HRC: Versuchskaninchen-Dasein besorgt Cal Crutchlow nicht

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HRC: Versuchskaninchen-Dasein besorgt Cal Crutchlow nicht
Autor: Sebastian Fränzschky
07.12.2017, 09:39

Honda stützt die Entwicklung auch auf Cal Crutchlow, der keine Angst davor hat, durch die notwendige Testarbeit seine Rennwochenenden zu versauen.

Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Cal Crutchlow, Team LCR Honda

Im Sommer 2017 unterschrieb Cal Crutchlow einen neuen Vertrag mit HRC. Bisher stand der Honda-Pilot bei LCR unter Vertrag. Der Werksvertrag bescherte Crutchlow zusätzliches Selbstbewusstsein und war eine Art Belohnung für die Testarbeit, die der Brite leistete. Honda orientiert sich im Falle von Crutchlow an Ducatis Strategie, einen Kundenfahrer mit Werksmaterial auszurüsten, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Doch Danilo Petrucci weiß, dass die Rolle des dritten Fahrers nicht nur positive Dinge mit sich bringt. Zu Saisonbeginn opferte der Italiener einige wichtige Trainings, um für Ducati Teile zu testen. Crutchlow hat vor solch einem Schicksal keine Angst.

"Ich habe das ebenfalls getan. Das ganze Jahr über. Es gibt Vorteile und Nachteile. Wenn ich denke, dass etwas positiv ist, dann bleibe ich dabei. Normalerweise ist es immer besser. Und wenn es nicht der Fall ist, dann werde ich es schnellstmöglich wieder los", kommentiert Crutchlow.

"Ich habe in Jerez ein gutes Ergebnis geopfert, weil ich mich das komplette Wochenende über mit etwas beschäftigte, das schwer abzustimmen war. Ich stürzte im Rennen. Der Sturz war nicht darauf zurückzuführen. Doch es hätte das komplette Wochenende über besser laufen können, obwohl ich mich für die erste Reihe qualifizierte", erinnert sich der LCR-Honda-Pilot und stellt fest: "Das sind die Opfer, die man als Teamplayer bringen muss."

Die Arbeitsweise des Teams ändert sich durch den HRC-Vertrag nicht. Bereits in den vergangenen Jahren pflegte Crutchlow einen engen Kontakt zu Honda. Die Japaner interessierten sich stark für die Feedbacks des Briten, der in seiner MotoGP-Karriere bereits Erfahrungen mit Yamaha und Ducati sammeln konnte.

"Es ändert sich nichts. Mein Team arbeitete schon bisher sehr eng mit HRC zusammen. Es ist keine große Sache, dass ich jetzt bei HRC unter Vertrag stehe. Es wirkt sich nicht auf das Team oder dessen Struktur aus", bestätigt Crutchlow, der 2018 seine vierte Saison als Honda-Pilot bestreiten wird.

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