IRTA-Präsident Poncharal: "MotoGP-Rennen in Europa sollten stattfinden"

Für die Testfahrten und den Saisonauftakt in Katar wird das Sicherheitsprotokoll verschärft - Die MotoGP-Rennen in Europa sollten so wie im Vorjahr stattfinden

IRTA-Präsident Poncharal: "MotoGP-Rennen in Europa sollten stattfinden"

Die Motorrad-Weltmeisterschaft bereitet sich auf die Saison 2021 vor. Zunächst wird sich im März alles auf dem Losail-Circuit in Katar abspielen. Vom 5. bis 7. und vom 10. bis 12. März sind dort Testfahrten für die Königsklasse geplant. Die Klassen Moto2 und Moto3 werden vom 19. bis 21. März testen.

Der Saisonauftakt ist für den 28. März vorgesehen. Anschließend soll am 4. April ein zweiter Grand Prix auf dem Losail-Circuit bei Doha über die Bühne gehen. Jüngst fand in Katar die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft statt, die der FC Bayern München gewonnen hat.

Abseits der sportlichen Schlagzeilen musste der deutsche Rekordmeister auch positive Corona-Tests von Thomas Müller und Benjamin Pavard vermelden. Das zeigt, dass das Risiko einer Ansteckung trotz umfassender Sicherheitskonzepte und Tests vorhanden ist.

Strenges Protokoll für Doha

Auch MotoGP-Promoter Dorna hat das Protokoll des vergangenen Jahres nachgeschärft. Es wird auch eng mit den Behörden Katars zusammengearbeitet, damit die Testfahrten und die beiden Rennen plangemäß über die Bühne gehen können.

Alle Teams werden vor der Reise nach Doha einen Brief erhalten, der sie von der verpflichtenden Quarantäne von sieben Tagen für Einreisende entbindet. Es muss bei der Ankunft zusätzlich ein negativer PCR-Test vorgewiesen werden, der nicht älter als 72 Stunden alt sein darf.

 

Nach der Ankunft am Hamad-Flughafen wird ein weiterer PCR-Test durchgeführt. Die Personen werden dann ins Hotel gebracht und isoliert, bis das Testergebnis vorliegt. Während die Teams vor Ort sind, wird es weitere Tests nach dem Zufallsprinzip geben.

Niemand darf sich frei bewegen

Auch vor der Ausreise aus Katar werden alle erneut getestet werden. Außerdem sind für das MotoGP-Paddock vier Hotels reserviert. Um den Transfer zwischen Hotel und Strecke kümmert sich die Dorna. Außerhalb dieser beiden Bereiche darf sich niemand frei bewegen.

Losail Circuit

Auf dem Losail-Circuit werden zwei Grands Prix stattfinden

Foto: Motorsport Images

"2021 sollte etwas ruhiger werden, aber es ist immer noch schwierig", meint Herve Poncharal, der neben seiner Rolle als Teamchef bei Tech-3-KTM auch Präsident der Teamvereinigung IRTA ist. Der Franzose ist zuversichtlich, dass die Saison planmäßig starten wird.

"Wir haben zwei Rennen in Katar und anschließend sind unsere Freunde in Portimao bereit. Für Katar haben wir ein striktes Sicherheitsprotokoll. Ich denke, für den Moment sind die ersten beiden Rennen sicher. Es wird ein toller Saisonauftakt in Doha."

Seit beginn der Coronavirus-Pandemie wurden in Katar rund 160.000 positive Tests festgestellt. 256 Personen sind verstorben. Die derzeitige Sieben-Tages-Inzidenz in dem Land mit knapp drei Millionen Einwohnern liegt bei 109 (Stand 18. Februar).

Rennen in Europa laut derzeitigem Stand gesichert

Nach diese ersten Überseereise konzentriert sich die weitere Saison auf Europa. Bis Ende September wird ausschließlich auf europäischem Boden gefahren. Man geht davon aus, dass die Rennen so wie im vergangenen Jahr stattfinden werden.

Herve Poncharal

IRTA-Präsident Herve Poncharal ist zuversichtlich, dass die Rennen stattfinden

Foto: Motorsport Images

"Hoffentlich ist es nach dem zweiten Doha-Rennen in Europa etwas einfacher", hofft Poncharal. "Derzeit gibt es keine Zweifel bezüglich der Rennen in Europa. Wir sind optimistisch. Natürlich sind es schlechte Nachrichten, dass wir keine Fans bei den Rennen haben können."

Wann wieder zumindest eine begrenzte Zahl an Zuschauern den Grands Prix beiwohnen darf, ist derzeit ungewiss. Diese Entscheidung treffen letztendlich die nationalen Gesundheitsbehörden in den jeweiligen Ländern.

"Es ist natürlich ein großer Verlust, dass wir keine Gäste im Paddock begrüßen dürfen und dass keine Fans erlaubt sind", seufzt Poncharal. "Das ist ein sehr herber Verlust. Wenn man die ganze Welt in einen Lockdown steckt, dann ist das surreal. Wir erleben Dinge, die komplett unvorstellbar sind."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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