Hat Honda das beste Motorrad? "Man weiß es nie", meint Marc Marquez

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Hat Honda das beste Motorrad? "Man weiß es nie", meint Marc Marquez
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28.03.2019, 17:39

Trotz schwierigem Testwinter stand Honda beim Saisonauftakt mit zwei Fahrern auf dem Podest - Ist die RC213V das beste Motorrad? - Das sagen Marquez und Crutchlow

Der Winter 2018/19 war im Honda-Lager von Verletzungen geprägt. Marc Marquez erholte sich von einer Schulteroperation, Cal Crutchlow kehrte erst Ende Januar von seiner schweren Beinverletzung vom Australien-Grand-Prix zurück und auch Neuling Jorge Lorenzo laborierte an einer Handgelenksverletzung. Noch beim letzten Wintertest in Katar hieß es aus dem Honda-Lager, dass man zwar beim Motor Fortschritte erzielt hat, aber Marquez und Crutchlow waren mit dem Gefühl für die RC213V noch nicht restlos zufrieden.

"Ich konnte im vergangenen Herbst nicht testen, was wahrscheinlich wichtiger gewesen wäre, als die diesjährigen Tests", meint Crutchlow. "In Malaysia und Katar konnte ich dann auch nicht viel erledigen. Meine Verletzung hat mich aber nicht davon abgehalten, das Motorrad zu fahren. Es waren andere Gründe, weshalb ich nicht so viel machen konnte." Deshalb war der Brite vor dem Saisonauftakt nicht zu euphorisch.

Doch dann wurden beide im ersten Rennen nur knapp von Ducati-Star Andrea Dovizioso geschlagen. Marquez und Crutchlow standen beim Nachtrennen in Katar als Zweiter und Dritter auf dem Podest. Da der Losail-Circuit noch nie eine Paradestrecke für Honda war und man zudem keinen optimalen Testwinter hatte, stellt sich die Frage, ob die RC213V derzeit das beste Motorrad im Feld ist. "Man weiß nie, ob man das beste Motorrad hat", antwortet Marquez darauf. "Aber ich weiß, dass ich im besten Team und in der besten Situation bin."

Wichtiges Ergebnis in Katar

Honda hat über den Winter am Motor gearbeitet und mehr Leistung gefunden. Das V4-Triebwerk ist seit dem ersten Rennen versiegelt und darf nicht mehr weiterentwickelt werden. Dafür wollen sich die Ingenieure nun den anderen Aspekten des Motorrades widmen, denn eine Entwicklung von Chassis, Dämpfern, der Gewichtsverteilung und so weiter ist erlaubt. Laut Honda stimmt die Basis, wie die beiden Podestplätze in Katar gezeigt haben.

Cal Crutchlow

Cal Crutchlow eroberte nach langer Verletzungspause gleich einen Podestplatz

"Das war für mich ein sehr wichtiges Ergebnis", betont Marquez, dass ihn die knappe Niederlage gegen Dovizioso nicht zu sehr geärgert hat. "In diesem Winter war die Arbeit anders, aber wir sind jetzt auf dem gleichen Level. Das ist das Wichtigste. Wir werden in den nächsten Rennen sehen, wie das Level von uns und der Konkurrenz aussieht. Wenn wir uns in der Box auf uns konzentrieren, können wir stark sein." An diesem Wochenende wird in Termas de Rio Hondo gefahren. Marquez gewann dort 2014 und 2016. Im Vorjahr hieß der Sieger Crutchlow.

Schulter bereitet Marquez keine Schwierigkeiten

Der Brite lobt die Fortschritte beim Motor, aber: "Ich spürte in anderen Bereichen Schwächen. Daran arbeiten wir zumindest auf meiner Seite mit Honda. Bis zum Rennen in Katar erzielten wir Fortschritte." Damit meint Crutchlow ein nicht optimales Gefühl für den Vorderreifen am Kurveneingang. "Es kann aber von Strecke zu Strecke anders sein. Positiv ist, dass wir in Katar in guter Form waren, denn das ist normalerweise nicht die beste Strecke für uns", so die Speerspitze vom LCR-Team.

Körperlich fühlen sich beide wieder fit. "Ich habe schon in Katar gesagt, dass die Schulter für meine Performance auf dem Motorrad keine Probleme machte", betont Marquez. "Dann habe ich versucht, wieder zu meinem normalen Trainingsprogramm zurückzukehren. Für Motocross ist es leider noch zu früh, denn ich hatte noch Schmerzen. Auch im Flugzeug hatte ich Schmerzen, aber generell denke ich nicht mehr daran. Für die MotoGP ist es kein Problem." In der Pause zwischen den ersten beiden Rennen zeigte Marquez ein Instagram-Video mit spektakulären Motocross-Sprüngen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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