Hinterreifen funktionierte "nicht normal": Quartararo in Aragon Achter

Ein schlechter Hinterreifen ist die Erklärung für Fabio Quartararos achtem Platz in Aragon - Trotzdem ist das für seine WM-Ambitionen "kein Desaster"

Hinterreifen funktionierte "nicht normal": Quartararo in Aragon Achter

Fabio Quartararo spielte im MotorLand Aragon keine Rolle bei der Vergabe der Podestplätze. Der Yamaha-Fahrer verlor von Beginn an Positionen und kam schließlich als Achter ins Ziel. Das war nach Jerez, wo er mit Armpump zu kämpfen hatte, sein zweitschlechtestes Ergebnis in der MotoGP-Saison 2021.

"Vom Start weg habe ich gespürt, dass der Hinterreifen nicht normal funktioniert", erklärt Quartararo den Grund für seinen Rückfall. "Heute hat irgendetwas nicht funktioniert. Ich weiß es nicht. Wir müssen das checken. Ich will niemanden beschuldigen."

"Aber ich hatte das ganze Rennen ein merkwürdiges Gefühl vom Hinterreifen. Ich möchte es nicht auf den Reifen schieben, aber dieses Gefühl hatte ich das ganze Wochenende nicht. Ich konnte nicht richtig verzögern, ich hatte keinen Grip und keine Traktion. Also ist etwas falsch gelaufen."

Quartararo fuhr so wie alle anderen Fahrer mit dem weichen Hinterreifen. Seit Wochen mehrt sich die Kritik, dass es zwischen zwei Reifen der gleichen Mischung Qualitätsunterschiede gibt. Die Reifen werden zugelost. Glück entscheidet.

Schon in Silverstone hatten Francesco Bagnaia, Joan Mir und Valentino Rossi Michelin für die Qualitätsunterschiede kritisiert. Nun hat es Quartararo getroffen, obwohl er sich unmittelbar nach dem Rennen mit deutlichen Worten Richtung Michelin zurückhielt.

Fabio Quartararo

Für die WM war das Aragon-Rennen verkraftbar

Foto: Motorsport Images

Sonntagnachmittag hatte er auch noch keine Erklärung beziehungsweise Analyse von den Reifentechnikern. "Noch nicht, aber es ist sicher, dass etwas Seltsames passiert ist. Ich bin wirklich nicht zufrieden, weil ich nach dem Warm-up wusste, dass ich die Pace habe."

"Ich hatte die Pace, um für das Podium oder die Top 5 zu kämpfen. Ich bin wirklich nicht glücklich. Wir müssen sehen, was genau passiert ist, weil wir wirklich weit hinter dem Führenden ins Ziel gekommen sind." 16,5 Sekunden fehlten im Ziel.

"Wenn man gewohnt ist, um Siege zu kämpfen, dann ist man von so einem Rennen enttäuscht. Aber als ich Neunter war, habe ich um jeden Punkt gekämpft. Diese Rennen, in denen man nicht aufgibt, sind für die WM sehr wichtig", hat Quartararo das große Gesamtbild im Kopf.

Und für seine WM-Ambitionen ist dieser achte Platz verschmerzbar. Sein Vorsprung schrumpfte von 65 WM-Punkten auf 53. Erster Verfolger ist nun Aragon-Sieger Francesco Bagnaia (Ducati). Fünf Rennen sind noch zu fahren. Quartararo hat mehr als zwei Siege Vorsprung.

"Es ist kein Desaster, das kann passieren", hakt er Aragon ab. "Seit Sachsenring ist mein Vorsprung immer größer geworden. Es kann auch passieren, dass ich Punkte verliere. Jetzt ist das zum ersten Mal seit langer Zeit passiert. Deshalb ist es kein Desaster. Wir müssen aber herausfinden, was heute passiert ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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