Joan Mir sagt wegen Suzuki-Ausstieg: "Atmosphäre hat sich im Team geändert"

Ex-Weltmeister Joan Mir spricht über die Folgen des angekündigten Suzuki-Ausstiegs - Er gibt zu, dass sich im Team spürbar etwas verändert hat

Joan Mir sagt wegen Suzuki-Ausstieg: "Atmosphäre hat sich im Team geändert"
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Acht MotoGP-Rennen wird Suzuki noch bestreiten. Dann ist Schluss und der Laden wird dicht gemacht. Seit das Team Anfang Mai beim Montagstest in Jerez über diese Entscheidung informiert wurde, gab es Ausfälle, Verletzungen und Enttäuschungen.

Der vierte Platz von Joan Mir in Barcelona war seither das mit Abstand beste Einzelergebnis. "Es war schwierig", sagt der Weltmeister von 2020 gegenüber der englischen Version von 'Motorsport.com'. "Nach der unerwarteten Neuigkeit in Jerez hat sich etwas im Team verändert."

"Ein wenig die Harmonie. Das ist normal. Sie haben nicht gesagt: 'Okay Joan, wir machen im nächsten Jahr nicht weiter.' Sie haben das zu allen gesagt. Das ist für viele schwierig zu managen und zu akzeptieren."

"Die Atmosphäre hat sich sicherlich etwas verändert. Mental ist es schwierig, denn es ist schwierig, die Motivation zu finden. Vorher war das super einfach. Jetzt ist es schwieriger. Und wenn man dann noch Probleme mit dem Motorrad hat. Es ist von allem etwas."

In diesem Jahr ist die Suzuki GSX-RR auf der Geraden schneller geworden. Rins holte in Argentinien und in den USA die einzigen Suzuki-Podestplätze. "Zu Saisonbeginn", startet Mir seine Erklärung, "habe ich gesagt, dass es Zeit braucht, um das neue Motorrad zu verstehen."

Joan Mir

In diesem Jahr gelang dem Ex-Weltmeister noch kein einziger Podestplatz

Foto: Motorsport Images

"Ich musste auch verstehen, wie ich mich auf das neue Motorrad einstellen muss, um das Maximum herauszuholen. Ich habe erwartet, dass das ein paar Rennen dauern wird. Aber ich bin nicht davon ausgegangen, dass es die halbe Saison dauert."

"Der Ausstieg hat also diese Situation nicht besser gemacht. Aber vielleicht schaffen wir in der zweiten Saisonhälfte diesen Klick, der zwei Zehntel beträgt." Denn die Ingenieure mussten eine komplett neue Abstimmung für das Motorrad erarbeiten.

Mir erklärt: "Wenn man so viel mehr Topspeed findet, muss man alles andere adaptieren, damit es in der korrekten Position ist. So ist es immer. Wenn man etwas verbessert, dann wird ein anderer Aspekt schlechter."

"Ich bin trotzdem überzeugt, dass es das beste Paket ist, das wir je hatten. Aber wir müssen daran arbeiten. Die Motivation ist, dass wir tolle Ergebnisse erobern. Nicht nur für mich, sondern damit das Team gemeinsam feiern kann und die restliche Saison genießt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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