Grünes Licht für die Concorde-Vereinbarung der MotoGP
Die MotoGP-Hersteller und der Promoter haben sich auf eine neue Concorde-Vereinbarung geeinigt - Das ebnet nun den Weg für zahlreiche Fahrerwechsel
Die neue MotoGP-Rahmenvertrag steht
Foto: Stephen Blackberry / NurPhoto via Getty Images
Nach mehr als einem Jahr harter Verhandlungen haben die Hersteller, die an der MotoGP-Weltmeisterschaft teilnehmen, sowie die MotoGP Sports Entertainment Group (MSEG), der Promoter der Serie, die Rahmenvereinbarung genehmigt, die beide Seiten für die kommenden fünf Jahre aneinander bindet.
Die zähen Verhandlungen dauerten länger als ursprünglich von beiden Seiten erwartet. Hauptgrund dafür war die Strategie der Motorcycle Sports Manufacturers Association (Hertstellervereinigung MSMA), die den aktuellen Zeitpunkt als Gelegenheit sah, besonders entschlossen die bestmöglichen Bedingungen auszuhandeln.
Motorsport.com, einer Partnerseite von Motorsport-Total.com, hat erfahren, dass sowohl die Hersteller als auch die unabhängigen Teams die jüngste Version des Vertrags gebilligt haben. Dieser regelt ihre Beziehung zur Meisterschaft von 2027 bis 2031.
Die Vereinbarung enthält eine Option, ihre zentralen Bestimmungen bis 2036 zu verlängern. Beide Parteien beabsichtigen, den neuen Vertrag beim nächsten Rennwochenende des Kalenders in Brünn, das in zwei Wochen stattfindet, offiziell zu ratifizieren.
Keine prozentuale Beteiligung der Hersteller
Der Hauptstreitpunkt war finanzieller Natur. Hersteller und Teams drängten darauf, einen prozentualen Anteil an den Einnahmen der Meisterschaft zu erhalten, wie in der Formel 1.
Die meisten Teamverantwortlichen hielten dies für die fairste Lösung, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten am Erfolg der Meisterschaft teilhaben, während sie gleichzeitig motiviert werden, zu deren Wachstum und steigender Popularität beizutragen - ein zentrales Ziel der neuen Eigentümer von Liberty Media.
Dies erwies sich jedoch lals rote Linie für CEO Carmelo Ezpeleta und Sportdirektor Carlos Ezpeleta. Am Ende einigten sich die Parteien auf einen festen jährlichen Betrag von rund acht Millionen Euro, der auf mehrere Kategorien verteilt wird.
Es ist wichtig zu betonen, dass sich die Zustimmung derzeit auf eine Rahmenvereinbarung bezieht und mehrere Punkte noch offen sind, insbesondere jene, die die Verpflichtungen betreffen, welche die Teams ab dem kommenden Jahr eingehen müssen.
Die Priorität der MSEG liegt vor allem darin, die Kommunikations- und Marketingaktivitäten zu stärken. Entsprechend wurden die Teams aufgefordert, diese Bereiche personell und organisatorisch auszubauen. Gleichzeitig laufen weiterhin Gespräche über formale und operative Änderungen, die bereits 2027 in Kraft treten sollen.
MotoGP 2027: Fahrerbekanntgaben zu erwarten
Fest steht jedoch schon jetzt, dass dieser Durchbruch eine Reihe von Ankündigungen zu Fahrerwechseln und Vertragsverlängerungen für 2027 ermöglichen wird, von denen viele Berichten zufolge bereits seit mehreren Monaten vereinbart sind.
Abgesehen von Aprilia, das mit der Bekanntgabe der Vertragsverlängerung von Marco Bezzecchi den ersten Schritt gemacht hat, wurde bislang keine der anderen Vereinbarungen offiziell veröffentlicht. Es ist davon auszugehen, dass sich dies in den kommenden Tagen ändern könnte und einige Bestätigungen folgen werden.
Viele dieser Wechsel gelten bereits als weitgehend erwartet. Dazu zählen die Vertragsverlängerung von Marc Marquez bei Ducati, der Aufstieg von Pedro Acosta ins Ducati-Werksteam, der Wechsel von Fabio Quartararo zu Honda, der Wechsel von Jorge Martin zu Yamaha sowie der Wechsel von Francesco Bagnaia zu Aprilia.
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