Franco Morbidelli: "Möchte nicht das Leben von Marquez oder Rossi haben"

Die Popularität eines erfolgreichen Fahrers hat auch Schattenseiten - Franco Morbidelli will erfolgreich sein, aber auch sein normales Leben führen können

Franco Morbidelli: "Möchte nicht das Leben von Marquez oder Rossi haben"

MotoGP-Vizeweltmeister Franco Morbidelli hat die besten Chancen, im nächsten Jahr den Platz von Maverick Vinales im Yamaha-Werksteam zu übernehmen. Der Italiener hat zwar einen Vertrag mit dem Petronas-Team für 2022, aber hinter den Kulissen soll bereits am Teamwechsel gearbeitet werden.

Aktuell erholt sich Morbidelli von einer Operation seines linken Knies. Wann der Italiener wieder fahren kann, ist derzeit noch nicht klar. Seine Ärzte sprechen von einer Rehabilitationszeit von rund acht Wochen. Damit würde er im August in Spielberg fehlen.

Wann auch immer Morbidelli zurückkehrt, wird es eine Art Neustart für ihn werden. Die erste Saisonhälfte verlief mit der Yamaha von 2019 mehr als schwierig. Ein dritter Platz in Jerez war das einzige Highlight.

An die drei Siege im vergangenen Jahr konnte der 26-Jährige nicht anknüpfen. Das lag hauptsächlich an seinem unterlegenen Material. Wie stark die Kombination Morbidelli mit seiner Crew rund um Crewchief Ramon Forcada ist, hat 2020 gezeigt.

"Gewinnen ist das Resultat der Arbeit zuvor", sagt Morbidelli gegenüber der spanischen Edition von 'Motorsport.com'. "Es ist die Reflexion der Person und des Sportlers, der man ist." Der Italiener gilt als eine der ruhigsten, ausgeglichensten und nachdenklichsten Fahrer im Feld.

"Ich konzentriere mich kaum auf den Sieg, denn das ist der letzte Schritt, der von alleine kommt", gibt er zu und nennt seine Herangehensweise: "Ich konzentriere mich auf die vielen kleinen Schritte vor diesem letzten Schritt."

"Man muss ein besserer Fahrer und eine bessere Person werden. Wenn dann alles funktioniert, dann kommt auch der Sieg." Obwohl Morbidelli amtierender Vizeweltmeister ist, hält sich der Rummel um seine Person in Grenzen. Darüber ist er auch sehr glücklich.

"Ich möchte mich als Fahrer verwirklichen, aber ich möchte nicht das Leben von Valentino, Marquez oder Doohan haben. Ich möchte mein Leben leben. Ich konzentriere mich sehr auf das Leben. Natürlich inspirieren mich Sportler wie Vale oder Marc, denn sie waren in Bereichen erfolgreich, die ich noch nicht geschafft habe."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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