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Geplanter MotoGP-Stadtkurs in Adelaide: Fahrer von ersten Videos überrascht

Ab 2027 fährt die MotoGP in Adelaide - Die Fahrer haben erste Computeranimationen der Strecke gesehen - Ihre Reaktionen fallen größtenteils positiv aus

Geplanter MotoGP-Stadtkurs in Adelaide: Fahrer von ersten Videos überrascht

Die Sicherheit soll beim neuen Adelaide-Stadtkurs gegeben sein

Foto: MotoGP Sports Entertainment Group

In der MotoGP-Saison 2027 wechselt der Austragungsort des Grand Prix von Australien. Statt auf Phillip Island im Bundesstaat Victoria findet das Rennen künftig in Adelaide, der Hauptstadt des Bundesstaats South Australia, statt.

Jüngst wurden erste Computeranimationen der neuen Strecke präsentiert. Es ist kein Stadtkurs wie zum Beispiel Monaco, sondern eine normale Rennstrecke in den East Parklands.

Den Fahrern wurden die Pläne im Rahmen des Treffens der Sicherheitskommission gezeigt. "Ja, ich habe mir das Video in der Sicherheitskommission angesehen", sagt Lokalmatador Jack Miller.

"Wie sie schon immer gesagt haben, ist es eine Straßenrennstrecke mitten in der Stadt. Es wird also interessant zu sehen sein, wie sich das entwickelt. Ich bin gespannt darauf, auch wenn ich selbst natürlich nicht daran teilnehmen werde."

Miller war im Februar bei der ersten Präsentation der Pläne in Adelaide vor Ort. Weil er im nächsten Jahr keinen Platz mehr in der MotoGP hat, wird er sein Heimrennen auf dieser neuen Strecke nicht mehr fahren.

Da Senna Agius aller Voraussicht nach der zweite Fahrer von Tech3-KTM wird, wird es auch 2027 einen Australier in der Königsklasse geben. Das wird auch für die Promotion des Events wichtig werden.

Anhand der ersten Computeranimationen fällt das Feedback der Fahrer größtenteils positiv aus. "Alle haben gesagt, dass wir auf einem Stadtkurs nicht fahren können", sagt Alex Marquez, "aber es sieht aus wie eine normale Strecke mit Auslaufzonen."

"Also, wenn das virtuelle Modell der Realität entspricht, dann ist das wirklich eine großartige Arbeit. Es ist schon ziemlich seltsam, weil man in einer Stadt sehr eingeschränkt ist, wie man die Kurven gestalten kann."

"Aber ich denke, genau das wird die Sache interessanter machen. Phillip Island wird immer Phillip Island bleiben. Wir müssen Carmelo [Ezpeleta] bitten, zwei Rennen in Australien zu veranstalten."

Francesco Bagnaia findet, dass es schwierig ist, sich die Strecke anhand eines Videos vorzustellen, aber er meint auch zum Layout: "Im Moment sieht es nach Spaß aus, aber ich weiß nicht, wie schnell es ist."

"Ich weiß nicht, wie eng die Kurven sind, aber das Layout sieht sicher nicht schlecht aus. Nicht wie Phillip Island, viel langweiliger als Phillip Island, aber es scheint besser zu sein als Balaton."

Künftige Rennen sollen in Stadtnähe sein

Liberty Media möchte in Zukunft mit der MotoGP eine ähnliche Strategie verfolgen, wie es schon mit der Formel 1 erfolgreich funktioniert hat. Die Rennen sollen näher an Städten oder in Städten stattfinden.

Denn dadurch kann die Infrastruktur der Metropolen genutzt werden. Das fängt bei Flughäfen und öffentlichen Verkehrsmitteln an und schließt auch Hotels, Gastronomie oder Konzerthallen für Promotion-Events ein.

"Was mir am meisten gefällt", sagt Pol Espargaro über Adelaide, "ist, an Orten zu fahren, wo eine große Stadt dahinter oder in der Nähe ist. Das hilft den Leuten, Hotels zu finden und etwas zu unternehmen."

"Denn wir haben gesehen, dass es im Motorsport und im Sport allgemein für die Leute, wenn sie kommen, nicht nur um den Sport selbst geht. Die Leute wollen auch etwas anderes machen, wie einkaufen gehen, essen gehen, zu Konzerten gehen."

"Also 360-Grad-Events, die möglich sind, wenn man in der Nähe einer großen Stadt wie Adelaide ist. Ich freue mich also darauf, das zu sehen. Ja, es sieht okay aus. Ich meine, solange die Sicherheit passt."

Mit Adelaide versucht die MotoGP Sports Entertainment Group, ein neues Event zu organisieren, einen Showcase für die Zukunft. Es sind bereits viel Arbeit und viele Berechnungen zur Sicherheit in das geplante Streckenlayout eingeflossen.

"Schön, ich glaube, sie machen einen guten Job", lobt Luca Marini die präsentierten Pläne. "Sie geben sich richtig Mühe und stecken viel Aufwand hinein, alles präzise und korrekt zu gestalten, was den Streckenverlauf und den Asphalt betrifft."

"Sie investieren viel in dieses Projekt, und ich spüre das Engagement der MotoGP, dafür zu sorgen, dass alles gut funktioniert. Von unserer Seite aus also perfekt. Wir wollen einfach nur, dass es eine weitere schöne Strecke ist, auf der wir gerne fahren, und mit den Sicherheitsbedingungen, die wir wie immer verlangen."

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