Herve Poncharal betont: "Wichtig, dass die Fahrer an das Projekt glauben"

Nach der enttäuschenden Saison mit Raul Fernandez und Remy Gardner freut sich Tech-3-Teamchef Herve Poncharal auf Pol Espargaro und Augusto Fernandez

Herve Poncharal betont: "Wichtig, dass die Fahrer an das Projekt glauben"
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Seit der Saison 2019 arbeitet Herve Poncharal mit seinem Tech-3-Team mit KTM zusammen. Ab 2023 wird der Rennstall neu aufgestellt. Es wird offiziell das neue GasGas-Werksteam sein, obwohl es technisch die gleiche RC16 bleiben wird, wie sie das KTM-Team fährt.

Mit Pol Espargaro und Moto2-Weltmeister Augusto Fernandez geht GasGas mit neuen Fahrern an den Start. Von Remy Gardner und Raul Fernandez hat man sich nach einem Jahr verabschiedet. Nachdem beide die Moto2-Saison 2021 dominiert hatten, fiel es ihnen in der MotoGP schwer.

Mit 14 beziehungsweise 13 WM-Punkten beendeten Raul Fernandez und Gardner die Saison auf den Plätzen 22 und 23. Tech 3 belegte den letzten Platz der Teamwertung. "Das Leben hat mir einige Lektionen gelehrt", sagt Poncharal bei 'MotoGP.com'.

"Wenn man mich vor einem Jahr gefragt hätte, was ich über unsere Fahrer für 2022 denke, dann hätte ich gesagt, dass es eine Traumpaarung ist. Wir hatten große Ambitionen. Wir dachten, dass es eine Traumsaison sein würde, aber leider hat es nicht so funktioniert, wie wir es erhofft hatten."

Zwischen den Zeilen lässt Poncharal dennoch Kritik durchblicken. Raul Fernandez wollte eigentlich mit RNF-Yamaha in die MotoGP aufsteigen, musste dann aber seinen KTM-Vertrag erfüllen. Und Gardner wurde von KTM vorgeworfen, dass er "nicht professionell genug" war.

Poncharal drückt sich diplomatisch aus: "Es ist egal, in welcher Phase ein Projekt ist. Man braucht Leute, die sich engagieren und den Willen haben, Teil dieses Projekt zu sein, weil sie daran glauben. Es ist sehr wichtig, zusammen zu sein und zu pushen, um das gleiche Ziel zu erreichen."

"Ein Ziel, eine Vision! Wir müssen das gemeinsam haben. Ich denke, Pol war fast der Sohn der Pierer-Mobility-Familie. Er hat uns verlassen, weil er sich einen Traum erfüllen wollte. Er ist jetzt sehr glücklich, dass er wieder zurück ist."

"Augusto hat hart gearbeitet, um den Schritt in die MotoGP zu machen. Wir freuen uns darauf, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir warten auf ihre Informationen, die sie uns mit einem Lächeln mitteilen."

"Im nächsten Jahr haben wir 21 Rennen. Es wird sehr wichtig, dass man es genießt, wenn man zusammen ist. Man braucht gemeinsame Pläne, Ziele und Wünsche. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich Pol und Augusto habe."

Pol Espargaro schätzt Augusto Fernandez

Espargaro kehrt in ein bekanntes Umfeld zurück. Von 2014 bis 2016 fuhr er für Tech 3 (damals mit Yamaha) und von 2017 bis 2020 für KTM. Nach dem Testtag in Valencia sprühte er vor Freude, denn die KTM hat die grundsätzliche DNA beibehalten.

Wie schätzt Espargaro seinen neuen Teamkollegen ein? "Von den Moto2-Fahrern zählte er zu den Besten", lobt der Spanier seinen Landsmann bei 'MotoGP.com'. "Er ist einer der Schnellsten und auch körperlich ist er stark. Ich denke, er wird den Schritt in die MotoGP gut managen."

"Er ist ein freundlicher Kerl. Sein Vater ist auch immer dabei und er ist auch ein sehr guter Typ. Ich denke, die Atmosphäre in der Box wird sehr gut sein. Ich hoffe, wir können uns gegenseitig antreiben, damit wie zu den Schnellsten in der KTM-Gruppe zählen."

Für Moto2-Weltmeister Augusto Fernandez wird natürlich ein Traum wahr: "Ich bedanke mich bei GasGas und der KTM-Gruppe für diese Chance. Seit ich im Vorjahr für das Moto2-Team unterschrieben habe, fühle ich mich sehr wohl. Ich liebe diese Familie und dieses Projekt."

"Ich bin stolz, im nächsten Jahr Teil des Teams zu sein. Ich finde, es ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel in die MotoGP. Pol hat viel MotoGP-Erfahrung und war in der Vergangenheit mit der KTM sehr schnell. Mit Jack und Brad ist es ein sehr erfahrenes Team. Ich werde viel lernen."

Der eine Testtag in Valencia ist für beide GasGas-Fahrer positiv verlaufen. Espargaro fühlte sich in seinem "alten" Umfeld wieder sofort wohl. Und Augusto Fernandez erhielt einen ersten Eindruck, wie viel er in der Königsklasse lernen wird müssen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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