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"Hoffentlich nicht mein letztes Jahr": Valentino Rossi vor MotoGP-Auftakt 2021

Vor Beginn seiner 26. Saison in der Motorrad-WM und seiner 22. in der Königsklasse hegt Valentino Rossi den Wunsch, noch mindestens ein Jahr dranzuhängen

"Hoffentlich nicht mein letztes Jahr": Valentino Rossi vor MotoGP-Auftakt 2021

Valentino Rossi plant derzeit nicht, dass die MotoGP-Saison 2021, die am Sonntag mit dem Grand Prix von Katar in Losail beginnt, seine Abschiedstour wird. Auch im Alter von 42 Jahren ist der Italiener noch immer Feuer und Flamme für Motorradrennen. Das wird anhand seiner Aussagen auf der Pressekonferenz am Donnerstag einmal mehr deutlich.

"Das Gefühl am Donnerstag vor dem ersten Rennen einer Saison ist immer das gleiche. Es fühlt sich jedes Mal wie der erste Schultag an", grinst Rossi und sagt: "Das ist immer aufregend. Und wenn das Gruppenfoto mit allen Fahrern gemacht wird, weiß man, dass es nur noch ein paar Stunden sind bis es losgeht."

Stand heute hofft Rossi, dessen Vertrag bei Petronas-Yamaha zunächst nur für ein Jahr gilt, der aber eine Option für 2022 umfasst, dass 2021 noch nicht zu seinem Abschiedsjahr wird: "In Prozent kann ich es nicht ausdrücken, aber ich hoffe, dass es nicht mein letztes Jahr sein wird. Das hängt aber natürlich sehr stark von den Ergebnissen ab."

1996 gab Rossi in der 125er-Klasse sein Debüt in der Motorrad-WM. Vier Jahre später stieg er mit je einem WM-Titel in der 125er- und in der 250er-Klasse in die Königsklasse auf, die damals die 500er-Klasse war. Die Saison 2021 wird für Rossi somit die 26. in der WM und die 22. in der Königsklasse, welche seit 2002 die MotoGP-Klasse ist.

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Valentino Rossi

"The Doctor" steht vor seiner insgesamt 26. Saison in der Motorrad-WM

Foto: Motorsport Images

"26 Jahre sind natürlich eine lange Zeit, in der ich mich natürlich verändert habe. Ich bin älter geworden und habe ein anderes Gefühl", sagt Rossi im Alter von 42 Jahren, um aber sofort hinterher zu schieben: "Die Leidenschaft für das Motorradfahren und für die MotoGP-WM ist immer noch die gleiche. Und morgen wir die Aufregung, zum ersten Mal aus der Box zu fahren, die gleiche sein wie früher. Ich freue sehr, dabei zu sein und werde versuchen, mein Bestes zu geben, um konkurrenzfähig zu sein."

Erstmals seit 2012 geht Rossi nicht für das Yamaha-Werksteam an den Start. Bei Petronas-Yamaha ist er nun in einem Satellitenteam unterbracht, was auf ihn zuletzt in der Saison 2001 zutraf, als er bei Nastro-Azzurro-Honda Weltmeister in der 500er-Klasse wurde. Weil es sich bei Petronas-Yamaha aber um ein werksunterstütztes Satellitenteam handelt, war die Umstellung für Rossi im Winter gar nicht so groß.

Valentino Rossi

Ins Petronas-Yamaha-Team musste sich Rossi nicht lange eingewöhnen

Foto: Motorsport Images

"Ob im Werksteam oder im Petronas-Team, jeder gibt sein Maximum, um zu gewinnen. Den Druck gibt es hier wie dort. Der Unterschied ist, dass ich jetzt weniger Leute um mich herum habe, die sich um mein Motorrad kümmern. Die Atmosphäre aber ist gut und sie war auch im Werksteam gut. Ich sehe da keinen großen Unterschied", so Rossi, der bei Petronas-Yamaha zusammen mit seinem Kumpel und einstigen VR46-Lehrling Franco Morbidelli ein Team bildet.

"Aus persönlicher Sicht freut es mich sehr, Franco als Teamkollege zu haben. Wir kennen uns sehr gut und verbringen viel Zeit miteinander in Tavullia, beim Training, aber auch Freizeit", sagt Rossi und merkt an: "Auf der Strecke ist er aber vielleicht nicht der beste Teamkollege, denn er ist richtig stark."

"Dass Franco schnell ist, wissen wir. Aber in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison war Franco meiner Meinung nach die Überraschung der MotoGP-Szene. Er hat drei Rennen gewonnen. Somit wird es schwierig für mich, weil der Teamkollege nun mal der erste Gegner ist. Ich hoffe, dass wir ein paar tolle Positionskämpfe ausfechten werden", so Rossi über Morbidelli, der die MotoGP-Saison 2020 als Vizeweltmeister abgeschlossen hat und der jetzt mit der Rolle, einer der Titelfavoriten zu sein, durchaus leben kann.

Franco Morbidelli, Valentino Rossi

Franco Morbidelli: Ab sofort nicht nur Kumpel, sondern auch Teamkollege

Foto: Petronas SRT

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Fahrer Valentino Rossi
Teams Petronas Yamaha SRT
Urheber Mario Fritzsche