Jonas Folger: Überrascht, glücklich & positiv gestimmt

Nach dem MotoGP-Test auf Phillip Island in Australien, bei dem Jonas Folger 4. wurde, ist der Deutsche Rookie bester Laune.

Tech 3 Yamaha Pilot Jonas Folger landete dabei in 1:29,042 Minuten nur 0,493 Sekunden hinter der Bestzeit von Markenkollege Maverick Vinales, auf Honda-Werkspilot Dani Pedrosa direkt vor dem Deutschen fehlten 9 Tausendstelsekunden.

Klar, dass Folger hinter Vinales, Marquez und Pedrosa schnellster Rookie war. Sein Teamkollege Johann Zarco war nicht richtig in Fahrt gekommen, der Franzose landete mit 1,121 Sekunden Rückstand auf Platz 15. Zweiter Rookie wurde Alex Rins auf Suzuki auf Platz 6, 0,554 Sekunden hinter der Spitze.

Das Ergebnis vom Australien-Test in der Fotostrecke.

Folger musste am Freitag aber auch einen Sturz hinnehmen, bei dem er lediglich einen kleinen mentalen Knacks erlitt – den aber sofort wieder ausbügelte.

Jonas Folger, Monster Yamaha Tech 3
Rookies unter sich: Jonas Folger vor Alex Rins.

Foto Gold and Goose Photography

"Ich habe etwas an Vertrauen eingebüßt, ich habe mir daher Sorgen gemacht. So wollte ich den Tag nicht beenden", sagt der Deutsche zu seinem Sturz.

"Darum haben wir neue Reifen reingesteckt, den Tank vollgemacht und ich bin noch mal raus. Wir haben gewusst, dass wir eine Rennsimulation nicht mehr schaffen, aber ich wollte so viele Runden wie möglich fahren."

"Es sind 11 geworden und auf der letzten Runden fuhr ich noch mal eine 1:29,3 und ich war in jeder Rune schneller geworden, das war ziemlich positiv und es war natürlich wichtig, nach dem Sturz das Gefühl zurückzubekommen."

Nicht nur auf eine Runde schnell

Folger konnte auf seinem Mittel-Longrun auf den 11 Runden die letzten 5 davon im Bereich von 1:29 fahren. Er zeigte sich nicht nur von seiner Einzel-Zeit, sondern auch von der Konstanz begeistert.

"Ich bin überrascht", sagte er . "Die Zeit von heute Morgen hat mich echt überrascht. Aber noch mehr, dass ich auf vielen Runden an der Zeit dran war."

"Ich glaube, dass ich ruhig bleiben muss und nicht zu viel erwarten darf. Das ist nur ein Test." - Jonas Folger

"Das war also nicht nur eine schnelle Runden, sondern wir waren auch ziemlich konstant, auch auf gebrauchten Reifen, wo wir die Elektronik anpassen konnten. Das hat echt richtig gut funktioniert und das wird für das Rennen wichtig."

Höhenflüge will Folger aber nicht zulassen. "Ich glaube, dass ich ruhig bleiben muss und nicht zu viel erwarten darf", dämpft Folger die Euphorie. "Das ist nur ein Test. Im Rennen kann sich alles ändern."

"Ich denke, wir haben uns selbst überrascht und auch ein paar Leute da draußen, das ist gut. Ich bin sehr glücklich."

Folgers Testergebnisse zeigen aber auch, wie hoch das Level in der Moto2 wirklich ist. "Ja genau, das ist echt schön. Fast jeder Rookie hat sich ziemlich schnell eingeschossen. Sicher wird es richtig schwer, denn Rins wird in den Rennen sicher da sein und mit mir kämpfen. Er ist ein wirklich starker Racer und auch Johann [Zarco] ist verdammt konstant und wenn alles passt, ist auch Johann unglaublich schnell, da gibt es gar keinen Zweifel."

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP
Veranstaltung MotoGP-Test auf Phillip Island, Februar
Rennstrecke Phillip Island Grand Prix Circuit
Fahrer Jonas Folger
Teams Tech 3
Artikelsorte News
Tags TEST, australien, motogp, phillip island