Hohes Regenrisiko für Spielberg: Wird das MotoGP-Rennen planmäßig gestartet?

Angesichts der schlechten Wettervorhersage für Sonntag wägen die MotoGP-Piloten die Szenarien für das Rennen ab - Crutchlow hofft auf Druck auf die Rennleitung

Hohes Regenrisiko für Spielberg: Wird das MotoGP-Rennen planmäßig gestartet?

Stand Samstagabend ist die Wettervorhersage für das MotoGP-Rennen beim Grand Prix der Steiermark in Spielberg weiterhin schlecht. Für die Startzeit 14:00 am Sonntag wird derzeit eine Regenwahrscheinlichkeit von 80 bis 90 Prozent vorhergesagt. Im weiteren Verlauf des Nachmittags soll es dann Gewitter geben, wobei das Regenrisiko bis zum späten Sonntagabend hin mit mindestens 80 Prozent prognostiziert wird.

Weiterlesen:

Die Frage, die sich im MotoGP-Fahrerlager am Samstag nach dem Qualifying gestellt wird: Geht das am Sonntag planmäßig über die Bühne? Wird es verschoben? Oder wird es gar vertagt? "Sollte es richtig richtig viel Regen geben und das Wasser auf der Strecke stehen, dann wäre es sicherlich besser, zu warten", meint Polesetter Jorge Martin in der Pressekonferenz nach dem Qualifying.

Von einer Vertagung auf Montag hält Martin aber nichts. "Montag fände ich nicht gut, denn ich will nach Hause", sagt er und wird von Fabio Quartararo darauf hingewiesen, dass "wir ja sowieso hier bleiben". Hintergrund: Das nächste Rennen findet am kommenden Wochenende ebenfalls in Spielberg statt.

Auch für Francesco Bagnaia hängt die Antwort auf die Frage, ob man den Start verschieben sollte, davon ab, "wie viel Regen es geben wird. Sollte es so sein wie am Freitag, wäre es kein Problem. Sollte es aber so sein wie in Assen 2016, dann wäre das ein großes Problem", so der Italiener.

Jack Miller, der besagtes Rennen in Assen damals gewonnen hat, meint: "Ich bin für alle Bedingungen bereit. Sollte es trocken sein, gut. Sollte es nass sein, auch gut. Sollte es halb [trocken] und halb [nass] sein, umso besser."

Cal Crutchlow

Rückkehrer Cal Crutchlow wünscht sich im Fall der Fälle Druck auf die Rennleitung

Foto: Motorsport Images

Auch der aktuelle WM-Spitzenreiter Quartararo sieht es derzeit noch gelassen: "Was das Wetter betrifft, wird es wohl der beste Plan sein, keinen Plan zu haben. Klar könnte man sagen, wenn es trocken ist, machen wir dieses, wenn es nass ist, probieren wir jenes. Normalerweise aber ist ein solcher Plan schon in der ersten Kurve wieder ganz anders."

Und den Nachsatz mit Blick zu Jorge Martin kann sich Quartararo nicht verkneifen: "Im Gegensatz zu Jorge habe ich kein Problem damit, hier zu bleiben. Sollten wir erst am Montag fahren, wäre das kein Problem."

Cal Crutchlow jedenfalls, der erstmals seit dem Saisonfinale 2020 wieder ein MotoGP-Rennen bestreitet, macht sich deutlich mehr Sorgen: "Hoffentlich sind die Leute, die jetzt Vollzeit in dieser Meisterschaft fahren, clever genug. Hoffentlich üben sie ein bisschen Druck aus, sodass die richtige Entscheidung getroffen wird."

"Wir wissen ja, wie gefährlich diese Strecke schon im Trockenen ist, im Nassen ganz zu schweigen", sagt Crutchlow und bezieht sich damit auf die Gefahren, die von einigen Kollegen bereits am Freitag geschildert wurden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Ducati: Zwei Piloten in erster Reihe, zwei andere tun sich schwerer

Vorheriger Artikel

Ducati: Zwei Piloten in erster Reihe, zwei andere tun sich schwerer

Nächster Artikel

MotoGP-Aus während FT4: Petrucci vom Verhalten der KTM-Chefs enttäuscht

MotoGP-Aus während FT4: Petrucci vom Verhalten der KTM-Chefs enttäuscht
Kommentare laden