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Jorge Lorenzo analysiert: Wo Ducati einen "starken" Fortschritt gemacht hat

Die Ducati GP26 beeindruckt beim MotoGP-Test in Sepang - Jorge Lorenzo erkennt klare Fortschritte - Besonders das neue Ride-Height-System sorgt für Aufsehen

Jorge Lorenzo analysiert: Wo Ducati einen "starken" Fortschritt gemacht hat

Das Heck der Ducati ist beim Herausbeschleunigen extrem tief unten

Foto: Getty Getty

Als neuer Coach von Maverick Vinales weilte Jorge Lorenzo beim Saisonvorbereitungstest in Sepang. Der dreimalige MotoGP-Weltmeister beobachtete das Geschehen auch vom Streckenrand und verschaffte sich mit seinem erfahrenen Auge ein genaues Bild der Lage.

Dabei gewann Lorenzo den Eindruck, dass Ducati auch 2026 das Maß der Dinge sein wird. Mit dem neuen Motorrad hat Ducati offenbar erneut einen Fortschritt erzielt. Besonders das neue, deutlich komplexere Ride-Height-System spielt dabei eine wichtige Rolle.

"Wenn man sich das auf der Strecke anschaut, sieht man in den Kurven, dass die Ducati extrem ruhig ist, vor allem beim Herausbeschleunigen", schildert Lorenzo seine Eindrücke bei MotoGP.com. "Sie sind so extrem sanft."

"Das betrifft sowohl den maximalen Schräglagenwinkel bei etwa 20 Prozent Gas als auch die Phase, in der das Bike wieder aufgerichtet wird - die Ducati behält diese Ruhe sehr lange bei. Die anderen Motorräder wirken dagegen ein bisschen nervöser."

"Soweit ich das erkennen konnte, haben sie das Ride-Height-System verbessert. Bei den Kurvenausgängen sieht man, dass das Motorrad extrem tief liegt, wirklich sehr tief. Das hilft natürlich bei der Beschleunigung, damit das Vorderrad nicht steigt."

"Außerdem haben wir vorne sehr große Flügel gesehen, fast wie bei einem Formel-1-Auto, und dieser zusätzliche Abtrieb hilft natürlich enorm, das Motorrad beim Beschleunigen stabil zu halten." Am letzten Testtag montierte Ducati allerdings wieder die kleineren Winglets.

Besonders die Sprint-Simulationen von Alex Marquez und Francesco Bagnaia hinterließen Eindruck. Marc Marquez war knapp dahinter. Wäre es schon ein echtes Rennen gewesen, wären theoretisch diese drei Ducati-Fahrer vorne gewesen.

Jorge Lorenzo

Als dreimaliger MotoGP-Weltmeister hat Jorge Lorenzo einen Expertenblick

Foto: Gold & Goose Photography/Getty Images

Deshalb kommt Lorenzo zum Fazit: "Nun, leider sieht es so aus, als hätte Ducati einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, einen richtig starken. Aber es ist eben nur eine Strecke. Vielleicht sind wir, also KTM, auf einer anderen Strecke näher dran, vielleicht auch Aprilia."

"Es verändert sich stark von Strecke zu Strecke, aber klar, dieser Start von Ducati ist schon ziemlich beeindruckend." Der Spanier glaubt auch, dass die Fortschritte damit zusammenhängen, dass Ducati im Vorjahr kein entscheidender Schritt nach vorne gelungen ist.

Denn trotz dominanter Siege von Marc Marquez waren seine Rennzeiten oft langsamer als die Rennzeiten von Bagnaia und Jorge Martin 2024. Im Hintergrund wurde daran gearbeitet, die Schwächen der GP25 zu beheben.

"Ducati hat sich im Vorjahr kaum etwas verbessert, sie haben einfach weiter daran gearbeitet. Und nach dem, was ich auf dieser Strecke gesehen habe, haben sie dieses Jahr klar einen Schritt nach vorn gemacht", sagt Lorenzo über Sepang.

Und zu den Verfolgern von Ducati meint er: "Aprilia ist auch nicht schlecht, und Honda hat ebenfalls einen sehr guten Schritt gemacht. Wir haben uns auch verbessert", sagt Lorenzo über KTM, "aber noch nicht so sehr, wie wir es gerne hätten."

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