Jorge Martin formuliert Comeback-Plan: "Werde wieder bei 100 Prozent sein"
Aprilia-Pilot Jorge Martin erklärt, warum er beim Sepang-Test vor Ort war, wenngleich er nicht fahren konnte - Wie es nach den neuesten OPs jetzt für ihn weitergeht
Beim Sepang-Test war Jorge Martin als Zuschauer an der Strecke vor Ort
Foto: AFP
Aprilia-Werkspilot Jorge Martin ist überzeugt, dass er seine lange Leidenszeit, die von mehreren Verletzungen, Operationen und Regenerierungsphasen gekennzeichnet war und ist, bald hinter sich lassen wird.
Der Plan des MotoGP-Weltmeisters von 2024 ist es, in wenigen Wochen erstmals seit langem wieder bei 100 Prozent Fitness zu sein, um dann mit der RS-GP26 um Top-Platzierungen kämpfen zu können. Von Aprilia erhält Martin diesbezüglich Rückendeckung.
Der neueste Rückschlag in Martins Leidenszeit, die nun schon genau ein Jahr andauert, war die Entscheidung, sich in der noch laufenden MotoGP-Winterpause zwei erneuten Operationen zu unterziehen. So wurde er vor wenigen Wochen sowohl am linken Handgelenk als auch am rechten Schlüsselbein abermals operiert.
Warum sich Martin noch zweimal operieren ließ
Die Konsequenz war, dass Martin dieser Tage beim offiziellen MotoGP-Test in Sepang (3. bis 5. Februar) nur als Zuschauer vor Ort war. Aktiv ins Testgeschehen eingreifen konnte der Aprilia-Werkspilot auf Anraten seiner Ärzte beim Malaysia-Test noch nicht. Das aber soll sich bald ändern.
"Ich fühle mich inzwischen deutlich besser als noch in Valencia. Das ist ein gutes Zeichen", sagte Martin am Rande des Sepang-Tests. "Nach dem Rennen in Valencia [in November 2025] fühlte ich mich eigentlich gut. Ein paar Tage später aber begann ich im Alltag plötzlich starke Schmerzen zu spüren, sowohl in der Hand als auch im Schlüsselbein."
"Da wurde mir klar, dass ich mich nochmals untersuchen lassen sollte", so Martin und weiter: "Und ich hatte recht. Die Knochen waren noch nicht komplett verheilt. Aus diesem Grund wurde die Entscheidung für eine schnellstmögliche erneute Operation getroffen."
Martin formuliert seinen Comeback-Plan
"Natürlich hatte ich auch Zweifel", gibt der leidgeprüfte Aprilia-Werkspilot aus Spanien zu. "Nach all dem, was ich im vergangenen Jahr durchgemacht habe, waren zwei weitere Operationen wirklich schwierig. Ich war aber überzeugt, dass genau das das Beste für meine Zukunft sein würde, um endlich wieder komplett fit zu werden. Ich glaube, während der gesamten Saison 2025 war ich zu keinem Zeitpunkt wirklich bei 100 Prozent [Fitness]."

Aktuell plant Martin sein MotoGP-Comeback für den Buriram-Test
Foto: Icon Sportswire
Auf Nachfrage, ob er beim anstehenden MotoGP-Test in Buriram (Thailand) am 21./22. Februar wird fahren können, antwortet Martin: "Das ist das Ziel. Für den Test hier [in Sepang] waren wir ziemlich knapp dran. Letzten Endes aber hat der Arzt entschieden, dass es besser ist, noch zu warten."
"Am Montag werde ich mich noch einmal untersuchen lassen. Und wenn da alles in Ordnung ist, dann werde ich in Spanien wieder mit Motorradfahren beginnen, um anschließend zum Thailand-Test zu fliegen", so Martin.
Aprilia stärkt Martin den Rücken
Dass Martin dieser Tage beim Malaysia-Test trotzdem anwesend war, wenngleich er nicht selber fahren konnte, das geht nicht zuletzt auf Aprilia-CEO Massimo Rivola zurück. "Ich finde, es war einfach wichtig. Massimo hat sich dafür stark gemacht", sagt der Spanier. "Ich war vor Ort, um wieder in den Renn-Modus zu kommen, um wieder beim Team zu sein. Ich wollte verstehen, was sie ausprobieren und was besser oder schlechter geworden ist."
Rivola selbst bestätigt. "Es war gut, dass er dabei war, um das Motorrad, wenn auch nur anhand der Daten, besser zu verstehen. Damit meine ich vor allem die Unterschiede zum Vorjahr. Aber klar, wenn man selber fährt, ist der Eindruck natürlich nochmals ein ganz anderer", so der Aprilia-CEO.

Martin ist überzeugt, auf der Aprilia noch positiv von sich reden zu machen
Foto: Aprilia Racing
Und wie ist es um Martins seelische Verfassung bestellt, nachdem er die Saison 2025 quasi komplett abhaken musste und nun auch den wichtigen ersten Wintertest in Vorbereitung auf die Saison 2026 auslassen musste? "Ich würde sagen, dass es mir jetzt wahrscheinlich besser geht als vor einem Jahr. Ich bin als Mensch gereift. Und ich weiß jetzt endlich, dass ich wieder vollständig gesund werde", so der MotoGP-Weltmeister von 2024.
"Ich weiß jetzt endlich, dass ich in, sagen wir mal zwei, drei oder fünf Wochen wieder bei 100 Prozent sein werde. Davon bin ich überzeugt. Und ich habe den festen Glauben an mich selbst, dass ich körperlich bereit sein werde, um mit den Spitzenfahrern kämpfen zu können", so Martin.
Und Massimo Rivola lässt mit Verweis auf Martin abschließend noch wissen: "Er wird wieder fahren, sobald er fit ist. Priorität ist es, ihn wieder fit zu sehen und ihn bei uns im Team zu haben. Auch wenn wir wissen, dass die ersten Rennen der Saison zäh für ihn werden, so wissen wir auch, dass es eine lange Saison ist. Wir wollen ihn zu 100 Prozent wiederhergestellt bei Aprilia sehen."
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