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Jorge Lorenzo vs. Dani Pedrosa: Der etwas andere "Schlagabtausch"

Das erste Aufeinandertreffen zwischen Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa hat stattgefunden, doch die Fäuste sind dabei (noch) nicht geflogen

Jorge Lorenzo vs. Dani Pedrosa: Der etwas andere "Schlagabtausch"

Der angekündigte Boxkampf zwischen den MotoGP-Legenden Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa ging am Donnerstag in die erste Runde - jedoch anders als erwartet. Denn statt eines handfesten gab es vorerst nur einen verbalen Schlagabtausch.

Die zwei Fahrer standen sich im Rahmen von Lorenzos Podcast "Dura la Vita" für ein intensives Interview gegenüber, in dem sie über Themen sprechen konnten, die in der fast ein Jahrzehnt langen Rivalität der beiden bisher unausgesprochen blieben.

So fragte Lorenzo Pedrosa gleich zu Beginn, ob er ihn jemals gehasst habe. Und der KTM-Testfahrer antwortete direkt und offen mit Ja: "Natürlich, zweifle nicht daran."

"Wir kennen uns, seit wir 14 oder 15 Jahre alt sind, und seitdem gab es eine sehr starke Rivalität, die gewachsen ist. Ich kann nicht leugnen, dass es Momente gab, in denen du mein direkter Rivale und meine direkte Motivation warst. Daher habe ich dich zu bestimmten Zeiten gehasst", räumt Pedrosa ehrlich ein.

Der Spanier befand sich zwischen 2003 und 2005 auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als er den 125er-Titel und zweimal in Folge die 250er-Klasse gewann. Danach schaffte der "Little Samurai", wie er von Fans genannt wird, den Sprung in die MotoGP.

Lorenzo und Pedrosa waren sich spinnefeind

Er wurde Honda-Fahrer und die große Hoffnung des spanischen Motorradsports auf den Titelgewinn in der Königsklasse. Alles schien sich zu fügen, bis Jorge Lorenzo im Jahr 2008 bei Yamaha auftauchte und eine heftige Rivalität entstand.

Diese wurde durch die unversöhnliche Feindschaft zwischen den jeweiligen Entdeckern der beiden Fahrer, Dani Amatriain und Alberto Puig, nur noch weiter angeheizt.

Das ging sogar so weit, dass Pedrosa Lorenzo nach dem Qualifying in Jerez 2008 den Handschlag verweigerte. Heute darauf angesprochen, erklärt Pedrosa: "Du hast in deinen früheren Interviews nicht gut über mich gesprochen. Ich bin kein falscher Mensch, also wollte ich dir keinen Teil von mir geben."

Mittlerweile ist das aber Schnee von gestern und die Rivalität von damals ist einer von gegenseitigem Respekt geprägten Beziehung gewichen. In dieser kann Lorenzo Pedrosa auch das ein oder andere Geheimnis entlocken - etwa auf die Frage, bei welcher Motorradmarke er beinahe unterschrieben hätte.

"Ich war 2017 sehr nahe dran, bei Yamaha zu unterschreiben, als du Yamaha verlassen hast, um zu Ducati zu wechseln. Ich wollte immer dein Motorrad fahren, wegen seiner Qualitäten", verrät Pedrosa, der während seiner aktiven Karriere stets Honda fuhr.

Kommt es nächste Woche zum echten Kampf?

In dem Interview stand aber nicht nur Pedrosa Rede und Antwort, er hakte wiederum auch bei Lorenzo nach und sprach ihn unter anderem auf seine oft als arrogant wahrgenommene Persönlichkeit an. "Ich habe meine Schüchternheit immer mit Arroganz getarnt", erklärt der dreifache MotoGP-Champion.

"Ich mochte immer diese arroganten und selbstbewussten Charaktere und wollte so sein wie sie: Mohammed Ali, Cantona, Cristiano Ronaldo, Mourinho ..."

In dem Zusammenhang gibt Lorenzo zu, dass sein Temperament ihn manchmal sogar zu Handgreiflichkeiten verleitet hätte: "Oft wollte ich einen Gegner schlagen, aber ich konnte es nicht. Wenn es keine Regeln gegeben hätte, hätte ich es getan."

Der Schlagabtausch mit Pedrosa ist jedenfalls nur aufgeschoben. Denn ihr erstes Aufeinandertreffen endet mit einer Szene, in der sich beide, bereits in Boxhandschuhen, auf einen echten Kampf vorzubereiten scheinen. Das Video endet mit "To be continued".

Es bleibt also abzuwarten, was in der nächsten Folge passieren wird und ob sich die beiden MotoGP-Legenden am Ende wirklich im Ring gegenüberstehen. Fans müssen sich noch mindestens eine Woche gedulden, bis der zweite Teil dieser Begegnung auf den dafür ausgewählten Kanälen zu sehen sein wird.

Mit Bildmaterial von Dura la vita.

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