"Ich bleibe nicht": Joan Mir kehrt Honda den Rücken und geht zu Gresini
"In Jerez hatte ich keinerlei Informationen vom Honda-Management" - Mit diesen Worten begründet Joan Mir seinen Wechsel zu Gresini-Ducati für 2027
Seit 2023 fährt Joan Mir für das Honda-Werksteam
Foto: AFP
Joan Mir wird auch in der Saison 2027 in der MotoGP fahren, aber nicht mehr für das Honda-Werksteam. Der Ex-Weltmeister kündigte bereits am vergangenen Wochenende in Le Mans an, dass es bald Neuigkeiten zu seiner Zukunft gebe.
"Ich denke, alles entwickelt sich gut. Es sieht mehr danach aus, dass ich in der MotoGP weiterkämpfen werde", hatte Mir zuletzt in Frankreich gesagt. An diesem Wochenende in Barcelona wurde klar, wie seine Zukunft aussehen wird.
Mir hat sich mit dem Gresini-Team geeinigt. Er wird im nächsten Jahr der Teamkollege von Daniel Holgado werden. Ein Vertrag zwischen Mir und dem Gresini-Team soll bereits unterzeichnet sein.
"Zu diesem Thema kann ich verständlicherweise nichts sagen", sagte Mir nach dem Sprint in Barcelona. "Was ich sagen kann: Nach Jerez habe ich entschieden, nicht bei Honda weiterzumachen. Das ist richtig, ich werde dort nicht bleiben."
Auf die Frage, ob diese Entscheidung auf das Schweigen von Honda zu seiner Zukunft zurückzuführen sei oder ob sie das Ergebnis eines Gesprächs mit den Verantwortlichen der Marke gewesen sei, gab er eine deutliche Antwort.
"In Jerez hatte ich keinerlei Informationen vom Honda-Management darüber, wie es für mich weitergehen würde. Und eines ist klar: Das habe ich nicht verdient. Genau deshalb habe ich entschieden, dass ich dort nicht weitermachen will."
Mir hat seine Zukunft selbst in die Hand genommen und wählt denselben Weg wie Marc Marquez im Jahr 2023, als er sich dazu entschied, Honda zu verlassen, um seiner Karriere mit dem Wechsel zu Gresini-Ducati neuen Schwung zu verleihen.
Damals fuhr Marc Marquez gratis für das kleine italienische Satellitenteam. Seine Einkünfte bezog er von seinen persönlichen Sponsoren und Partnern. Gresini selbst zahlte ihm weder Gehalt noch Erfolgsprämien.
Das war seinerzeit eine ganz bewusste Entscheidung des mittlerweile siebenmaligen MotoGP-Weltmeisters. Würde Mir es genauso machen? "Ja, das würde ich jetzt." Er weigerte sich jedoch zu sagen, ob er das tatsächlich tun werde.
Für 2027 sind nur noch wenige Plätze im Feld frei. Bei VR46-Ducati wird noch ein Teamkollege für Fermin Aldeguer gesucht. Es soll ein Italiener werden. Die Entscheidung wird zwischen Nicolo Bulega und Luca Marini fallen.
Bei Trackhouse-Aprilia ist ebenfalls noch ein Platz frei. Noch zwei freie Plätze hat das Tech3-Team. CEO Günther Steiner bestätigte in Barcelona, dass man auch in den kommenden Jahren mit KTM zusammenarbeiten werde.
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