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Johan Stigefelt: Budgetplanung schwierig, aber Corona spart auch Geld

In Zeiten der Corona-Pandemie ist die Budgetplanung für ein MotoGP-Team nicht einfach - Manche Ausgaben steigen, in anderen Bereichen wird Geld gespart

Johan Stigefelt: Budgetplanung schwierig, aber Corona spart auch Geld

Das Sepang-Racing-Team ist in allen drei Klassen aktiv. In der MotoGP arbeitet man mit Yamaha zusammen und fährt mit Valentino Rossi und Franco Morbidelli. In der Moto2 setzt man auf Kalex und tritt mit Xavi Vierge und Jake Dixon an. Und in der Moto3 sitzen John McPhee und Darryn Binder auf Motorrädern von Honda.

Mit Petronas hat der Rennstall aus Malaysia einen potenten Hauptsponsor für alle drei Klassen. Trotzdem muss auf das Budget geachtet werden, speziell in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Die Finanzplaner stehen seit einem Jahr vor keiner einfachen Aufgabe.

"Wenn man das Budget für eine normale Saison aufstellt, dann weiß man mehr oder weniger die Fixkosten und die laufenden Kosten", sagt Teamdirektor Johan Stigefelt. "Das vergangene Jahr war bezüglich Budgetplanung sehr schwierig, weil wir nicht die genauen Kosten kannten."

2020: Manche Kosten gestiegen, manche gesunken

Es gab in der Saison 2020 im Endeffekt zwar nur 14 Rennen, aber es bestand lange Planungsunsicherheit. Ende Juli gab es Gewissheit, dass es keine Überseerennen geben wird. Da im Paddock keine Gäste erlaubt waren - und bis heute sind - sparten die Teams bei der Hospitality.

Auf der anderen Seite mussten PCR-Test organisiert und bezahlt werden, damit alle Teammitglieder das Fahrerlager betreten dürfen. Das gilt auch Anfang 2021 immer noch, obwohl der Großteil des Fahrerlagers in Katar geimpft worden ist.

Valentino Rossi, Johan Stigefelt

Johan Stigefelt (li.) hat in diesem Jahr Superstar Valentino Rossi im Team

Foto: Motorsport Images

"Im Vorjahr stiegen die Kosten in bestimmten Bereichen, in anderen sanken sie", sagt Stigefelt. "Für dieses Jahr haben wir gehofft, dass es ein normaleres Jahr wird, aber das ist es nicht. Katar war eine große Ausgabe für uns, weil wir mit sehr vielen Mitarbeitern ein Monat lang dort waren."

Im Anschluss an die MotoGP-Testfahrten fanden Testtage für die beiden kleinen Klassen statt. Dann folgten zwei Grands Prix auf dem Losail-Circuit. Einige aus dem Paddock reisten direkt nach Portimao weiter und kehrten erst danach nach Hause zurück.

"Wir haben immer eine Reserve und einen Notfallplan, falls man mehr Budget braucht", sagt Stigefelt. "Wir tendieren dazu, unterhalb des Budgetrahmens zu bleiben. Es ist in diesen Zeiten aber nicht so einfach."

Kosteneinsparung in den beiden kleinen Klassen

Als sich vor einem Jahr abzeichnete, dass man 2020 keinen vollen Kalender haben wird, wurden einige Maßnahmen zur Kostensenkung beschlossen. In der MotoGP wurde die Motorentwicklung eingefroren, und auch in den beiden kleinen Klassen gab es einen Entwicklungsstopp.

Xavi Vierge

Das Petronas-Team ist in allen drei GP-Klassen am Start

Foto: Motorsport Images

"Wir sollten insgesamt Kosten sparen, vor allem weil viele technische Komponenten eingefroren sind. Speziell in der Moto2 und in der Moto3 sparen wir uns Kosten", bestätigt Stigefelt. "Honda [Moto3] stellt kein neues Motorrad zur Verfügung."

"Kalex [Moto2] bleibt beim gleichen Chassis. Wir können noch viele Teile von 2020 verwenden. Auf technischer Seite und bei den laufenden Kosten sparen wir uns etwas Geld." Offen bleibt, ob im Herbst 2021 die geplanten Überseerennen stattfinden können. Sollten sie abgesagt werden, würden sich die Teams in allen Klassen hohe Reisekosten sparen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Fahrer Johan Stigefelt
Teams Petronas Yamaha SRT
Urheber Gerald Dirnbeck