Joan Mir schreibt WM-Titel noch nicht ab, aber "ich muss Rennen gewinnen"

Joan Mir will die erfolgreiche Titelverteidigung noch nicht aufgeben, aber dafür müssen Siege her - Die nächsten Strecken sollten der Suzuki liegen

Joan Mir schreibt WM-Titel noch nicht ab, aber "ich muss Rennen gewinnen"

Vor der Sommerpause hatte Joan Mir 55 WM-Punkte Rückstand auf Fabio Quartararo. Nun kam der amtierende MotoGP-Weltmeister in beiden Spielberg-Rennen vor dem Franzosen ins Ziel. Somit konnte Mir den Rückstand auf 47 Zähler reduzieren. Er ist nun punktgleich mit Francesco Bagnaia WM-Zweiter.

"Es ändert sich nichts", winkt Mir ab, als er nach dem Titelkampf befragt wird. "Ich gehe es Rennen für Rennen an. Es stimmt natürlich, dass immer weniger Rennen bleiben. Die nächsten drei werden sehr entscheidend. Es ist wichtig, dass ich dieses gute Gefühl behalte."

Die Ride-Height-Vorrichtung, die Suzuki in Österreich erstmals verwendet hat, war ein Fortschritt. Platz zwei im ersten Rennen auf dem Red-Bull-Ring war Mirs bestes Saisonresultat. Im Flag-to-Flag-Rennen sammelte er dann mit dem vierten Platz wichtige WM-Punkte.

"Spielberg ist nicht die beste Strecke für uns. Trotzdem konnte ich einige WM-Punkte aufholen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, aber ich erwarte natürlich mehr", hält der Spanier fest. Er hat wieder zu seiner Konstanz gefunden, aber der Rückstand auf Quartararo bleibt groß

Joan Mir weiß: "Ich muss Rennen gewinnen"

Um den Franzosen zu überholen, müsste Quartararo zweimal gar keine WM-Punkte sammeln. Gleichzeitig müsste Mir beide Rennen gewinnen. Im Vorjahr wurde Mir mit einem Sieg Weltmeister. Dass das in dieser Saison zu wenig sein wird, ist ihm bewusst.

Joan Mir

Ohne Rennsiege wird die Titelverteidigung für Joan Mir fast unmöglich

Foto: Motorsport Images

"Ich glaube, dass wir zwei oder drei Rennen gewinnen müssen, um den Titel holen zu können", sagt Mir und ist zuversichtlich. "Jetzt kommen bessere Strecken für uns. Deswegen glaube ich, dass sich Chancen ergeben werden. Wichtig ist, das wir uns weiter verbessern."

Das nächste Rennen findet in Silverstone statt. Dort wurde zuletzt 2019 gefahren. Damals besiegte Mirs Suzuki-Teamkollege Alex Rins im Fotofinish Marc Marquez. Anschließend steht das MotorLand Aragon auf dem Programm. Dort holte Rins im Vorjahr den Sieg, Mir wurde Dritter.

Danach geht es nach Misano, wo Mir in der vergangenen Saison Dritter war. Valencia steht im Herbst ebenfalls noch auf dem Programm. Dort hat er im Vorjahr seinen bisher einzigen MotoGP-Sieg gefeiert. Mit Blick auf den Kalender hat Mir die Titelverteidigung noch nicht abgeschrieben.

Psychospielchen zwischen Mir und Quartararo?

"Ich denke, dass ich mindestens zwei Rennen gewinnen muss, um Weltmeister zu werden. Es würde mich überraschen, wenn ich keine Siege brauchen würde." Sollte ihm das gelingen, will Mir Quartararo auch psychologisch unter Druck setzen.

Fabio Quartararo, Joan Mir

Bisher ist das Verhältnis zwischen Fabio Quartararo und Joan Mir gut

Foto: Motorsport Images

Aus dem vergangenen Herbst weiß Mir, wie sich ein WM-Kampf anfühlt. "Ich glaube, Fabio beginnt jetzt eine andere Meisterschaft. Er hat einen großen Vorsprung. Ich glaube, der Druck wird auf ihn immer größer. Als Fahrer ist es nicht einfach, mit diesem Druck umzugehen."

"Auch der gesamte Druck von Yamaha lastet auf ihm. Das war im Vorjahr nicht der Fall. Natürlich macht er es sehr gut, aber er hat jetzt auch viel mehr Druck", glaubt Mir. Auf der anderen Seite kann Quartararo über diese Aussagen nur lachen.

"Ich denke, das ist von ihm eine kleine Strategie, um mich unter Druck zu setzen", meint die Yamaha-Speerspitze. "Mich beeinflusst das gar nicht. Das ist nur ein lustiges Spiel. Ich werde in Silverstone um den Sieg kämpfen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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