Joan Mir jubelt nach starkem Rennen: "So ein Wochenende habe ich gebraucht"

Aus der ersten Startreihe jagt Joan Mir Francesco Bagnaia und wird Zweiter - Dass Mir das gesamte Portimao-Wochenende konkurrenzfähig war, stimmt ihn sehr glücklich

Joan Mir jubelt nach starkem Rennen: "So ein Wochenende habe ich gebraucht"

Suzuki-Speerspitze Joan Mir zeigte beim Grand Prix der Algarve in Portimao sein vielleicht bestes Wochenende in der MotoGP-Saison 2021. Im Qualifying qualifizierte sich der Weltmeister von 2020 zum ersten Mal in seiner Karriere für einen Startplatz in der ersten Reihe.

In der ersten Kurve sortierte sich Mir hinter den beiden Ducati-Piloten Francesco Bagnaia und Jack Miller ein. Noch in der ersten Runde schnappte er sich Platz zwei von Miller und machte Jagd auf Bagnaia. Es klappte aber nicht mit einer Attacke.

Bagnaia hielt Mir auf Distanz und hatte schlussendlich zweieinhalb Sekunden Vorsprung. "'Pecco' war besser als ich und konnte effektiver fahren", sagt Mir über das "Fernduell" der beiden um den Sieg. "Um dieses Tempo fahren zu können, habe ich mehr Fehler als er gemacht."

Mir hat in der kompletten Saison keine einzige Führungsrunde absolviert. Auch diesmal gab es keine Chance dazu. "'Pecco' hat keinen einzigen Fehler gemacht. Darauf habe ich das ganze Rennen gewartet, aber er ist nicht gekommen."

Trotzdem war der Spanier mit dem zweiten Platz zufrieden. Es war sein sechster Podestplatz in diesem Jahr. Außerdem steht Mir bereits ein Rennen vor Saisonende als WM-Dritter fest. Miller hat 30 Punkte Rückstand und kann ihn nicht mehr überholen.

Portimao macht Hoffnung auf mehr

"Ich bin sehr glücklich über dieses Podium", freut sich Mir. "Es geht nicht nur um das Ergebnis, sondern um das gesamte Wochenende. Es war unglaublich! Ich fühlte mich vom ersten Moment an wohl und war vom ersten Training an konkurrenzfähig. Dann kommt alles viel einfacher."

Francesco Bagnaia, Joan Mir

Francesco Bagnaia leistete sich keinen groben Fehler

Foto: Motorsport Images

"So ein Wochenende habe ich gebraucht. Das Wetter war normal und ich konnte viele Runden bei guten Bedingungen fahren. Danke an das Team, dass sie mir ein Paket gegeben haben, mit dem ich um die Poleposition und um den Sieg kämpfen konnte."

Am Freitag hatte Mir zugegeben, dass er sich nach zuletzt schwierigen Rennen ausgelaugt gefühlt hat. Nach Portimao legte er auch eine Trainingspause ein, um Ruhe zu finden und sich auch mental zu erholen. Das war der richtige Schritt.

Optimismus für Valencia

Außerdem hat Suzuki am Ride-Height-System beim hinteren Dämpfer gearbeitet. In Portimao soll das System bei beiden Fahrern deutlich besser funktioniert haben als noch die erste Version vor wenigen Monaten. Alex Rins wurde Achter.

Joan Mir

Joan Mir freut sich auf das Saisonfinale in Valencia

Foto: Motorsport Images

"Suzuki hat bei Saisonmitte die Situation realisiert. Sie arbeiten in Japan hart", lobt Mir seinen Arbeitgeber. "Normalerweise funktioniert das, was sie bringen. Deshalb freue ich mich auf den Jerez-Test." Denn es gilt, die Basis für das nächste Jahr zu legen.

Davor steht aber noch das Saisonfinale in Valencia auf dem Programm. Im Vorjahr gewann Mir dort sein erstes und bisher einziges MotoGP-Rennen. Im zweiten Valencia-Rennen entschied er damals die WM für sich.

"Ich bin sehr optimistisch", blickt Mir auf das Saisonfinale am kommenden Wochenende. "Normal bin ich dort stark. Unser Paket sieht jetzt etwas besser aus als zu Saisonmitte. Ich denke, dass ich um ein gutes Ergebnis kämpfen kann."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Francesco Bagnaia: Wäre die WM ohne den Sturz in Misano komplett offen?
Vorheriger Artikel

Francesco Bagnaia: Wäre die WM ohne den Sturz in Misano komplett offen?

Nächster Artikel

Duell Jack Miller gegen Alex Marquez um Platz drei: "Wie 2014 in der Moto3"

Duell Jack Miller gegen Alex Marquez um Platz drei: "Wie 2014 in der Moto3"
Kommentare laden