Warum Johann Zarco nicht zur Sicherheits-Kommission geht

Die regelmäßigen Treffen der Sicherheits-Kommission lässt Johann Zarco bewusst aus - Hat er Angst, auf seine aggressive Fahrweise angesprochen zu werden?

Das Thema Sicherheit ist und wird im Motorradsport immer etwas heikler sein als bei den vierrädrigen Kollegen. Der aktuelle Standard in der MotoGP ist verglichen mit der Vergangenheit aber vergleichsweise hoch. Diese Verdienste sind auch auf die Arbeit der Sicherheits-Kommission zurückzuführen, die an jedem MotoGP-Wochenende tagt. Die Teilnahme ist freiwillig. Johann Zarco zählt nicht zu den regelmäßigen Besuchern. Der Franzose zweifelt am Nutzen der regelmäßigen Meetings.

"Es ist eine persönliche Entscheidung. Die Renndirektion hat gute Mitarbeiter. Wenn es um die Sicherheit geht, dann erkennen sie bereits viele Dinge. Sie machen es sicher für uns. Wenn wir etwas dazu zu sagen haben, dann kann man hierhin kommen und es äußern. Oder man spricht direkt mit der Rennleitung", kommentiert der Yamaha-Pilot.

"An jedem Wochenende wird über die Sicherheit gesprochen. Für meinen Geschmack ist es ziemlich sicher. Wenn ich etwas zu sagen habe, dann sage ich es", bemerkt Zarco, der keine Lust hat auf endlose Diskussionen: "Wenn es sicher ist, dann muss ich nicht hingehen."

Der Tech-3-Pilot ist sich bewusst, dass sich andere Fahrer über die aggressive Fahrweise beschweren. Fürchtet er sich vor der Konfrontation? "Ich bin zuversichtlich. Ich vertraue den Leuten, die in der Rennleitung arbeiten. Sie können es analysieren. Gut ist, dass sie vorher auch Racer waren. Sie können es sehr gut einschätzen", so der zweifache Moto2-Weltmeister.

Aber ist es nicht besser, zusammen zu reden? "Nein, es ist nicht nötig. Wenn wir dort sind, dann wird zu viel geredet. Es geht nicht nur um die Sicherheit. Einige Fahrer sprechen über ihre eigenen Probleme", ärgert sich der "Rookie of the Year".

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