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Johann Zarco greift neu an: So will er seine Honda-Kollegen 2026 schlagen

Johann Zarco will 2026 wieder zur Honda-Speerspitze werden - Doch gegenüber den Markenkollegn Joan Mir und Luca Marini setzt er auf einen eigenen Weg

Johann Zarco greift neu an: So will er seine Honda-Kollegen 2026 schlagen

Johann Zarco will seine Schwierigkeiten überwinden und wieder angreifen

Foto: Getty Getty

Johann Zarco steht in der MotoGP-Saison 2026 vor einer entscheidenden Aufgabe: Nach einem schwierigen Saisonabschluss 2025 will er sich wieder auf Augenhöhe mit den Honda-Werkspiloten Joan Mir und Luca Marini etablieren.

Die Voraussetzungen dafür sind besser als zuletzt. Doch Zarco weiß, dass der Weg zurück an die Spitze innerhalb Hondas nicht über simples Kopieren der Set-ups führen wird.

In der Krisenphase von Honda 2024 und zu Beginn des Jahres 2025 war Zarco der wichtigste Leistungsträger der Marke. Sein Sieg beim verregneten Frankreich-Grand-Prix sowie ein weiteres Podium in Silverstone zählten zu den wenigen Highlights für den seit einigen Saisons strauchelnden japanischen Hersteller.

Zarco-Knick kam mit Honda-Updates

Doch mit einem großen technischen Update zur Saisonmitte 2025, das die RC213V deutlich konkurrenzfähiger machte, verlor Zarco den Anschluss. Während Mir und Marini vom Entwicklungsschritt profitierten, tat sich der LCR-Pilot schwer mit der Umstellung. Zwischenzeitlich ging er sogar zurück auf eine ältere Spezifikation, um verloren gegangenes Vertrauen ins Motorrad zurückzugewinnen.

2026 beginnt für Zarco nun ein neuer Abschnitt. Es ist das erste Jahr seines neuen Zweijahresvertrags, den er gegen Ende der vergangenen Saison unterschrieben hat.

Gleichzeitig erwartet Honda mehr Konstanz vom LCR-Satellitenteam, das trotz des späten Aufschwungs des Werksteams nur Vorletzter in der Teamwertung wurde. Da Rookie Diogo Moreira noch Eingewöhnungszeit in der MotoGP benötigen dürfte, liegt ein Großteil der Ergebnisverantwortung bei Routinier Zarco.

Was Zarco 2026 entgegenkommt

Ein Vorteil könnte die technische Kontinuität sein: Honda richtet viele Ressourcen bereits auf das 850-ccm-Projekt für 2027 aus. Deshalb gilt die aktuelle RC213V als weitgehend eingefroren, größere In-Season-Upgrades nach dem ersten Saisondrittel sind unwahrscheinlich. Genau darin sieht Zarco eine Chance.

"Ich arbeite mit meinem Techniker daran, mich auf die Saison vorzubereiten, damit wir im Problemfall schnell reagieren können, denn ich fühle mich gut auf dem Motorrad und kenne mein Bike. Wenn ich meine Rückmeldungen gebe, können sie etwas ändern und das funktioniert", erklärt der LCR-Pilot seine Herangehensweise.

"Letztes Jahr hatten wir das sehr gut im Griff. Dann habe ich diesen Fluss im Laufe der Saison verloren, als sich das Motorrad zu verändern begann", blickt Zarco auf sein Formtief zurück. "Jetzt wissen wir, dass sich das Bike dieses Jahr nicht stark verändern wird, weil wir ein anderes Projekt für 2027 haben. Deshalb freue ich mich darauf, an kleinen Dingen zu arbeiten, die dem Fahrer viel bringen."

Aufbauarbeit beim Sepang-Test

Beim Vorsaisontest in Sepang war Zarco zunächst stark in Entwicklungsarbeit für LCR und Honda eingebunden. Entsprechend blieb am ersten Testtag kaum Zeit, um ein optimales Fahrgefühl aufzubauen. Am zweiten Tag konnte er das Tempo steigern.

Dennoch fühlte sich der Franzose weiterhin nicht so sicher wie Mir und Marini, denen er direkt auf der Strecke folgte. Regen am Nachmittag bremste die Arbeit zusätzlich.

Am dritten Testtag gelang schließlich der Durchbruch: Zarco fand ein deutlich besseres Gefühl und schloss den Tag auf Rang 15 ab, nur drei Zehntel hinter Mir und sogar noch vor Marini auf dem 16. Platz. Sein Fazit fiel entsprechend positiv aus.

"Ich habe den Sepang-Test mit einer positiven Note beendet. Das Gefühl wurde immer besser, denn an den ersten beiden Tagen hatte ich noch zu kämpfen, weil das, was ich auf dem Motorrad gemacht habe, nicht richtig funktioniert hat. Man konnte das gute Potenzial für schnelle Zeiten spüren, und Mir und Marini waren sehr positiv, aber ich konnte nicht genauso positiv sein wie sie", gesteht der Franzose.

"Aber am Ende des zweiten Tages und am dritten Tag war ich deutlich positiver und konstanter. Das war wirklich gut. Ich denke, das Motorrad hat sich stark verbessert."

Reifenabbau bleibt Schwachstelle

Trotz der Fortschritte sieht Zarco bis zum nächsten Test in Buriram noch erheblichen Arbeitsbedarf. Dort wird am 21./22. Februar getestet, bevor am 1. März der Saisonauftakt steigt. Ein zentrales Thema bleibt für ihn das Verhalten mit gebrauchten Reifen.

"Ich muss noch eine gute Balance finden. Ein Rennmotorrad ist sehr sensibel, und die richtige Balance zu treffen, ist nicht einfach. Aber wenn man sie hat, macht es richtig Spaß, und das wird das Ziel in Buriram sein", blickt der LCR-Fahrer voraus.

"Vielleicht haben wir immer noch Probleme mit dem Reifenabbau. In Malaysia hat jeder mit nachlassender Reifenleistung zu kämpfen. Aber bei mir wird die Kontrolle über das Motorrad immer schwieriger, sobald der Abbau einsetzt. Dann wird jede Runde schlechter. Das war letztes Jahr mein Schwachpunkt."

"Ich habe das Gefühl, dass ich mich in diesem Punkt noch nicht genug verbessert habe. Mal sehen, wie es in Buriram mit anderen Reifen aussieht, aber das Verhalten könnte ähnlich sein. Ich weiß, dass ich dafür im Laufe der Saison eine Lösung finden muss."

Eigenes Set-up statt Werkskopie

Klar ist für Zarco außerdem: Der Weg nach vorn führt nicht über das einfache Übernehmen der Abstimmungen seiner Markenkollegen. Zu unterschiedlich sind Körperbau und Fahrstil innerhalb des Honda-Trios: "Ich brauche mein eigenes Set-up."

"Wir können nicht einfach kopieren, was die anderen machen, auch wenn sie damit sehr zufrieden sind. Aufgrund der unterschiedlichen Körperstatur sind sie [Mir und Marini] ganz anders gebaut. Man sieht, dass es einen großen Unterschied macht, wo man sein Gewicht auf dem Motorrad platziert. Deshalb müssen wir verstehen, wie wir das Motorrad auf mich zuschneiden", erklärt der LCR-Pilot.

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