilia Racing Team Gresini, Marc Marquez, Repsol Honda Team, Maverick Vinales, Yamaha Factory Racing, Francesco Bagnaia, Ducati Team

Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

2017 trat VR46 erstmals in der Moto2-Klasse an. Bagnaia war ein Fahrer dieses neuen Projekts. Es wurden fünf Podestplatz. 2018 folgte der nächste Schritt. Bagnaia wurde Moto2-Weltmeister und stieg anschließend in die MotoGP auf.

Auch jetzt als Ducati-Werksfahrer trainiert er mit Morbidelli, Marini, Rossi und Co. auf der MotoRanch oder mit Superbikes in Misano. "Es ist sehr schön, mit den anderen Fahrern zusammen zu sein", sagt Bagnaia über diese gemeinsame Zeit.

"Wir sprechen über viele Dinge, über die Rennen, aber auch über andere Sachen. Im Training gibt es eine extra Motivation, wenn wir gemeinsam mit Motorrädern trainieren. Der Wettbewerb ist auch beim Training sehr hoch."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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