Honda-Teamkollege für Quartararo 2027? Das sagen Marini und Mir zur Situation
Fabio Quartararo will sich in Sepang nicht zu Honda-Wechsel äußern - Luca Marini und Joan Mir sprechen über ihre aktuelle Situation und ihre mögliche Zukunft
Was bedeutet das Transferkarussell für Luca Marini und Joan Mir?
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Das MotoGP-Fahrerlager ist in Sepang (Malaysia) zusammengekommen, wo vom Dienstag bis Donnerstag der erste Vorbereitungstest für die Saison 2026 stattfindet. Das große Gesprächsthema ist das Transferkarussell, das in der vergangenen Woche ordentlich an Fahrt aufgenommen hat.
Den Stein ins Rollen gebracht hat der Artikel, wonach Fabio Quartararo Yamaha verlassen und ab 2027 zu Honda wechseln wird. Bei seinem ersten Medientermin am Montag präsentierte sich der Weltmeister von 2021 diesbezüglich zugeknöpft.
"Das Einzige, was ich euch heute bestätigen kann, ist, dass wir mit Teams im Gespräch sind", so Quartararo. "Honda ist eines davon, aber heute ist noch nichts unterschrieben." Außerdem betont er, dass Geld für seine Zukunft nicht der ausschlaggebende Faktor ist.
"Die Leute werfen Summen in den Raum, als wäre das alles schon fix, obwohl noch gar nichts unterschrieben ist. Dann heißt es: 'Er bekommt so und so viel.' Ich könnte sagen, es ist doppelt oder dreifach so viel, aber es stimmt einfach nicht."
"Darum geht es mir auch gar nicht. Ich will gewinnen. Ihr habt in Silverstone gesehen, welche Emotionen ich hatte. Es geht nicht ums Geld. Es geht um die Glücksgefühle, wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen."

Am Montag wollte Fabio Quartararo den Honda-Wechsel nicht bestätigen
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Sobald Honda die Einigung mit Quartararo bestätigt hat, stellt sich die Frage, wer sein Teamkollege im nächsten Jahr sein wird. Die Verträge von Luca Marini und Joan Mir laufen Ende 2026 aus. Johann Zarco und Diogo Moreira sind im LCR-Team mit Honda-Verträgen für 2027 gesetzt.
Speziell Mir soll als Wackelkandidat gelten. Der Weltmeister von 2020 eroberte im Vorjahr zwar zwei Podestplätze, darunter einen sehr emotionalen beim Honda-Heimrennen in Motegi, aber es gab auch sehr viele Ausfälle und Stürze - manche selbstverschuldet, manche nicht.
"Ich weiß momentan ehrlich gesagt noch nicht, was ich machen möchte - das ist meine aktuelle Situation", findet Mir klare Worte. "Es stimmt, dass ich Fortschritte bei Hondas Projekt gesehen habe. Ich war in schwierigen Zeiten dabei."
"Als ich im vorigen Jahr auf dem Podium stand, habe ich gefeiert, als hätte ich die Meisterschaft gewonnen, weil ein gutes Ergebnis mit ihnen einfach einen ganz eigenen Wert hat. Ich konzentriere mich jetzt darauf, die Saison so gut wie möglich zu starten."

Joan Mir findet so frühe Vertragseinigungen nicht optimal
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Läuft Mir Gefahr, keinen Platz im Transferkarussell zu finden? "Um ehrlich zu sein, ich denke im Moment gar nicht viel darüber nach. Aber andererseits: Wenn die anderen Fahrer ihre Verträge bereits abschließen, müssen wir uns natürlich auch bewegen. Das ist eben die Realität."
"In meinem Fall sorgt das dafür, dass niemand ruhig schlafen kann, weil natürlich keiner ohne Sitz dastehen will", sagt Mir. "Andererseits möchte ich aber auch erst Dinge sehen, bevor ich eine Entscheidung treffe."
"Wenn man sich zu früh unter Druck setzen lässt, kann es leicht passieren, dass man eine Entscheidung trifft, die vielleicht nicht die richtige ist - einfach nur, weil alle anderen schon früher unterschreiben."
"Niemand mag es, alles so schnell abzuschließen, es sei denn, man ist sich absolut sicher, dass man bleiben will. Wenn man allerdings alles zu früh unterschreibt, kann es später passieren, dass beide Seiten es bereuen."

Mit Platz drei in Motegi sorgte Joan Mir für großen Jubel im Honda-Lager
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Bisher ist nicht durchgesickert, ob Mir mit einer Alternative zu Honda Gespräche führt. Aus dem Honda-Lager war zu Jahresbeginn zu hören, dass man abwarten und sich Mirs "Motivationslevel" ansehen will, bevor man ihn für die Zukunft in Betracht ziehen könnte.
Wie schwierig so eine Situation ist, weiß Quartararo aus Erfahrung, wenn er an die kleinen Klassen zurückdenkt: "Der größte Druck, den ich jemals hatte, war, als kein Team mich wollte. Das war echter Druck, wenn du Angst hast und nicht weißt, wie es weitergeht."
"Aber wenn du Angebote hast, wird alles einfacher. Der wahre Stress ist, wenn dich niemand will. Wenn du viele Optionen hast, ist das ein gutes Gefühl - kein Grund für Stress." Nur die absoluten Spitzenfahrer haben mehrere Optionen.
Luca Marini gelassen: "Großartige Beziehung zu Honda"
Marini nahm Ende 2023 seine Karriere in seine eigenen Hände. Er entschied sich, VR46 zu verlassen und bei Honda die Nachfolge von Marc Marquez anzutreten. Ein riskanter Schritt, der sich zusehends auszahlt.
Nach 14 WM-Punkten in der ersten Saison steigerte sich Marini auf 142 im Vorjahr. Honda und die Ingenieure loben den Italiener in den höchsten Tönen für seine analytische Arbeitsweise. Hat er deshalb gute Chancen, auch 2027 bei Honda zu bleiben?

Wird Luca Marini seinen Platz bei Honda behalten dürfen?
Foto: Honda
"Ich stehe ständig in Kontakt mit Honda, mit allen Japanern", sagt Marini und gibt sich betont gelassen: "Wir haben eine großartige Beziehung, und ich denke, jeder hat noch genug Zeit, um diese Themen in Ruhe zu klären."
"Ich glaube, im Moment wird sehr viel geredet, sowohl in den Medien als auch unter den Fahrern. Jeder von uns möchte 2027 in der bestmöglichen Position sein. Das ist aber gar nicht so einfach, denn es ist schwer abzuschätzen, was am Ende wirklich die beste Option sein wird."
"Die Saison 2026 hat ja noch nicht einmal begonnen. Im Moment gibt es einfach viele Spekulationen. Wahrscheinlich auch, weil wir alle zu Hause ein wenig gelangweilt waren und das Feuer früh entfachen wollten. Aber sobald nach den Tests die technischen Themen wieder im Mittelpunkt stehen, wird das Ganze sicher wieder abflauen."
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