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Gerüchte um Gresini-Zukunft: Aldeguers Wechsel führte fast zu Vertrauensbruch

Der Wechsel von Fermin Aldeguer zu VR46 erschütterte das Vertrauen von Fausto Gresinis Witwe in Ducati - Gerüchte über einen Honda-Wechsel machten die Runde

Gerüchte um Gresini-Zukunft: Aldeguers Wechsel führte fast zu Vertrauensbruch

Nadia Padovani war verärgert, als sie von Aldeguers Wechsel zu VR46 erfuhr

Foto: Getty Getty

Das Wochenende des Grand Prix von Brasilien war geprägt von einem Hin und Her aus Meetings und widersprüchlichen Informationen über die Zukunft des Gresini-Teams, und das nicht nur als Satellitenteam von Ducati ab 2027.

Doch der Reihe nach. VR46, das andere Satellitenteam von Ducati, unterzeichnete seinerzeit einen Fünfjahresvertrag mit der italienischen Marke, der als 2+3 strukturiert war: Die ersten beiden Jahre umfassten 2025 und 2026.

Der Vertrag läuft, sofern keine der beiden Parteien etwas anderes signalisiert, bis 2029 weiter. Das wird auch der Fall sein. "Zu keinem Zeitpunkt haben wir einen Wechsel der Motorrad-Marke in Betracht gezogen. Das war eine bloße Formalität", erklärt ein Mitglied von Valentino Rossis Team.

Außerdem wurde in Goiania bekannt, dass Fermin Aldeguer im nächsten Jahr von Gresini zu VR46 wechseln wird. Genau dieser Schritt hat Nadia Padovani und das Gresini-Team am meisten verärgert, sowohl wegen des sportlichen Verlusts als auch weil sie nicht damit gerechnet hatten.

Die Nachricht, dass Aldeguer zu VR46 wechseln würde, erschütterte das Vertrauen von Fausto Gresinis Witwe in Ducati und löste Gerüchte über angebliche Verhandlungen mit Honda über einen Wechsel aus. Gresini bezog von 1997 bis 2013 Motorräder von Honda.

Der größte Motorradbauer der Welt dementierte gegenüber Motorsport.com Spanien, einer Schwesterseite von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, dass es aktuell Verhandlungen mit Gresini gibt.

Am Sonntagsnachmittag, nachdem der Grand Prix beendet und sich die Gemüter abgekühlt hatten, traf sich Padovani in ihrem Büro im Paddock von Goiania mit Mauro Grassilli, dem Sportdirektor von Ducati. Auch Gresini-Teammanager Michele Masini war anwesend.

Mauro Grassilli, Davide Tardozzi

Ducati-Sportdirektor Mauro Grassilli (links) und Teammanager Davide Tardozzi

Foto: Gold and Goose

Nach 25 Minuten öffnete sich die Tür. "Alles läuft gut, aber ich kann jetzt keine Kommentare abgeben. Ich werde mich dazu nach Austin äußern", sagte Grassilli mit Blick auf den Grand Prix der USA, der am kommenden Wochenende stattfindet.

Quellen aus dem Ducati-Lager deuten an, dass "im Moment der Eindruck besteht, dass alles beim Alten bleibt" - mit VR46 und Gresini als Ducatis Satellitenteams. Was sich bewegt, sind lediglich die Puzzleteile.

Pedro Acosta kommt von KTM ins Ducati-Werksteam, und Aldeguer wechselt von Gresini zu Rossis Team. Ducati möchte, dass die Satellitenteams auch anteilig zur Deckung der Gehälter ihrer Fahrer beitragen.

Derzeit haben Aldeguer und Fabio Di Giannantonio direkte Verträge mit dem Werk. Diese Situation wird sich 2027 etwas ändern: Rossis Team wird einen Teil von Aldeguers Gehalt übernehmen. Genau darin liegen die Verhandlungen mit Gresini.

Dies scheint jedoch kein Hindernis für die Verlängerung des Vertrags zwischen beiden Parteien zu sein, die in den kommenden Tagen bestätigt werden dürfte.

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