"Fünf Minuten von daheim passiert": Alex Marquez über Marcs Enduro-Sturz

Alex Marquez verrät Details zum Trainingsunfall von Marc Marquez - MotoGP-Kollegen verständnisvoll, dass er mit einer Gehirnerschütterung keinen Start riskiert

"Fünf Minuten von daheim passiert": Alex Marquez über Marcs Enduro-Sturz

Marc Marquez kann aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung, die er sich beim Offroad-Training zugezogen hat, nicht am Grand Prix der Algarve in Portimao teilnehmen. Er wird im Honda-Werksteam von Stefan Bradl vertreten.

Im Fahrerlager war die Verletzung des sechsmaligen MotoGP-Weltmeister ein Thema. Manche fragten sich, warum Marc Marquez nicht nach Portimao gereist ist. Er hätte theoretisch auch am Donnerstag einen medizinischen Check machen können.

Dann hätte im letzten Moment entschieden werden können, ob er fährt oder pausiert. "Ich weiß es nicht", sagt Aleix Espargaro, als er auf seinen spanischen Landsmann angesprochen wird. "Niemand hat Informationen über seinen Sturz."

"Die Pressemitteilung von Honda schreibt von einer leichten Gehirnerschütterung. Aber vielleicht hat er sich auch einen Arm gebrochen", stellt Aleix Espargaro eine steile These in den Raum. "Wir wissen es nicht und müssen glauben, dass er eine Gehirnerschütterung hat."

Comeback in Valencia ungewiss

Honda-Teamchef Alberto Puig und auch Alex Marquez bestätigten, dass Marc Marquez mit einem Enduro-Motorrad gestürzt ist und sich dabei die leichte Gehirnerschütterung zugezogen hat. "Nein, ich war nicht dabei", sagt Bruder Alex. "Mein Trainingsplan war etwas anders."

Alex Marquez

Alex Marquez war beim Enduro-Training nicht mit dabei

Foto: Motorsport Images

"Marc war mit einem Freund unterwegs - Sergio Garcia, dem Enduro-WM-Fahrer. Das ist fünf Minuten von unserem Haus entfernt passiert. Wir trainieren jeden Tag und das Risiko besteht immer. Ich hoffe, dass er in Valencia wieder dabei sein kann."

Laut Puig wurde mit dem Startverzicht die einzig richtige Entscheidung getroffen: "Er war okay, aber er fühlte sich nicht so gut und ihm war schwindelig. Die Ärzte haben ihn gecheckt und es ist korrekt, dass man so kein Rennen fährt."

"Montag und Dienstag gibt es weitere Untersuchungen. Dann sehen wir weiter." Und wie stehen die Chancen, dass Marquez am Wochenende darauf in Valencia wieder dabei ist? "Ich bin kein Arzt", winkt Puig bei 'MotoGP.com' ab. "Momentan kann man das nicht sagen, weil wir es nicht wissen."

Pol Espargaro: "Gesundheit ist am wichtigsten"

Auch wenn es keine detaillierteren Informationen gibt, reagierten die meisten Fahrer verständnisvoll. "Sicherheit steht an erster Stelle", sagt Fabio Quartararo. Der Weltmeister meint auch: "Ich denke, was mit ihm im Vorjahr passiert ist, hat ihn auch ruhiger gemacht."

Nach dem umjubelten Doppelsieg vor knapp zwei Wochen in Misano 2 muss nun Pol Espargaro versuchen, die Rolle des Teamleaders im Honda-Werksteam zu übernehmen. Auch ihm fehlt eine wichtige Referenz.

Marc Marquez, Pol Espargaro

Vor zwei Wochen hat Honda in Misano 2 einen Doppelsieg gefeiert

Foto: Motorsport Images

"Ich hoffe, er wird in Valencia sein, weil er für das ganze Team eine große Hilfe ist. Er fährt immer am Limit. Das macht es für die restlichen Honda-Fahrer einfacher zu sehen wie man fahren muss, weil er der wichtigste Mann in der Garage ist."

Aber Pol Espargaro hat auch Verständnis: "Er kennt am besten seine Situation. Wenn er sich mit den Ärzten dazu entschieden hat, dann wird er sich nicht wohl genug fühlen, um hier zu sein. Die Gesundheit ist in dieser Welt am wichtigsten - wichtiger noch als die MotoGP."

"Manchmal treffen wir auch falsche Entscheidungen und fahren, weil wir es lieben. Manchmal muss man die Gesundheit an die erste Stelle stellen. Die MotoGP ist nicht einfach. Man muss im Kopf bei 100 Prozent sein, weil wir mit diesen Motorrädern so schnell fahren."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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